New York/ London (Godmode-Trader.de) - Der weltgrößte Ölkonzern Saudi Aramco will die Kapazität bei einigen Öl-Plattformen ausweiten, und hat dazu erste Schritte eingeleitet. Ziel ist es, Saudi-Arabien bis 2024 eine weitere Produktionskapazität von 1,15 Mio. Barrel pro Tag (bpd) zu verschaffen, wie Argus Media am Freitag berichtete.

Nach dem Einbruch des Ölpreises und der Nachfrage im vergangenen Jahr, wozu Saudi-Arabien selbst zu einem gewissen Teil beitrug, indem Riad den OPEC+-Pakt für einen Monat aufkündigte, stellte Aramco Offshore-Bohranlagen außer Betrieb und verschob mehrere neue Projekte. Nun will der Konzern genau das nachholen.

Der saudische Ölgigant hat nun die erweiterte Erschließung für das Offshore-Ölfeld Zuluf (mit einer Kapazität von 825.000 bpd) ausgeschrieben. Zuluf soll um 600.000 bpd ausgeweitet werden. Die neue, erweiterte Anlage sollte ursprünglich Anfang 2023 in Betrieb gehen, was nun aber für Ende 2023 oder Anfang 2024 erwartet wird. In der Zwischenzeit wurden Ende März die Arbeiten am 400.000 bpd großen Offshore-Feld Marjan wieder aufgenommen, wo die Kapazität um 300.000 bpd erhöht werden soll, ebenfalls bis Ende 2023. Die Kapazität des 300.000 bpd großen Feldes Berri soll im gleichen Zeitraum um 250.000 bpd steigen.

Ursprünglich hatte Aramco die Gesamtkapazität seiner Rohölförderung bei 12 Mio. bpd halten wollen, anstatt eine Netto-Kapazitätserhöhung vorzunehmen. Die saudische Regierung hat das Unternehmen inzwischen aber angewiesen, die Kapazität auf 13 Mio. bpd zu erhöhen, wie Argus weiter berichtete.