New York (GodmodeTrader.de) - Schwellenländer-Aktien bieten Anlegern weiterhin attraktive Anlagechancen, insbesondere im Vergleich mit den Industriestaaten. Die Anlageklasse hat sich in den vergangenen zwei Jahren gut erholt. Stabiles und mitunter höheres globales Wachstum, schnellere Zuwachsraten bei den Unternehmensgewinnen, stabile Rohstoffpreise, niedrigere Inflation sowie verbesserte freie Cashflows und Kapitalrenditen dürften die Aktienkurse in den Schwellenländern auch in Zukunft stützen, wie James Donald, Leiter der Schwellenländer-Plattform von Lazard Asset Management, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

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Demgegenüber stünden potentielle Risiken wie ein drastischer Inflationsanstieg in der entwickelten Welt und besonders in den USA, der zu plötzlichen Zinserhöhungen durch die US-Notenbank führen könnte. Die Schwellenländer dürften am stärksten von einer allmählichen und maßvollen Zinsnormalisierung profitieren. Weitere Risiken bestünden in möglichen protektionistischen Maßnahmen, da diese die Handels- und Investitionsströme beeinträchtigen würden, sowie in niedrigeren Rohstoffpreisen und geopolitischen Verwerfungen im Nahen Osten und auf der koreanischen Halbinsel, heißt es weiter.

„Obwohl die Bewertungen seit Anfang 2016 zugelegt haben, sind die Schwellenländer mit Blick auf die Industrienationen und die globalen Aktienindizes immer noch erfreulich günstig und bieten mitunter vergleichbare oder bessere Kapital- und Dividendenrenditen. Wir gehen davon aus, dass sich die Schwellenländer bei stabilem bis moderaten Weltwirtschaftswachstum weiterhin überdurchschnittlich entwickeln“, so Donald.