• SMI - Kürzel: SMI - ISIN: CH0009980894
    Börse: Citi Indikation by TTMzero / Kursstand: 8.381,22 Punkte)

Zürich (GodmodeTrader.de) - Aktien in den Schwellenländern werden derzeit vor allem von äußeren Faktoren beeinflusst, die wenig mit deren eigentlichen Fundamentaldaten zu tun haben. Zu diesem Ergebnis kommt Tim Love, Fondsmanager des JB Emerging Equity Fund, in einem aktuellen Marktkommentar. Er verweist dabei insbesondere auf Faktoren wie das unklare Vorgehen der Fed, die absehbare Normalisierung des US-Zinsniveaus und die Abschwächung des japanischen Yen.

„Trotz der jüngsten Kursschwäche bleibt der Ausblick für Schwellenländeraktien sehr positiv“, betont der Experte. Tim Love rechnet beim MSCI Emerging Markets Index in den kommenden drei Jahren mit einem Gewinnanstieg je Aktie von 15 Prozent jährlich. Für denselben Zeitraum erwartet er eine Dividendenrendite von 3,5 Prozent pro Jahr. Love geht davon aus, dass die Analystenschätzungen für das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) eine Neubewertung erfahren und auf 15,5 angehoben werden. „Das ist in meinen Augen immer noch eine sehr konservative KGV-Schätzung“, sagt Love. Das KGV des S&P 500 betrage aktuell 18; für den MSCI Emerging Markets Index betrage das KGV aktuell 11,5.

Love geht zudem davon aus, dass die M&A-Aktivität in den Schwellenländern demnächst zunimmt. So liege der Preis-Buchwert des MSCI Emerging Markets Index so niedrig wie zuletzt während der Finanzkrise 2008. Aktuell betrage der Wert 1,3 – verglichen mit den historischen Höchstwerten von 3,1. Die Abschläge auf den Preis-Buchwert zusammen mit dem Nettoinventarwert dürften viele Schwellenländer-Unternehmen als M&A-Kandidaten attraktiv machen.

Im Portfolio des JB Emerging Equity Fund sind derzeit Unternehmen aus Indien und Saudi-Arabien übergewichtet. Tim Love, der als Bottom-up-Stockpicker investiert, kauft vor allem Unternehmen mit positiven freien Cashflows, gesunden Bilanzen und einer niedrigen Korrelation zu anderen Schwellenländeraktien. „Vor diesem Hintergrund haben sich Unternehmen aus Indien und den Frontier Markets sehr gut entwickelt“, betont Love. Die Situation bei chinesischen Firmen sei zwar zuletzt herausfordernder gewesen, dennoch gebe es auch dort Chancen. So hält er vor allem chinesische Unternehmen, die auf dem heimischen Markt eine starke Stellung haben und vom Binnenkonsum profitieren.