Hannover (Godmode-Trader.de) - Erstmals seit dem Spin-off Ende September legte Siemens Energy Geschäftsjahreszahlen vor. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2019/20 mit 27,45 Mrd. um 5 Prozent unter dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der Auftragsbestand lag zum Geschäftsjahresende bei 79 Mrd. Euro (Vj.: 77 Mrd.). Das operative Betriebsergebnis Adjusted EBITA fiel mit minus 1,543 Mrd. Euro (Vj.: 1,064 Mrd.) tiefrot aus. Die Adjusted EBITA-Marge vor Sondereffekten belief sich auf minus 0,1 Prozent und lag somit im vom Unternehmen formulierten Zielkorridor. Unter dem Strich ergab sich ein Konzernverlust von 1,859 Mrd. Euro (Vj: Konzerngewinn von 282 Mio.) entsprechend einem Ergebnis je Aktie von minus 2,21 (Vj.: 0,22). Trotz des negativen Ergebnisses konnte ein positiver Free Cashflow vor Steuern in Höhe von 977 Mio. Euro generiert werden.

An der weitgefassten Guidance für das Geschäftsjahr 2020/21 hält das Management fest. Hiernach wird auf Konzernebene ein Umsatzanstieg in einer Range zwischen 2 und 12 Prozent und eine Adjusted EBITA-Marge vor Sondereffekten zwischen 3 und 5 Prozent erwartet.

Siemens Energy hat zwar den eigenen Ausblick bzgl. Umsatz und Adjusted EBITA-Marge vor Sondereffekten erfüllen können, der Konzernverlust nach Steuern und Sondereffekten fiel aber noch höher aus, als von ihm erwartet, wie Analyst Wolfgang Donie zu den Geschäftszahlen von Siemens Energy schriebt. Mit dem Abschied vom klimaschädlichen Geschäft mit Kohlekraftwerken setze das Unternehmen dagegen ein positives Zeichen, das sich wohlwollend auf das Image auswirken dürfte

Die Transaktionsstory von Siemens Energy biete vielfältige Chancen bei gleichzeitig aber auch immensen Herausforderungen, resümiert Donie. In der sehr ausgedehnten Spanne des Unternehmensausblicks komme dies ebenfalls zum Ausdruck. Die Analysten der NordLB bleiben für die Aktie bei „Halten“-Empfehlung mit Kursziel 24,00 Euro.

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Siemens Energy AG Namens-Aktien o.N.