Neu Delhi (BoerseGo.de) - Die Industrieproduktion in Indien ist im Juni um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat angestiegen, wie die Regierung am Mittwoch mitteilte. Im Vormonat Mai war die Rate noch um 5,0 Prozent geklettert. Experten hatten für den Berichtsmonat Juni ein Zuwachs von über 5,5 Prozent erwartet.

Der Grund für das leicht schwächere Wachstum der industriellen Erzeugung lag in einem spärlichen privaten Konsum. So sackte der Index für Konsumgebrauchsgüter um gut 23 Prozent zum Vorjahr ein. Investitionsnahe Sektoren setzten hingegen ihre starke Entwicklung weiter fort. Die höchsten Wachstumsraten verzeichneten die Sektoren der Stromerzeugung (+15,4 %) und der Kapitalgüter (23,7 %). Die Unternehmen investieren jedoch weiterhin fest, dies dürfte die Produktion bereits kurz- bis mittelfristig stützen.

Den weiteren Angaben zufolge kletterte die annualisierte Inflationsrate in Indien im Juli um 0,5 Prozentpunkte auf 8,0 Prozent. Haupttreiber waren sprunghaft steigende Lebensmittelpreise infolge noch mangelnder Monsun-Regenfälle, obwohl die Kerninflation bei 7, 4 Prozent unverändert blieb. Die indische Notenbank hat als Inflationsziel 6,0 Prozent (aufs Jahr betrachtet). Die darüber hinausgehende Rate wird die Zentralbank wohl davon abhalten, weitere Leitzinssenkungen vorzunehmen.