Vor dem Hintergrund des anhaltenden Niedrigzinsumfelds und der Coronapandemie ist es für Rentenanleger zunehmend schwierig, Anlagemöglichkeiten zu finden, die attraktive Renditen bieten und gleichzeitig niedrige Ausfallraten aufweisen. Höher rentierliche Hartwährungsanleihen aus den Schwellenländern aus dem Investment-Grade- und High-Yield-Segment (sowohl Staatsanleihen als auch ausgewählte Unternehmensanleihen) können eine attraktive Lösung darstellen. Dieser Ansicht ist Denise Simon, Co-Head und Portfoliomanagerin/Analystin im Emerging Markets Debt Team von Lazard Asset Management.

Folgende Aspekte sprechen aus Sicht der Expertin für die Anlageklasse:

  • Attraktive Zinsen: Schwellenländeranleihen im Investment-Grade- und High-Yield-Segment überzeugen im Vergleich zu anderen festverzinslichen Anlageklassen mit attraktiven Zinsen von durchschnittlich zwei bzw. sechs bis sieben Prozent (in Euro gehedged).
  • Niedrige Ausfallraten: Seit zwei Jahrzehnten weisen High-Yield-Schwellenländeranleihen durchschnittliche Ausfallraten von zwei Prozent auf. Das ist deutlich niedriger als die durchschnittlichen Ausfallraten für High-Yield-Anleihen der entwickelten Märkte im selben Zeitraum (drei bis fünf Prozent). Auch für das Jahr 2020 rechnen Experten mit einer Fortsetzung dieses Trends.
  • Stabile risikoadjustierte Erträge: Aufgrund der attraktiven Zinsen und niedrigen Ausfallraten haben Schwellenländeranleihen in der Vergangenheit stets positive Erträge erzielt. Seit Ende der 1990er Jahre haben EM-Hartwährungsanleihen positive Erträge in mehr als 99 Prozent der rollierenden Dreijahreszeiträume und zu 100 Prozent in Zeiträumen von fünf Jahren erzielt.
  • Großes, diversifiziertes Anlageuniversum: Das Emerging-Markets-Debt-Universum ist eines der breitesten und umfassendsten Nicht-Kernmärkte für festverzinsliche Wertpapiere. Das Universum für Hartwährungsanleihen allein beläuft sich auf rund drei Billionen US-Dollar und umfasst über 70 Länder und fast 900 Emittenten von Staats- und Unternehmensseite.