• ADP-Arbeitsmarkzahlen deutlich unter den Erwartungen
    • Pkw-Neuzulassungen brechen um 25 % ein
    • Markit: Stärkstes Wachstum der Eurozone seit 2006
    • DIW: US-Handelspolitik schadet der Weltwirtschaft
    • IATA: Einbruch der Luftfahrt wegen Corona
    • Delta-Variante: Israel verschärft Restriktionen
    • CAAM: Chinas Fahrzeugabsatz sinkt im Juli deutlich
    • Siemens Energy: Siemens Gamesa spuckt in die Suppe
    • Rote Zahlen bei der Commerzbank

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Mittwoch freundlich präsentiert. Der DAX konnte per Xetra-Schlusskurs um 0,88 Prozent auf 15.692.13 Punkte zulegen. Starke Konjunkturdaten aus der Eurozone und China, sowie gute Vorgaben der US-Börsen sorgten für den entsprechenden Rückenwind. Die um 14.15 Uhr veröffentlichten ADP-Arbeitsmarktzahlen sind schwächer ausgefallen als erwartet, der ISM-Index für den Dienstleistungssektor hingegen besser. Der deutsche Leitindex schwankt bereits seit Wochen größtenteils zwischen rund 15.300 und etwa 15.800 Punkten.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Patrizia Immobilien hat im ersten Halbjahr einen Gewinnrückgang verbucht. Das operative Ergebnis verringerte sich von 74,1 Millionen Euro im Vorjahr auf nun 57,4 Millionen Euro, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte. Das Unternehmen sieht sich weiter auf Kurs, die Prognose eines operativen Gewinns von 100,0 bis 145,0 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2021 zu erreichen. Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr um 5,4 Prozent auf 140,2 Millionen Euro. Der Periodenüberschuss sank um 21,1 Prozent auf 26,6 Millionen Euro.
    • Der US-Autobauer General Motors hat nach besser als erwartet ausgefallenen Zahlen im zweiten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr angehoben und rechnet nun im Gesamtjahr mit einem angepassten Gewinn vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 11,5 bis 13,5 Milliarden Dollar (zuvor: 10 bis 11 Milliarden Dollar) und einem Gewinn je Aktie von 5,40 bis 6,40 Dollar (zuvor: 4,50 bis 5,25 Dollar). Im zweiten Quartal übertraf General Motors mit einem Gewinn je Aktie von 1,97 Dollar die Analystenschätzungen von 1,34 Dollar. Der Umsatz lag mit 34,2 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 29,11 Milliarden Dollar.
    • Die Pkw-Neuzulassungen in Deutschland sind im Juli 2021 um 25 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat eingebrochen. Dies teilte das Kraftfahrt-Bundesamt mit. Im Juli wurden demnach 236.393 Pkw neu zugelassen. In den ersten sieben Monaten des Jahres ist die Bilanz hingegen weiter positiv. Hier wurde ein Anstieg um 6,7 Prozent auf 1,63 Millionen Fahrzeuge gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat verzeichnet. Unter den deutschen Marken verbuchte Mercedes-Benz einen Rückgang um 37,6 Prozent, BMW ein Minus von 27,7 Prozent und Volkswagen ein Minus von 16,6 Prozent.
    • Singulus Technologies hat von einem Kunden in der Medizinbranche einen Auftrag für die Lieferung von mehreren neuen Prozessanlagen erhalten. Das Auftragsvolumen liege im unteren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich, teilte Singulus mit.
    • Der IT-Dienstleister Cancom hat den Verkauf der Tochtergesellschaft Cancom Ltd. zu einem Enterprise Value von knapp 400 Millionen Euro an Telefónica TECH erfolgreich abgeschlossen. Der Vollzug der Transaktion (Closing) ist heute erfolgt. Mit dem Abschluss sind der Cancom Barmittel in Höhe von rund 390 Millionen Euro zugeflossen. Der Buchgewinn beläuft sich auf 225 Millionen Euro und wird im dritten Quartal verbucht. "Nach dem erfolgreichen Verkauf der CANCOM Ltd. konzentrieren wir jetzt unsere Kräfte auf die DACH-Region", sagte Cancom-CEO Rudolf Hotter.
    • Die MyHammer Holding hat hat den Antrag gestellt, die Zulassung ihrer Aktien zum Handel im regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse zu widerrufen. Zuvor hatte die HomeAdvisor GmbH am 27. Juli 2021 ein Delisting-Erwerbsangebot an alle Aktionäre der MyHammer Holding AG zum Erwerb der von ihnen gehaltenen auf den Inhaber lautenden Stückaktien mit der ISIN DE000A11QWW6 zu einem Angebotspreis von 22,02 Euro je Aktie veröffentlicht.
    • Siemens Energy-Chef Christian Bruch erhöht den Druck auf die Führung der problembeladenen Windkrafttochter Siemens Gamesa. Bruch hat bei der Vorlage der Zahlen vor allem die seiner Ansicht nach zu langsam vonstatten gehende Sanierung des Geschäfts mit Windenergieanlagen an Land (Onshore) kritisiert. „Das geht mir nicht schnell genug", sagte er am Mittwoch in einer Telefonkonferenz. Die Ergebnisse in dem Bereich seien „absolut nicht zufriedenstellend". Man habe gedacht, dass das Gamesa-Management die Probleme „schneller in den Griff" bekomme. Zudem monierte er eine mangelnde „Transparenz und Vorhersehbarkeit" bei Projektergebnissen. Da müsse Gamesa nacharbeiten.
    • Hugo Boss-Chef Daniel Grieder will den Konzern auf Wachstum trimmen. Ziel sei es, den Umsatz bis zum Jahr 2025 auf vier Milliarden Euro zu verdoppeln und eine der 100 weltweit führenden Marken zu werden, sagte Grieder. Gleichzeitig soll die operative Umsatzrendite zwölf Prozent erreichen. Den Aktionären versprach der Manager eine Ausschüttungsquote bis 2025 zwischen 30 und 50 Prozent. Für das laufende Jahr peilt Hugo Boss einen Anstieg des Konzernumsatzes währungsbereinigt um 30 bis 35 Prozent an nach rund 1,95 Mrd. Euro im Vorjahr. Das operative Ergebnis soll 125 bis 175 Mio. Euro erreichen.
    • Der Videospiele-Anbieter Activision Blizzard will auf die Vorwürfe von Diskriminierung und Belästigung am Arbeitsplatz angemessen reagieren. Man werde eine Unternehmenskultur einführen, in der sich alle Mitarbeiter willkommen fühlen, so CEO Bobby Kotick. Activision Blizzard war im Juli vom US-Bundesstaat Kalifornien verklagt worden. Der Konzern habe Frauen systematisch benachteiligt, kritisierte die für die Einhaltung fairer Arbeitsbedingungen in dem Bundesstaat zuständige Behörde DFEH.
    • Der Fahrdienstvermittler Lyft konnte sein Geschäft im zweiten Quartal stabilisieren. In den drei Monaten bis Ende Juni stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 125 Prozent auf 765 Mio. Dollar. „Wir hatten ein großartiges Quartal", so Lyft-Mitgründer und -CEO Logan Green. Die Ziele seien in jeder Hinsicht übertroffen worden, das Geschäft gewinne an Schwung.
    • Der US-Chipkonzern Nvidia könnte bei seiner geplanten Übernahme des britischen Chip-Designers ARM auf Widerstand stoßen. Großbritannien erwäge, den Kauf abzulehnen, berichtet Bloomberg am Dienstag. Grund seien Sorgen um die nationale Sicherheit. Nvidia hatte den 40-Mrd.-Dollar-Deal im vergangenen September angekündigt. Die Bedeutung von ARM für die Halbleiterbranche ist gewaltig. Von dem derzeit zur japanischen Softbank gehörenden Unternehmen stammt die Grund-Architektur der Chips, die in allen Smartphones verwendet werden.
    • Der Luft- und Raumfahrtkonzern Boeing hat bei der Entwicklung seiner "Starliner"-Raumkapsel einen Rückschlag erlitten. Ein für Dienstag geplanter, unbemannter Versorgungsflug zur Internationalen Raumstation ISS sei wegen eines technischen Problems abgesagt worden, teilte der US-Konzern gestern mit. Ein erster Termin am Freitag war wegen Problemen auf der ISS bereits geplatzt. Boeing wollte ursprünglich vor SpaceX von Tesla-Chef Elon Musk Astronauten zur ISS bringen. SpaceX hat inzwischen aber schon drei bemannte Einsätze zur Raumstation geflogen.
    • Die Commerzbank ist im zweiten Quartal 2021 als Folge des Konzernumbaus in die roten Zahlen geraten. Der Verlust unterm Strich belief sich auf knapp 530 Mio. Euro nach einem Gewinn von 183 Mio. Euro vor Jahresfrist. Das Institut erklärte den Fehlbetrag unter anderem damit, dass Aufwendungen in Höhe von 511 Mio. Euro für den laufenden Konzernumbau gebucht wurden. Konzernchef Manfred Knof zeigte sich deshalb auch zufrieden: „Wir haben im ersten Halbjahr ein solides operatives Ergebnis erzielt. Die Umsetzung der Strategie ist voll auf Kurs."
    • Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hat im dritten Quartal wegen der Probleme beim Windanlagenbauer Siemens Gamesa einen Rückschlag erlitten. Das Unternehmen verbuchte in den drei Monaten per Ende Juni Verluste von 307 Mio. Euro. In den beiden Quartalen zuvor war jeweils ein Gewinn erreicht worden. Im Vorjahresquartal war unter anderem wegen Abschreibungen auf die im Umbau befindliche Sparte Gas and Power (GP) allerdings ein noch höheres Minus von rund 1,1 Mrd. Euro angefallen. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis (Ebita) stieg im Quartal auf 54 Mio. Euro. Siemens Energy gab zudem eine neue, pessimistischere Gewinnprognose ab. So soll die um Sondereffekte bereinigte operative Marge 2020/21 nun bei zwei bis „unter drei" Prozent liegen. Die ursprüngliche Prognose hatte bei drei bis fünf Prozent gelegen. Der Rest des Ausblicks wurde bestätigt. Beim Umsatz geht der Energietechnikkonzern weiter von einem Anstieg von drei bis acht Prozent aus.
    • Der Leasingspezialist Grenke hat im zweiten Quartal beim Neugeschäft ein Minus um drei Prozent verzeichnet, womit sich für das erste Halbjahr ein Rückgang von rund einem Viertel auf 1,1 Mrd. Euro ergibt, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Im Gesamtjahr erwartet das Unternehmen hier einen Wert zwischen 1,7 und 2,0 Mrd. Euro. Die erst kürzlich angehobene Gewinnprognose für das Jahr - ein Überschuss von 60 bis 80 Mio. Euro - bestätigte der Vorstand. Den endgültigen Zahlen zufolge steigerte Grenke den auf die Aktionäre entfallenden Gewinn im zweiten Quartal um rund 30 Prozent auf 18,5 Mio. Euro.
    • Der Auto- und Industriezulieferer Schaeffler zeigt sich nach starken Geschäften abermals optimistischer für das Gesamtjahr. Das Management rechnet nun im laufenden Geschäftsjahr 2021 mit einem währunsgbereinigten Umsatzanstieg von mehr als 11 Prozent. Vorher waren über 10 Prozent angepeilt worden. Dabei soll auch mehr operativer Gewinn erzielt werden, die um Sondereffekte bereinigte Marge vor Zinsen und Steuern soll nun zwischen 8 und 9,5 Prozent liegen statt nur bei 7 bis 9 Prozent.
    • Der Rüstungselektronik-Hersteller Hensoldt hat im ersten Halbjahr dank Bestellungen im Wert von 2,1 Mrd. Euro seinen Auftragsbestand zur Jahresmitte auf einen Rekordwert von gut 5 Mrd. Euro gehievt. Die Erlöse legten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent auf 486 Mio. Euro zu. Der Nettoverlust verringerte sich von 88 auf 27 Mio. Euro.
    • Der japanische Autobauer Toyota hat im ersten Quartal seines Geschäftsjahres 2021/22 kräftig, sowohl beim Umsatz also auch beim Gewinn, zugelegt. Der Umsatz kletterte im Vergleich zum Vorjahr um fast drei Viertel auf 7,9 Bio. Yen (61 Mrd. Euro). Das ist mehr als im Zeitraum vor der Corona-Krise. In den drei Monaten April bis Ende Juni 2019 hatte Toyota 7,7 Bio. Yen umgesetzt.
    • Sony hat das vergangene Quartal vor allem dank höherer Nachfrage mit mehr Umsatz und Gewinn abgeschlossen. Insgesamt steigerten die Japaner den Umsatz im Ende Juni abgeschlossenen ersten Geschäftsquartal um 15 Prozent auf knapp 2,26 Bio. Yen (rund 17,4 Mrd. Euro). Der Gewinn war mit rund 212 Mrd. Yen (gut 1,6 Mrd Euro) neun Prozent höher als im Vorjahresquartal.
    • Die Zahl der verkauften Fahrzeuge auf dem weltgrößten Markt fiel im Vorjahresvergleich um 14 Prozent auf 1,82 Mio. Einheiten, wie aus den vom China Association of Automobile Manufacturers (CAAM) veröffentlichten Daten hervorgeht. Der Absatz von Fahrzeugen ist damit den zweiten Monat in Folge gesunken.
    • Der Weltverband der Fluggesellschaften (IATA) hat in seinem Jahrbuch 2020 die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf die Luftfahrt dargelegt. Insgesamt flogen im vergangenen Jahr 1,8 Mrd. Passagiere im Linienflugverkehr - 60,2 Prozent weniger als im Jahr davor. Es war der stärkste Einbruch seit Beginn der systematischen Zählung der Passagierkilometer im Jahr 1950.

    Konjunktur & Politik

    • Die Rohöllagerbestände in den USA sind in der vergangenen Woche um 3,6 Millionen Barrel gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 3,1 Millionen Barrel, nach einem Rückgang um 4,1 Millionen Barrel in der Vorwoche. Die inoffiziellen ADP-Daten vom Vorabend hatten einen Rückgang um 5,8 Millionen Barrel gezeigt.
    • Die Aussichten im US-Dienstleistungssektor haben sich im Juli stärker als erwartet aufgehellt. Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den Dienstleistungssektor stieg von 60,1 Punkten im Juni auf 64,1 Zähler im Juli, wie das Institute for Supply Management (ISM) am Mittwoch mitteilte. Erwartet wurde hingegen ein deutlich geringerer Anstieg auf 60,5 Punkte. Die stark beachteten Subindizes für neue Aufträge, die Beschäftigung sowie die gezahlten Preise legten alle zu.
    • Der US-Arbeitsmarkt hat sich nach der Statistik des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP im Juli deutlich schwächer als erwartet entwickelt. Laut ADP-Statistik wurden im Juli 330.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen. Volkswirte hatten hingegen mit einem Stellenaufbau um 695.000 Stellen gerechnet. Der Vormonatswert wurde von ADP von 692.000 zusätzlichen Stellen auf 680.000 zusätzliche Stellen revidiert. Die ADP-Arbeitsmarktdaten werden vor den offiziellen Arbeitsmarktdaten für Juli veröffentlicht, die am kommenden Freitag erscheinen. Häufig gibt es relativ große Abweichungen zwischen den ADP-Zahlen und den offiziellen Daten.
    • Die Bundesregierung hat eine Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Unternehmen beschlossen, die von der Flutkatastrophe betroffen sind. "Durch den Starkregen und das Hochwasser sind auch Unternehmen unverschuldet in finanzielle Not geraten, die an sich tragfähige und erfolgreiche Geschäftsmodelle haben", sagte Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD). Die Aussetzung gilt rückwirkend vom 10. Juli 2021 bis zum 31. Oktober 2021.
    • Dank der kräftigen Produktionssteigerung in der Industrie und des beschleunigten Geschäftswachstums im Dienstleistungssektor expandierte die Eurozone im Juli so stark wie seit über 15 Jahren nicht mehr. Dies signalisiert der finale IHS Markit Eurozone Composite Einkaufsmanagerindex, der gegenüber dem 15-Jahreshoch im Juni um weitere 0,7 auf 60,2 Punkte gestiegen ist. Die Vorabschätzung wurde um 0,4 Punkte verfehlt. Seit fünf Monaten kennzeichnet der Index laut IHS Markit nun bereits ununterbrochen Wachstum – der längste Zeitraum seit Ausbruch der Pandemie Anfang letzten Jahres. Die entscheidenden Wachstumsimpulse lieferte der Servicesektor, wo die Geschäfte so gut liefen wie zuletzt Mitte 2006. Die Produktionssteigerungsrate in der Industrie schwächte sich zwar auf ein Fünf- Monatstief ab, der entsprechende Index notiert allerdings noch immer höher als der Service-Index. „Neben dem anhaltend starken Wachstum in der Industrie bedeutet die beeindruckende Stärke der Expansion des Dienstleistungssektors im Juli, dass sich das BIP-Wachstum in der Eurozone im dritten Quartal 2021 beschleunigen dürfte“, so IHS Markit-Chefvolkswirt Chris Williamson.
    • Im Juli ist die Dienstleistungsbranche in Deutschland so stark gewachsen wie noch nie zuvor, wie aktuelle Zahlen des Instituts IHS-Markit zeigen. Der Einkaufsmanagerindex für Deutschland kletterte um 4,3 auf 61,8 Punkte. Ab 50 Zählern zeigt das Barometer Wachstum an.
    • Die von dem Präsidenten Donald Trump begonnene und von Nachfolger im Amt Joe Biden fortgeführte US-Handelspolitik schadet einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) zufolge den USA und der Wirtschaft weltweit. Demnach haben die Finanzmärkte auf Zollerhöhungen und andere restriktive Maßnahmen der Trump-Administration bis zu 100 Handelstage, also rund fünf Monate lang, signifikant negativ reagiert. Auch in China aktive US-Firmen wären durch die Restriktionen beeinträchtigt worden. Lediglich exportunabhängige Versorger oder Immobilienunternehmen waren von der US-Handelspolitik nicht betroffen, so das DIW. Alle restlichen US-Branchen hätten Rückschläge verarbeiten müssen, insbesondere aber der Technologiesektor und die Industrie. „Da nur wenige Unternehmen und Länder vom US-Protektionismus profitiert haben, liegt die Rationalität dieser Politik offensichtlich nicht in ökonomischen Gewinnen“, sagt DIW-Studienautor Lukas Menkhoff. Die neue US-Regierung behalte die restriktive Handelspolitik dennoch bei; gerade gegenüber China wolle Joe Biden weiter einen harten Kurs fahren. „Mit der jüngst verschärften „Buy America“-Strategie scheint er vor allem innenpolitisch beruhigen zu wollen“.
    • Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) von diesem Mittwoch liegt die Sieben-Tage-Inzidenz des Coronavirus in Deutschland nun bei 18,5. Am Vortag betrug der Wert 17,9, am Mittwoch vor einer Woche bei 15,0. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI am Morgen binnen eines Tages 3.571 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 2.768 Ansteckungen innerhalb von 24 Stunden gelegen.
    • Das Bundeskabinett bereitet nach der Flutkatastrophe vor allem im Westen Deutschlands die Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für Firmen vor. Laut einem Gesetzentwurf soll die Pflicht zur Stellung eines Insolvenzantrags bis Ende Oktober ausgesetzt werden. Damit soll den betroffenen Unternehmen Zeit gegeben werden, um Finanzierungs- oder Sanierungsverhandlungen zu führen sowie mögliche Versicherungsleistungen einzubeziehen.
    • Die Stimmung im chinesischen Dienstleistungsbereich hat sich im Juli stark verbessert. Der vom Wirtschaftsmagazin "Caixin" ermittelte Einkaufsmanagerindex in dem Sektor stieg auf 54,9 Punkte, nach 50,3 Zählern im Juni, wie das Magazin am Mittwoch mitteilte. Analysten hatten nur einen leichten Zuwachs auf 50,5 Punkte erwartet.
    • US-Präsident Joe Biden hat New Yorks Gouverneur zum Rücktritt aufgefordert: Der Biden reagierte damit auf Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen Andrew Cuomo. Es mehren sich Rufe nach einem Amtsenthebungsverfahren.
    • Israel will mit neuen Beschränkungen die Ausarbeitung der neuen Corona-Variante Delta in den Griff bekommen. So müssen ab Sonntag Masken auch bei Veranstaltungen im Freien mit mehr als 100 Teilnehmern getragen werden. Zuletzt legte die Zahl der Neuinfektionen in dem Land wieder stark zu.
    • Vom Iran unterstützte Rebellen sollen nach Angaben aus Sicherheitskreisen im Golf von Oman einen Öltanker gekapert haben, wie Reuters und die „Times“ berichteten. Bewaffnete Männer hätten die „Asphalt Princess“ aufgebracht. London gehe davon aus, dass der Iran oder mit ihm verbündete Milizen für die Entführung verantwortlich seien. Das britische Außenministerium erklärte, man untersuche einen Vorfall auf einem Schiff vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate. Der Iran wies eine Beteiligung von sich. In der Affäre um die Schiffsentführung hat sich die Lage im Gold von Oman wieder beruhigt. Die bewaffneten Männer hätten das Schiff nun verlassen, teilte die britische Warnzentrale für die Seefahrt UKMTO am Mittwoch mit. „Das Schiff ist sicher. Der Zwischenfall ist beendet", hieß es.

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