In den Schwellenländern hat sich die Haushaltslage in den vergangenen zwölf Monaten verbessert. Das durchschnittliche Budgetdefizit lag im Frühjahr 2020 bei zwölf Prozent des Bruttoinlandsproduktes, im Mai dieses Jahres waren es nur noch vier Prozent, wie Analysten der Deutschen Bank berichten. Der laufende Fehlbetrag in den öffentlichen Haushalten sei damit nur noch rund einen Prozentpunkt höher als vor Ausbruch der Pandemie. „Während einige Länder wie China und die Türkei von einer schnellen Konjunkturerholung nach dem ersten Lockdown profitieren, können sich andere – darunter Argentinien, Südafrika und Russland – dank steigender Rohstoffpreise über höhere Steuereinnahmen freuen und ihr Defizit entsprechend reduzieren“, schreibt die Bank. Die geringere Neuverschuldung dürfte sich stabilisierend auf die Bonität auswirken und das Risiko von schwächeren Ratings und Zahlungsausfällen verringern, so die Erwartung.