ANZEIGE

Energie: Gestern Abend kam es zu einem kurzzeitigen Preissprung, der WTI auf 58 USD je Barrel steigen ließ, was dem höchsten Niveau seit Juni 2015 entsprach. Brent touchierte im Zuge dessen wieder das 28-Monatshoch vom Dienstag bei 64,65 USD je Barrel. Die zuvor vom US-Energieministerium veröffentlichten Lagerdaten können den kurzzeitigen Preisanstieg kaum verursacht haben. Diese zeigten einen überraschenden Anstieg der US-Rohöllagerbestände um 2,2 Mio. Barrel und einen weiteren Anstieg der wöchentlichen US-Rohölproduktion auf ein Rekordniveau von 9,62 Mio. Barrel pro Tag. Dies ist ein weiteres Indiz, dass die deutlich gestiegenen Preise die Schieferölförderung in den USA lukrativ machen. Der unerwartete Aufbau der Rohölvorräte war in erster Linie auf einen kräftigen Rückgang der Rohölexporte um mehr als 1 Mio. Barrel pro Tag zurückzuführen. Die Vorräte an Benzin und Destillaten fielen trotz einer höheren Rohölverarbeitung jeweils um mehr als 3 Mio. Barrel, wofür eine robuste Nachfrage verantwortlich zeichnete. Rechtzeitig zur gerade laufenden Weltklimakonferenz wurde heute Nacht eine Einigung in den Trilogverhandlungen zur Reform des Emissionshandels in der vierten Handelsperiode erzielt. Die wichtigsten Neuerungen – eine Verdoppelung der Überführungsrate in die Marktstabilitätsreserve mit der entsprechenden Verkürzung der Auktionsvolumina von 2019 bis 2023 und die Löschung überschüssiger Zertifikate (nun vorgezogen ab dem Jahr 2023) – galten im Vorhinein allerdings als sicher. Der CO2-Preis sprang dennoch auf knapp 8 Euro je Tonne. Auch wenn wir von langfristig höheren Preisen überzeugt sind, droht ein nicht unüblicher Rücksetzer nach Bestätigung durch alle Gremien.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CE9J1Y Faktor Long WTI Oil Future Faktor: 8 
CE9J22  Faktor Long Brent Oil Future Faktor: 8 
CE7XGS Faktor Short WTI Oil Future Faktor: -8 
CE5YRG Faktor Short Brent Oil Future Faktor: -8 

Edelmetalle: Die Edelmetalle erhielten gestern durch einen wieder schwächeren US-Dollar Unterstützung. Gold stieg auf ein 3-Wochenhoch und hat Silber, Platin und Palladium mit nach oben gezogen. Palladium verteuerte sich sogar um fast 2 % und steigt heute Morgen weiter auf 1.020 USD je Feinunze. Dies ist der höchste Stand seit Februar 2001. Die Preisdifferenz zu Platin hat sich zeitweise auf über 90 USD je Feinunze ausgeweitet. Der World Gold Council (WGC) hat heute Morgen seinen Bericht zu den Goldnachfragetrends im dritten Quartal veröffentlicht. Demnach zeigte sich die globale Goldnachfrage zwischen Juli und September schwach. Sie fiel im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 915 Tonnen, den niedrigsten Wert für ein Quartal seit mindestens 2010. Geschuldet ist dies vor allem einer schwachen ETF-Nachfrage, die fast völlig weggebrochen ist. Auch die Schmucknachfrage war rückläufig (-3 %), was auf Indien zurückzuführen ist. Dort wurde zum 1. Juli eine Mehrwertsteuer auf Goldkäufe eingeführt, zudem hatte die Regierung weitere Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung implementiert. Die Nachfrage nach Barren und Münzen zog dagegen von einem schwachen Vorjahresniveau um 17 % an. Insbesondere chinesische Investoren hatten im letzten Quartal Preisrückgänge zu Käufen genutzt. Auch die Zentralbanken haben mehr Gold gekauft. Für das Gesamtjahr erwartet der WGC nun eine globale Goldnachfrage von 3.900-4.000 Tonnen. Dies sind zwar bis zu 300 Tonnen weniger als bislang unterstellt, impliziert aber ein wieder stärkeres Schlussquartal.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2X Faktor Long Gold-Future Faktor: 6 
CD5B34  Faktor Short Gold-Future Faktor: -6 

Industriemetalle: Nachdem die Industriemetallpreise gestern phasenweise durch den schwächeren US-Dollar unterstützt wurden, geben sie heute Morgen in der Breite nach. Nickel fällt dabei sogar um fast 3 % auf 12.300 USD je Tonne. Aluminium gibt um etwa 1 % auf unter 2.100 USD je Tonne nach, wobei der Rückgang an der SHFE in Shanghai mit über 3 % wesentlich stärker ausfällt. Chinesische Händler sprechen von einer derzeit verhaltenen Aluminiumnachfrage in China, zudem steigen schon seit Monaten die Lagerbestände von Aluminium im Reich der Mitte. In den Lagerhäusern der SHFE lagen sie per Ende letzter Woche bei rund 650 Tsd. Tonnen auf einem Rekordniveau. Der Anstieg der Vorräte ist auch auf die geringeren Exporte von Aluminium und Aluminiumprodukten zurückzuführen. Diese fielen gemäß der Zollbehörde im Oktober auf 350 Tsd. Tonnen, die geringste Menge seit acht Monaten. Dies federt zugleich den Effekt der behördlich angeordneten Produktionskürzungen während der Wintermonate ab. Unseres Erachtens ist der Aluminiummarkt nach wie vor gut versorgt und wir erwarten einen weiteren Preisrückgang. Neben Aluminium hat China im Oktober auch deutlich weniger Stahlprodukte exportiert. Daten der Zollbehörde zufolge gingen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahr um 35 % auf 4,98 Mio. Tonnen zurück. Dies war die geringste Menge seit Februar 2014. Die chinesischen Stahlproduzenten haben mehr Stahlprodukte im Land behalten, um in den Wintermonaten bei gedrosselter Produktion auf die heimische Nachfrage reagieren zu können.

Holen Sie sich das Marktgeschehen in die Hosentasche!

Sie sind immer auf der Suche nach spannenden Kapitalmarktthemen und aussichtsreichen Marktentwicklungen? Aber Sie haben keine Zeit um stets den gesamten Markt zu überblicken und nach den neusten Anlagelösungen zu suchen? Unser innovativer Service ist die Lösung!

Mit unserem neuen WhatsApp-Newsletter informieren wir Sie direkt aus dem Handelssaal der Commerzbank immer über die aktuellsten Marktentwicklungen. Wir machen Sie auf alle wichtigen Börsenereignisse aufmerksam udn senden Ihnen passende Analysen.

Melden Sie sich jetzt kostenlos an und holen Sie das Marktgeschehen auf Ihr Smartphone!

Hier geht`s zur Anmeldung!

Bitte beachten Sie den Disclaimer und die Risikohinweise
Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen:
Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.