• Boeings Krisenjet 737 Max darf wieder abheben
    • Bund stützt Autobranche mit weiteren Milliarden
    • Scharfe Kritik an Novelle zum Infektionsschutzgesetz
    • Großbritannien will Verkauf von Verbrennern ab 2030 verbieten
    • RKI: Infektionszahlen gehen zurück
    • Japans Außenhandel stabilisiert sich
    • Bitcoin auf Rekordkurs
    • Deutsche Börse mit Milliardenzukauf
    • Pfizer/BioNTech kurz vor Notfallzulassung für Covid-19-Impfstoff

    Markt

    • Die Hoffnung auf einen wirksamen und bald zur Verfügung stehenden Corona-Impfstoff haben den Aktienmärkten am Mittwoch erneut Auftrieb gegeben. Pfizer und BioNTech hatten zuvor ausführlichere Studiendaten veröffentlicht und zudem mitgeteilt, dass nun eine Notfallzulassung für den Impfstoff in den USA beantragt werden soll. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 0,52 Prozent bei 13.201,89 Punkten.
    • Der Preis für die Digitalwährung Bitcoin hat am Mittwoch erstmals seit etwa drei Jahren die Marke von 18.000 US-Dollar überschritten. Am frühen Morgen wurde der Bitcoin auf Bitstamp zeitweise bei 18.483 Dollar gehandelt - der höchste Preis seit Dezember 2017. Zuletzt lag der Preis bei 18.187 Dollar. Das Rekordhoch war Ende 2017 bei knapp 20.000 Dollar erreicht worden. Unter anderem wird ein steigendes Interesse großer institutioneller Anleger als Erklärung für den Wertzuwachs der Digitalwährung genannt.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Pfizer und BioNTech stehen kurz davor, für ihren gemeinsam entwickelten Corona-Impfstoffkandidaten BNT162b2 eine Notfallzulassung in den USA zu beantragen. Man sei „sehr nah dran", sagte Pfizer-Konzernchef Albert Bourla am Dienstag auf einer Konferenz. Mit einer Notfallzulassung können Impfstoffe bereits genutzt werden, obwohl längere Studien zur Sicherheit und Wirkung noch fehlen. Die beiden Unternehmen teilten zudem mit, dass BNT162b2 mit einer Effektivität von 95 Prozent vor Covid-19 schützt. Die Unternehmen hatten vor einer Woche verkündet, der Impfstoff schütze zu „mehr als 90 Prozent“. Nun legten sie detaillierte Daten vor. Laut der Mitteilung entfaltet der Impfstoff auch bei älteren Menschen einen mehr als 94-prozentigen Schutz. Ernsthafte Sorgen für die Sicherheit gebe es laut den Studien nicht. Der US-Konzern Moderna teilte erst am Montag mit, sein entwickelter Impfstoff verhindere symptomatische Corona-Infektionen zu 94,5 Prozent.
    • Boeings Krisenjet 737 Max darf nach mehr als anderthalb Jahren unter Auflagen wieder abheben. Voraussetzung dafür ist u. a. die Installation einer neuen Steuerungssoftware an den Flugzeugen, wie die US-Flugaufsicht FAA am Mittwoch mitteilte. Bis die 737 Max wieder voll in den Betrieb starten kann, dürfte es demnach noch etwas dauern. Zunächst müssen die letzten Wartungsarbeiten und Piloten-Trainings abgeschlossen werden.
    • Der Zimmervermittler Airbnb hat Chancen, den größten Börsengang dieses Jahres hinzulegen. Zwar enthält der S-1 genannte Börsenprospekt noch keine angestrebte Bewertung, doch mehrere US-Medien halten 30 Mrd. Dollar für möglich. Airbnb hat in den ersten neun Monaten 2020 gut 2,5 Mrd. Dollar umgesetzt und fast 700 Mio. Dollar Verlust gemacht.
    • Der US-Einzelhändler Target übertraf beim Umsatzwachstum auf vergleichbarer Basis im vergangenen Quartal die Markterwartung deutlich. Auch der Gewinn lag über den Prognosen Target erzielter in dritten Quartal unterm Strich einen Nettogewinn von 1,01 Mrd. Dollar bzw. 2,01 Dollar je Aktie nach 0,8 Mrd. Dollar bzw. 1,39 je Aktie vor Jahresfrist.
    • Merck KGaA-Vorstandschef Stefan Oschmann sieht Staatsbeteiligungen in der Pharmaindustrie mehr als kritisch. Er glaube nicht, „dass staatliche Unternehmensbeteiligungen in dieser Branche notwendig sind", sagte er dem Wirtschaftsmagazin Capital. Mitten in Corona-Pandemie war der Bund im Juni mit 300 Mio. Euro beim Tübinger Impfstoffentwickler Curevac eingestiegen. Nach Ansicht von Oschmann hat die Pandemie auch zu einer Renaissance protektionistischer Ideen geführt. Er halte Versuche, die komplette Wertschöpfung in der Medikamentenentwicklung nach Europa zurückzuholen, für unrealistisch. „In der Medikamentenproduktion gibt es viel Basischemie, die ganzen Hilfsstoffe, die häufig in China und Indien hergestellt werden - das wieder nach Europa zurückholen zu wollen, ist illusorisch und würde ein großes Problem schaffen."
    • Die erste Gläubigerversammlung von Wirecard in München stand ganz im Zeichen der Tranparenz: Insolvenzverwalter Michael Jaffé hat Bericht über die finanzielle Lage bei dem Skandalkonzern abgegeben. Neben Banken und Investoren hatten viele Aktionäre des insolventen Zahlungsdienstleisters Forderungen angemeldet. Banken und Investoren verloren nach Berechnungen der Münchner Staatsanwaltschaft mehr als drei Milliarden Euro. Der Insolvenzverwalter hat nach Angaben aus Finanzkreisen mit dem Verkauf von Unternehmensteilen und Technologie bisher etwa eine halbe Mrd. Euro eingenommen. Die Gläubiger hoffen nun, dass ihnen der Insolvenzverwalter zumindest einen Teil der verlorenen Milliarden in absehbarer Zeit zurück erstattet.
    • Der Nutzfahrzeugzulieferer SAF-Holland zeigt sich trotz der Corona-Pandemie wieder optimistischer. Nach einem Verlust im zweiten Quartal schrieb das Unternehmen im Sommerzeitraum zwischen Juli und September wieder schwarze Zahlen, wie SAF-Holland am Mittwoch zur Vorlage seiner endgültigen Zahlen mitteilte. Konzernchef Alexander Geis hat entsprechende die Margenziele für das Jahr angehoben. Demnach peilt SAF-Holland für das Gesamtjahr eine bereinigte Ebit-Marge (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) von fünf bis sechs Prozent an. Zuvor hatte die Erwartung bei drei bis fünf Prozent gelegen. „Im Oktober hat sich die in den Vorwochen eingetretene Erholung des Geschäftsumfelds weiter fortgesetzt", begründete Geis nun die neue Prognose.
    • Der Bio-Lebensmittelhändler Alnatura hat im Geschäftsjahr 2019/2020 (30. September) Erlöse von 1,08 Mrd. Euro erzielt. Dies entspreche einer Rekordsteigerung um 19,6 Prozent zum Vorjahr, sagte Unternehmensgründer Götz Rehn am Donnerstag. Angaben zum Gewinn machte die GmbH erneut nicht.
    • Die Deutsche Börse übernimmt den US-Stimmrechtsberater Institutional Shareholder Services (ISS), wie der Konzern am Dienstagabend mitteilte. 80 Prozent an dem Datenunternehmen werde die Deutsche Börse vom Finanzinvestor Genstar Capital erwerben. Die Bewertung für ISS belaufe sich auf 1,925 Mrd. Euro ohne Schulden. Die Deutsche Börse wolle den Deal mit einer Milliarde Fremdkapital sowie mit Bargeld bezahlen. Man erwartet aus der Akquisition bis 2023 einen zusätzlichen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 15 Mio. Euro pro Jahr.
    • Der frühere Wirecard-Chef Markus Braun muss nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor dem Untersuchungsausschuss des Bundestages aussagen. Das habe der Bundesgerichtshof am Dienstag angeordnet. Seine Zeugenaussage sei für Donnerstag geplant. Braun, der wegen Betrugsverdachts in Untersuchungshaft sitzt, hatte sich gerichtlich gegen die Vorladung nach Berlin gewehrt. Er wollte lediglich per Video aussagen. Der Ausschuss hatte dagegen protestiert und auf eine Befragung in Berlin bestanden, da Braun als einer der Hauptverantwortlichen des Bilanzskandals gilt.
    • Die Bundesregierung stützt die Autobranche in der Corona- und Klimakrise mit weiteren Milliarden. Insgesamt sind drei Milliarden Euro zusätzlich vorgesehen, wie die Bundesregierung anlässlich eines Spitzengesprächs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit Branchenvertretern am Dienstagabend mitteilte. Vorgesehen sind weitere Kaufprämien für Elektroautos bis Ende 2025 und ein Fonds zur Unterstützung der Betriebe bei der Umstellung auf klimafreundliche Antriebe. Zudem soll ein Abwrackprogramm einen Austausch alter Lkw gegen sauberere fördern. Autobranche und IG Metall begrüßten die Zusagen. Die Verlängerung der „Innovationsprämie" für E-Autos und andere Instrumente seien eine Hilfe für Klimaschutz und Wirtschaftskraft, erklärte die Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, nach der Videokonferenz. Gewerkschaftschef Jörg Hofmann sagte, zur konjunkturellen Stützung sei das Austauschprogramm für schwere Nutzfahrzeuge positiv zu bewerten. Die angespannte Beschäftigungslage, besonders bei vielen Zulieferern, mache eine schnelle Umsetzung der Maßnahmen nötig.
    • Der Energieversorger E.ON steht laut einem Bericht des „Handelsblatt“ von einem Wechsel an der Konzernspitze. Der Vorstandsvorsitzende Johannes Teyssen wolle seinen bis Ende 2021 aufenden Vertrag nicht verlängern, berichtete Zeitung unter Berufung auf Unternehmens- und Aufsichtsratskreise. Teyssen könne sogar noch vor der Hauptversammlung 2021 abtreten. Er wolle aber gerne nach einer zweijährigen Pflichtpause 2023 Aufsichtsratschef bei E.ON werden.
    • Die Software AG hat die Prognose für den Auftragseingang im laufenden Jahr erhöht. Bei den einzelnen Bereichen rechnet das Unternehmen jetzt vor allem in der Sparte für die Cloud und die Maschinenvernetzung (Cloud/IoT) mit einem deutlich stärkeren Wachstum bei den Auftragseingängen. Bestätigt wurde zudem, das Ziel für die um Sondereffekte bereinigte operative Marge. Diese werde weiter bei 20 bis 22 Prozent erwartet nach 29,2 Prozent im Vorjahr, teilte der Softwarehersteller mit.
    • Der Online-Modehändler Global Fashion Group hat mit einer Kapitalerhöhung 120 Mio. Euro am Finanzmarkt eingesammelt. Es seien 16,5 Mio. neue Aktien für je 7,30 Euro platziert worden, teilte das Unternehmen mit. Mit dem Erlös will die Global Fashion Group in die Technologie und die Liefer-Infrastruktur investieren.
    • Der französische Rüstungskonzern Thales wird vier deutsche Kriegsschiffe mit Kampfsystemen ausrüsten. Auftragsumfang: 1,5 Mrd. Euro. Demnach sei mit der niederländischen Damen-Werft ein entsprechender Vertrag unterzeichnet worden. Damen hatte den Zuschlag für den Bau der sog. Mehrzweckkampfschiffe MKS 180 für die Deutsche Marine erhalten. Insgesamt sind mehr als 5 Mrd. Euro für das Projekt veranschlagt.
    • Wegen der Auswirkungen der Corona-Krise haben die Betreiber des Hauptstadtflughafens BER laut „Handelsblatt“ im September, also noch vor der offiziellen Eröffnung, mit der Einstellung des Flugbetriebs gedroht, wenn der Bund sowie die Länder Berlin und Brandenburg nicht weitere Finanzhilfen bereitstellen. Die Ausfälle aufgrund des pandemiebedingten Passagierrückgangs könnten „ohne Unterstützungsmaßnahmen nicht überwunden werden“, hieß es in einem Schreiben der Geschäftsführung der Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg (FBB) an die Berliner Senatsverwaltung für Finanzen, das der Zeitung vorliegt.
    • Der Automarkt bekommt die erneuten Einschränkungen in vielen Ländern der Europäischen Union wieder zu spüren. Im Oktober gingen die Neuzulassungen um 7,8 Prozent auf 954.000 zurück, wie der Branchenverband ACEA am Mittwoch mitteilte. In den ersten 10 Monaten summiert sich das Minus auf knapp 27 Prozent.
    • Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler hat neue Mittelfristziele genannt. Die Kapitalrendite (Return on Capital Employed, ROCE) soll bis 2025 bei 12 bis 15 Prozent liegen, teilte der Konzern am Dienstagabend mit. Das untere Ende der Spanne wolle Schaeffler spätestens 2023 erreichen.

    Politik & Konjunktur

    • Bundestag und Bundesrat haben die umstrittenen Änderungen des Infektionsschutzgesetzes mit den Stimmen von Union und SPD verabschiedet. Durch die Reform werden die Einschränkungen der Grundrechte im Rahmen der Corona-Pandemie auf eine neue rechtliche Grundlage gestellt. Kritiker monieren u.a., dass weiterhin Bundes- und Landesregierungen über die Maßnahmen entscheiden sollen und die Parlamente kein Mitspracherecht haben. In Berlin und anderen Städten Deutschlands gingen zahlreiche Menschen gegen die Gesetzesänderung auf die Straße.
    • Die US-Rohöllagerbestände sind in der vergangenen Woche schwächer als erwartet gestiegen. Im Vergleich mit der Vorwoche erhöhten sie sich um 0,8 Millionen Barrel auf 489,5 Millionen Barrel. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg um 1,6 Millionen Barrel. Die am Vorabend veröffentlichten, inoffiziellen Daten des privaten American Petroleum Institute (API) hatten einen Anstieg um 4,2 Millionen Barrel gezeigt.
    • Die Baubeginne in den USA legten im Oktober deutlich zu. Sie seien um 4,9 Prozent zum Vormonat gestiegen, teilte das Handelsministerium mit. Volkswirte hatten nur mit einem Anstieg um 3,2 Prozent gerechnet. Die Zahl der zeitlich vorgelagerten Baugenehmigungen stagnierte hingegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 1,4 Prozent.
    • Fed-Chef Jerome Powell sprach am Dienstag von einer Verlangsamung der wirtschaftlichen Erholung. Diese hätte noch einen weiten Weg vor sich. Er sieht das Risiko, dass die derzeitige Corona-Welle die Bürger davon abhalten könnte, sich am Wirtschaftsleben zu beteiligen. Seiner Einschätzung nach könnten die kommenden Monate „möglicherweise sehr herausfordernd sein". Die Fed sei bereit, alle ihre Werkzeuge zu benutzen, bis der Job komplett erledigt sei.

    • Der amtierende US-Präsident Trump hat den Behördenleiter des Heimatschutzministeriums Chris Krebs fristlose entlassen, weil dieser Behauptungen zu einem angeblichem Wahlbetrug öffentlich zurückwies. Krebs sei „mit sofortiger Wirkung“ entlassen worden, twitterte Trump. Dessen Äußerung, wonach die Präsidentenwahl nicht manipuliert worden sei, sei „hochgradig unzutreffend". Es habe „massive Unregelmäßigkeiten" gegeben.
    • Der US-Senat hat die Ernennung der Kandidatin Judy Shelton für einen Sitz im Direktorium der US-Notenbank Federal Reserve blockiert. Die Republikaner verfehlten knapp die nötige Mehrheit, um die vom US-Präsidenten Trump nominierte Shelton voranzubringen.
    • Der iranische Außenminister Mohammed Dschawad Sarif hat den gewählten US-Präsidenten Joe Biden als einen vernünftigen Politiker gelobt, mit dem auch eine Einigung im Atomstreit „durchaus machbar" wäre. „Herr Biden kennt die Außenpolitik weitaus besser als (US-Präsident) Trump und ist auch gegen (Trumps) Unilateralismus", sagte Sarif in einem Interview der Tageszeitung „Iran“.
    • Die EZB ist skeptisch, dass es schon bald eine gemeinsame europäische Einlagensicherung geben wird. EZB-Chefbankenkontrolleur Andrea Enria sagt: „Mein Mandat endet in drei Jahren und ich bezweifle, dass es bis dahin eine voll funktionsfähige Einlagensicherung geben wird.“ Eine Nachricht, die vor allem bei den deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken mit Erleichterung aufgenommen werden dürfte. Sie lehnen eine gemeinsame Einlagensicherung seit Jahren vehement ab.
    • In Berlin ist die Polizei dabei, die Demonstration gegen die Corona-Politik der Regierung aufzulösen. Dabei kommen auch Wasserwerfer zum Einsatz. Die Polizei begründete die Auflösung mit zahlreichen Verstößen gegen die Corona-Schutzvorschriften. So seien Mindestabstände nicht eingehalten worden, und viele Teilnehmer hätten keine Mund-Nase-Bedeckungen getragen.
    • Die Inflationsrate im Euroraum ist im Oktober um 0,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat nach einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Berechnung bestätigt. Im September war mir Rate ebenfalls in dieser Höhe gefallen. Zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 Prozent. Auch hier wurde die erste Schätzung bestätigt.
    • In Großbritannien hat sich die Inflation im Oktober auf 0,7 Prozent verstärkt, teilte das Statistikamt ONS mit. Im September hatte die Inflationsrate 0,5 Prozent betragen, nachdem sie im August bei nur 0,2 Prozent gelegen hatte.
    • Bundestag und Bundesrat stimmen am heutigen Mittwoch über eine weitere Novelle des Infektionsschutzgesetzes (IfSG) ab. Mit den eingebrachten Vorschlägen soll der Schutz vor der Corona-Pandemie auf eine sichere rechtliche Grundlage gestellt werden. Unter anderem soll ein Paragraf in das Gesetz eingefügt werden, der detailliert auflistet, welche Schutzmaßnahmen von Landesregierungen und den Behörden verordnet werden können. Das Vorhaben stößt auf Kritik. Die Opposition sieht zu weitgehende Eingriffe in die Grundrechte und fordert mehr Mitsprache der Parlamente. Gegner der Corona-Politik haben zu Protesten aufgerufen. Auch Gerichte und viele Verfassungsrechtler bezweifelten, dass die Generalklausel des IfSG tragfähig genug ist, um die weitreichenden Maßnahmen und Eingriffe gegen eine ungehemmte Ausbreitung des Virus abzudecken bzw. zu rechtfertigen. Der neue Katalog von Schutzmaßnahmen und deren Anwendung soll nun an die Feststellung einer epidemischen Situation nationaler Tragweite durch das Parlament, den Bundestag, geknüpft werden. Auch wird geregelt, dass die Maßnahmen befristet und materiell begründet werden müssen.
    • Großbritannien will bis 2030 rund 12 Mrd. Pfund in Klima-Projekte investieren. Premierminister Boris Johnson stellt an diesem Mittwoch darüber hinaus einen Zehn-Punkte-Plan vor, mit dem das Land innerhalb der nächsten drei Jahrzehnte klimaneutral werden soll. Im Kern geht es um die Wende hin zur Elektromobilität sowie dem Ausbau von Offshore-Windparks. In verschiedenen Branchen sollen bis zu 250.000 „grüne“ Arbeitsplätze entstehen. Von 2030 an soll der Verkauf von neuen Dieselfahrzeugen und Benzinern verboten sein. Der Verkauf von Hybridmodellen soll bis 2035 erlaubt bleiben.
    • In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) per Mittwochmorgen 17.561 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1.000 Fälle weniger als vor einer Woche. Am vergangenen Mittwoch hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 18.487 gelegen. Die Zahl der Covid-Todesfälle liegt bei 13.119.
    • Der (preisbereinigte) Auftragsbestand im Verarbeitenden Gewerbe in Deutschland war nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes im September saison- und kalenderbereinigt 1,0 Prozent höher als im Vormonat. Dabei erhöhten sich die offenen Aufträge aus dem Inland im Vergleich zum August um 1,3 Prozent, während der Bestand an Auslandsaufträgen um 1,0 Prozent stieg. Im Vergleich zu Februar, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Auftragsbestand im September saison- und kalenderbereinigt 0,9 Prozent höher.
    • Japans Exporte gingen im Oktober im Vergleich zum Vorjahr nur noch um 0,2 Prozent zurück, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Grund waren gut laufende Geschäfte mit China. Experten hatten mit einem deutlich höheren Rückgang gerechnet. Dies ist zudem der beste Wert seit November 2018. Im September waren die Ausfuhren noch um 4,9 Prozent gefallen.
    • Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat als Reaktion auf das asiatische Freihandelsabkommen verstärkte handelspolitische Initiativen der EU gefordert. „Die EU sollte ihrerseits Handelsabkommen mit asiatischen Staaten ausbauen und dem neuen US-Präsidenten Joe Biden anbieten, unverzüglich die Handelsgespräche wiederaufzunehmen.“ sagte er am Dienstag.

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