• Moderna verzeichnet Gewinnsprung
    • US-Regierung genehmigt Waffenverkauf an Taiwan
    • BVerfG erhöht Rundfunkbeitrag vorläufig
    • Bank of England hält an lockerer Geldpolitik unverändert fest
    • Deutlich mehr Aufträge für die deutsche Industrie
    • ifo: Zahl der Kurzarbeiter sank im Juli deutlich
    • Mehr als 200 Mio. Corona-Fälle weltweit
    • USA planen Impfung als Voraussetzung für Einreise
    • Siemens und Adidas erhöhen Jahresziele
    • Lufthansa zieht weitere Staatshilfen
    • Zalando bestätigt Prognose
    • Tesla-Fabrik: Umweltverbände scheitern vor Gericht

    Markt

    • Der deutsche Aktienmarkt konnte am Donnerstag leicht zulegen. Der DAX gewann 0,33 Prozent auf 15,744,67 Punkte. Das Tageshoch mit 15.730 Zählern war gleichzeitig der höchste Stand seit Mitte Juli. Angesichts der Tatsache, dass heute der Höhepunkt der Berichtssaison ist, zeigen die Indizes an den Börsen insgesamt aber wenig Bewegung. Allein sechs der 30 Unternehmen aus dem DAX berichteten über ihre Entwicklung. Für Zurückhaltung sorgen weiter die unklaren Perspektiven in der Pandemie. An der Wall Street wurden unterdessen in den technologielastigen Indizes an der Nasdaq neue Rekordhochs erreicht.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die israelische Fluggesellschaft El Al bietet mit einem Corona-Test beim Boarding und in der Luft eine Alternative zu dem bei der Ankunft in Israel vorgeschriebenen PCR-Test an. Laut der Airline wurden an Bord der Maschine, die am Donnerstagnachmittag von New York nach Tel Aviv aufbrechen sollte, etwa 280 Passagiere erwartet. Bei der Ankunft in Israel sollten sie die Testergebnisse erhalten.
    • ARK Invest (Catherine Wood) hat den gestrigen Kurseinbruch von Zymergen von rund 76 Prozent zum Einstieg genutzt. Die Aktie macht die Verluste heute deshalb wieder so gut wie wett. Das Unternehmen meldete am Mittwoch, dass Probleme bei Hyaline die Auslieferung beeinträchtigen, und dass deshalb im laufenden Jahr kein, und im nächsten Jahr nur ein marginaler Produktumsatz generiert werden kann. Der „total addressable market" für faltbare Display-Applikationen sei offenbar kleiner als gedacht und wachse weniger schnell als erwartet. CEO Josh Hoffman trat mit sofortiger Wirkung zurück und wurde bis auf Weiteres von Chairman Jay Flateley beerbt. Mehrere Analysten stufen das Unternehmen seit gestern ab.
    • Der Handelskonzern BayWa hat das beste Halbjahresergebnis seiner Unternehmensgeschichte erzielt. Der Nettogewinn kletterte im Jahresvergleich von 400.000 auf fast 67 Mio. Euro. Vorstandschef Klaus Josef Lutz äußerte sich entsprechend optimistisch. „Unter dem Strich wird es ein sehr, sehr gutes Rekordjahr für die BayWa“.
    • Der Autozulieferer ElringKlinger hat sich dank der Belebung in der Autobranche aus dem Corona-Tief herausgearbeitet. Die Quartalszahlen bestätigen, dass wir voll auf Kurs sind", sagte Vorstandschef Stefan Wolf. Auch das Sparprogramm zur Verbesserung der Effizienz wirke weiter. Der Konzernerlös stieg zwischen April bis Juni um 56 Prozent auf knapp 394 Mio. Euro. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (Ebit) verbesserte sich auf 23 Mio. Euro, nach einem Verlust von mehr als 32 Mio. Euro vor Jahresfrist.
    • Die Hannover Rück hat im zweiten Quartal von einer geringeren Schadensbelastung als im Vorjahreszeitraum profitiert. Das operative Ergebnis des Konzerns legte deutlich auf 552 Euro von 77 Mio. vor Jahresfrist zu. Der Nettogewinn legte von 102 auf 365 Mio. Euro zu. Die Bruttoprämien kletterten um 8 Prozent auf 6,66 Mrd. Euro.
    • Der US-Pharmakonzern Moderna hat im zweiten Quartal schwarze Zahlen geschrieben. Das Ergebnis je Aktie stieg von -0,31 Dollar vor Jahresfrist auf 6,64 Dollar, das war deutlich mehr, als Analysten im Schnitt erwartet hatten.
    • Etwa die Hälfte aller in den USA verkauften Autos und leichten Nutzfahrzeuge sollen bis zum Jahr 2030 Elektro-, Wasserstoff-Brennstoffzellen- und Plug-in-Hybridfahrzeuge sein. Diese Ziele wurden am Donnerstag von der Regierung unter Präsident Joe Biden angekündigt und werden von den US-Autoherstellern unterstützt.
    • Im zweiten Quartal verdoppelte der US-Fahrdienstvermittler Uber den Umsatz auf 3,9 Mrd. Dollar. Sowohl das Hauptgeschäft mit Fahrdienstvermittlungen, als auch die Liefersparte um den Bringdienst Uber Eats erzielten kräftiges Wachstum. Uber gelang zudem ein Quartalsgewinn von 1,1 Mrd. Dollar.
    • Apple hat laut der US-Börsenaufsicht SEC Anliegen im Umfang von insgesamt 6,5 Mrd. Dollar emittiert. Die Bonds kommen auf Fälligkeiten von 2028 bis 2061. Die Zinskupons reichen von 1,4 % für die Anleihe, die Apple in sieben Jahren zurückzahlt bis hin zu 2,85 % für die längste Laufzeit von 40 Jahren. Die Zinsen sollen von 2022 an halbjährlich gezahlt werden.
    • Der Anbieter von Computer- und Videospielen Electronic Arts hat den Ausblick angehoben. Ein überraschend starkes erstes Geschäftsquartal (per Ende Juni) stimmt das Unternehmen zuversichtlich.
    • Die Umweltverbände Grüne Liga Brandenburg und Nabu sind zum Bau der Tesla-Fabrik in Grünheide erneut vor Gericht gescheitert. Die Verbände klagten gegen vorzeitige Genehmigungen zum Bau. Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) lehnte eine Anhörungsrüge am Donnerstag ab. Die Umweltschützer hatten dabei bemängelt, dass das Gericht ihnen nicht ausreichend rechtliches Gehör verschafft habe. Das Gericht sah eine Verletzung des Anspruchs auf rechtliches Gehör laut Beschluss dagegen nicht dargelegt. Der Beschluss des Gerichts liegt der Deutschen Presse-Agentur vor.
    • Im Bundesverkehrsministerium und im Kraftfahrt-Bundesamt laufen Ermittlungen gegen unbekannte Personen wegen des Verdacht der unbefugten Offenbarung von Betriebs- oder Geschäftsgeheimnissen zum Nachteil von Daimler. Das bestätigte die Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Nachfrage der „Wirtschaftswoche". Die Einleitung der Ermittlungen sei „von Amts wegen" erfolgt. Weitere Details wollte die Sprecherin nicht nennen.
    • Der Sportartikelhersteller Adidas hat nach einem guten Quartal seine Jahresziele angehoben. Im zweiten Quartal erzielte der Konzern im Vergleich zum Vorjahr ein Umsatzplus von mehr als 50 Prozent auf rund 5,1 Mrd. Euro. Alle Regionen konnten mit Ausnahme von China zulegen. Der Gewinn aus dem fortgeführten Geschäft betrug 387 Mio. Euro, nach einem Verlust von 243 Mio. Euro im Vorjahr. Der Umsatz soll im Gesamtjahr nun währungsbereinigt um bis zu 20 Prozent zulegen. Bislang hatte Adidas einen Anstieg im hohen Zehn-Prozentbereich erwartet. Auch der Gewinn im fortgeführten Geschäft soll etwas höher ausfallen: Hier geht das Unternehmen von 1,4 bis 1,5 Mrd. aus, nach zuvor angepeilten 1,25 bis 1,45 Mrd. Euro.
    • Die Lufthansa hat im zweiten Quartal erneut einen Verlust verzeichnet. Mit 756 Mio. Euro lag das Minus aber nur noch gut halb so hoch wie kurz nach Beginn der Corona-Pandemie ein Jahr zuvor. Zudem schnitt der Konzern besser ab als von Analysten erwartet. Die Lufthansa nahm im Quartal auch weitere Staatshilfen in Anspruch: Sie zog weitere 1,5 Mrd. Euro als stille Beteiligung des Bundes. Für das Gesamtjahr rechnet die Airline-Gruppe weiterhin mit einem operativen Verlust. Im Gesamtjahr soll zudem die angebotene Kapazität nur etwa 40 Prozent des Vor-Corona-Jahrs 2019 erreichen.
    • Der Industriekonzern Siemens erhöht zum dritten Mal in diesem Jahr die Prognose für das Geschäftsjahr 2020/21 (per Ende September). So soll der Umsatz um 11 bis 12 Prozent zulegen. Ausgeklammert sind dabei Währungseffekte sowie Zu- und Verkäufe. Zuvor hatte das Management ein Plus von 9 bis 11 Prozent angepeilt. Der Gewinn soll auf 6,1 bis 6,4 Mrd. Euro steigen. Bislang war Siemens von 5,7 bis 6,2 Milliarden Euro ausgegangen. Im dritten Quartal profitierte der Konzern von einer robusten Entwicklung bei seiner Medizintechniktochter Siemens Healthineers sowie dem Geschäft mit intelligenter Infrastruktur.
    • Im zweiten Quartal erzielte der Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer einen operativen Gewinn in Höhe von knapp 2,6 Mrd. Euro und damit rund elf Prozent weniger als vor einem Jahr. Unter dem Strich stand wegen erneuter Rückstellungen für mögliche Belastungen im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ein Verlust von gut 2,3 Mrd. Euro. Für 2021 stellt der Konzern einen Umsatz von etwa 44 Mrd. Euro in Aussicht nach bisher bestenfalls 43 Mrd. Als operatives Ergebnis (bereinigtes Ebitda) sollen davon rund 26 Prozent hängen bleiben und damit ein Prozentpunkt weniger als bislang kalkuliert. Der Chemie- und Pharmakonzern hat angekündigt sich im Bereich Krebsforschung zu verstärken und für 1,5 Mrd. Dollar das US-Biotechnologieunternehmen Vividion zu übernehmen.
    • Der Autozulieferer und Elektronikkonzern Continental knabbert am Mangel an Mikrochips. Die Hannoveraner konnten im zweiten Quartal einen Nettogewinn von 545 Mio. Euro erzielen, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 741 Mio. Euro angefallen war. Es konnten zudem zahlreiche neue Aufträge eingeholt werden. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern lag mit 711 Mio, Euro und einer Marge von 7,2 Prozent deutlich über den Schätzungen von Analysten. Zwischen April und Juni legte der Umsatz um fast die Hälfte auf 9,9 Mrd. Euro zu. Unsicherheit bringt jedoch nach wie vor die weltweite Knappheit bei Elektronik-Bauteilen. Conti-Chef Nikolai Setzer erklärte: „Insgesamt werden der Chip-Engpass sowie steigende Rohstoffpreise die Automobilindustrie im gesamten Jahr 2021 belasten.“
    • Nach einem guten Jahresstart hat der Logistikkonzern Deutsche Post im zweiten Quartal 2021 seinen Wachstumskurs fortgesetzt. Der Umsatz verbesserte sich um 22,2 Prozent auf 19,5 Mrd. Euro. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 2,1 Mrd. Euro nach 912 Mio. Euro vor Jahresfrist. Die EBIT-Marge verdoppelte sich nahezu auf 10,7 Prozent. Der Konzern bestätigt seine im Juli angehobene kurz- und mittelfristige Ergebnisprognose. Für das laufende Geschäftsjahr 2021 prognostiziert die Deutsche Post weiterhin ein Rekordergebnis von mehr als 7,0 Mrd. Euro.
    • Der Merck-Konzern hat erneut ein starkes Quartal verzeichnet. Insbesondere die Laborsparte verbuchte kräftigen Zuwachs, auch die Pharmasparte und der Halbleiterbereich zogen an. Das Management um Konzernchefin Belen Garijo erhöhte daher abermals die Jahresziele.
    • Der Konsumgüterkonzern Beiersdorf ist im ersten Halbjahr deutlich gewachsen. Der Umsatz stieg um 12,3 Prozent auf 3,9 Mrd. Euro. Treiber war einmal mehr das Klebstoffgeschäft Tesa, aber auch das Konsumentengeschäft mit der Marke Nivea legte deutlich zu. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) nahm gut ein Viertel auf 595 Mio. Euro zu.
    • Wacker Chemie hat im vergangenen Quartal unter anderem aufgrund einer starken Nachfrage aus der Solarindustrie einen Gewinnsprung erzielt. Bei einem Umsatzwachstum um 40 Prozent auf 1,5 Mrd. Euro habe sich das operative Ergebnis (Ebitda) im zweiten Quartal auf knapp 327 Mio. Euro verdreifacht, teilte das Unternehmen mit. Konzernchef Christian Hartel hatte im Juni einen operativen Gewinn von 300 bis zu 350 Mio. Euro in Aussicht gestellt. Unter dem Strich verdiente der Konzern 179 Mio. Euro nach 4,5 Mio. vor einem Jahr.
    • ProSiebenSat.1 hat im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen geschrieben. Bei der Vorlage der vollständigen Quartalszahlen meldete der Konzern einen Nettogewinn und bestätigte die bereits Mitte Juli genannten vorläufigen operativen Kennzahlen und auch den erhöhten Ausblick für das Gesamtjahr. „Neben der Erholung im Werbegeschäft haben wir auch in unserem Dating- sowie Commerce & Ventures-Geschäft im zweiten Quartal positive Entwicklungen gesehen", sagte ProSieben-Chef Rainer Beaujean. „Das zeigt, dass sich unsere Diversifizierungsstrategie auszahlt und wir hier den richtigen Weg in unserer Entwicklung zu einem Digitalkonzern gehen."
    • Der Online-Modehändler Zalando wird nach einem starken Quartal mit Blick auf den operativen Gewinn etwas zuversichtlicher. Der bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) werde jetzt in der oberen Hälfte der erwarteten Spanne von 400 bis 475 Mio. Euro erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Beim Umsatz werde weiter ein ein Anstieg um 26 bis 31 Prozent auf 10,1 bis 10,5 Mrd. Euro erwartet. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 34 Prozent auf 2,73 Milliarden Euro zu. Das operative Ergebnis ging um 13 Prozent auf 184 Mio. Euro zurück.
    • Symrise wird nach guten Geschäften rund um Haustiernahrung sowie Produkte für Hygiene zuversichtlicher für das Gesamtjahr. Das Management erwartet nun ein organisches Umsatzwachstum von mehr als sieben Prozent. Zuvor hatte der Duft-und Aromenhersteller einen Zuwachs von fünf bis sieben Prozent auf dem Zettel.
    • Für das laufende Jahr erwartet United Internet nun einen Umsatz von 5,6 Mrd. Euro. Bislang waren 5,5 Mrd. Euro in Aussicht gestellt worden. Das operative Ergebnis 2021 soll nun bei 1,25 Mrd. Euro statt 1,22 Mrd. Euro liegen.
    • Der Kupferkonzern Aurubis profitiert vom Trend hin zur Elektromobilität und der allgemeinen globalen Konjunkturerholung. Der Umsatz stieg im dritten Geschäftsquartal um 62 Prozent auf 4,66 Mrd. Euro. Als operativer Vorsteuergewinn blieben davon 83 Mio. Euro hängen, das ist fast doppelt so viel wie vor einem Jahr.
    • Der Spezialchemiekonzern Evonik hat im zweiten Quartal von einer starken Nachfrage und höheren Verkaufspreisen profitiert. Evonik steigerte den Umsatz und operativen Gewinn kräftig und hob den Ausblick für das Gesamtjahr an.
    • Der Halbleitertechnik-Zulieferer Süss Microtec profitiert von anhaltenden Investitionen in den 5G-Netzausbau. Der Umsatz des ersten Halbjahres stieg um knapp fünf Prozent auf 118,5 Mio. Euro. Vor Steuern und Zinsen verdiente das iUnternehmen mit acht Millionen Euro mehr als doppelt so viel wie noch im Vorjahr.

    Konjunktur & Politik

    • Fed-Gouverneur Christopher Waller hat sich bezüglich der Frage, ob ein digitaler Dollar das Zahlungssystem wirklich verbessern würde, skeptisch geäußert. Innovationen aus dem Privatsektor würden wahrscheinlich einen besseren Job machen als digitales Zentralbankgeld (CBDC), so Wallace.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ist in der Woche zum 31. Juli um 14.000 auf 385.000 gesunken, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten einen Rückgang auf 385.000 erwartet.
    • Das Defizit in der Handelsbilanz der USA betrug im Juni 75,75 Mrd. Dollar nach revidiert 70,99 Mrd. im Vormonat. Volkswirte hatten mit einem Defizit von 74,20 Mrd. Dollar gerechnet.
    • Der Gouverneur der Dallas-Fed, Robert Kaplan, fordert eine sukzessive Reduktion der Anleiheankäufe. Das würde der Fed mehr Flexibilität geben, geduldiger bei Zinserhöhungen zu sein. Bei weiteren Fortschritten am US-Arbeitsmarkt sei eine Anpassung der Ankäufe angemessen, so Kaplan. Er setze sich für eine schrittweise Reduktion ein.
    • US-Finanzministerin Janet Yellen erwartet, dass sich die Preisinflation bis Ende 2021 abschwächt. Die Inflationsraten würden dann auf ein Niveau sinken, das mit der Interpretation der Fed zu Preisstabilität vereinbar sei. Die aktuell hohe Inflation sei ein temporärer Effekt von Angebotsengpässen und Verschiebungen in der Ausgabennachfrage, so Yellen.
    • In den USA meldeten die Gesundheitsbehörden mehr als 100.000 Neuinfektionen. Das ist der höchste Anstieg binnen eines Tages seit sechs Monaten, wie eine Reuters-Zählung auf Basis offizieller Daten ergibt. Die Behörden registrieren demnach 105.867 Neuinfektionen. Damit steigt die Gesamtzahl auf mehr als 35,51 Mio. Die Zahl der Todesfälle legte um 537 auf 613.420 zu.
    • Die mexikanische Regierung will mehrere US-Waffenhersteller wegen fahrlässiger Geschäftspraktiken verklagen. Dabei sei Mexiko ein erheblicher Schaden entstanden. So sei den Waffenherstellern bewusst gewesen, dass ihre Geschäftsmethoden zu illegalen Waffenschmuggel nach Mexiko geführt haben.
    • Die US-Regierung hat ihren ersten Waffenverkauf an Taiwan genehmigt, ein potenzielles Geschäft im Wert von 750 Mio. Dollar, das von China mit Sicherheit abgelehnt wird. Laut einer Mitteilung des Außenministeriums an den Kongress sollen 40 neue Panzerhaubitzen des Typs M109 und fast 1.700 Bausätze zur Umrüstung von Projektilen in präzisere GPS-gesteuerte Munition an Taiwan verkauft werden.
    • Die Bank of England hält an ihrer lockeren Geldpolitik unverändert fest. Der Leitzins betrage weiterhin 0,10 Prozent, teilte die Notenbank nach der Sitzung des geldpolitischen Ausschusses mit. Auch das Kaufprogramm für Staats- und Unternehmensanleihen von insgesamt 895 Mrd. Pfund wurde bestätigt.
    • Das Bundesverfassungsgericht hat der Erhöhung des Rundfunkbeitrags auf 18,36 Euro im Monat vorläufig zugestimmt. Das gab das Gericht am Donnerstag bekannt. Es ging bei der Entscheidung um Verfassungsbeschwerden der öffentlich-rechtlichen Sender ARD, ZDF und Deutschlandradio gegen das Veto durch das Land Sachsen-Anhalt im vergangenen Jahr, den Beitrag um monatlich 86 Cent zu erhöhen. Sachsen-Anhalt habe die im Grundgesetz gesicherte Rundfunkfreiheit verletzt und damit verfassungswidrig gehandelt, weil es dem vereinbarten Staatsvertrag nicht zugestimmt habe, entschied Karlsruhe in recht eindeutigem Duktus. Es bestehe eine „konkrete verfassungsrechtliche Handlungspflicht jedes einzelnen Landes", um die Rundfunkfinanzierung sicherzustellen. Der erhöhte monatliche Rundfunkbeitrag gilt rückwirkend zum 20. Juli (Az. 1 BvR 2756/20 u.a.). Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU) hat sein Vorgehen in der Sache verteidigt. Allein die Debatte um die Erhöhung habe bei den Sendern schon positive Veränderungen gebracht, sagte er am Donnerstag. So hätten die Anstalten etwa bei der Verteilung von Gemeinschaftseinrichtungen als auch in der Programmplanung Ostdeutschland zuletzt deutlich mehr Raum gegeben. „Es hat sich sehr sehr viel in Bewegung gesetzt und ist auf dem richtigen Wege", meinte Haseloff.
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn appelliert eindringlich an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. „Impfen ist ein patriotischer Akt“, schrieb der CDU-Politiker am Donnerstag auf Twitter. „Man schützt nicht nur sich selbst, sondern uns als Gesellschaft.“ In Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) inzwischen gut 44,5 Mio. Menschen einen vollständigen Impfschutz. Das entspricht 53,6 Prozent der Gesamtbevölkerung. Mindestens eine Impfdosis haben über 51,6 Mio. Menschen erhalten. Das sind 62,1 Prozent der Gesamtbevölkerung.
    • Angesichts zunehmender Coronainfektionen in Israel ist ein erneuter Lockdown noch vor dem Monatsende nicht mehr unmöglich. „Derzeit würde ich keinen Lockdown verhängen“, sagte Nachman Ash, der Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, am Donnerstag im israelischen Militärrundfunksender.
    • Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes stiegen die Auftragseingänge im Verarbeitenden Gewerbe im Juni gegenüber dem Vormonat um 4,1 Prozent. Ohne Berücksichtigung von Großaufträgen wuchs das Ordervolumen insgesamt noch um 1,7 Prozent. Im Quartalsvergleich kam es im zweiten Quartal gegenüber dem ersten Quartal zu einem Auftragsplus in Höhe von 2,8 Prozent. Nach dem Rückgang im Mai zeigen sich die Auftragseingänge wieder deutlich aufwärtsgerichtet, kommentierte das Bundeswirtschaftsministerium. Treiber hierfür war insbesondere eine starke Inlandsnachfrage mit einem Puls von 9,6 Prozent, die von kräftigen Wachstumsbeiträgen in den Bereichen EDV und Optik sowie sonstiger Fahrzeugbau geprägt war. Die ausländische Nachfrage erhöhte sich hingegen etwas verhaltener um insgesamt 0,4 Prozent.
    • Die Zahl der Kurzarbeitenden in Deutschland ist im Juli deutlich gesunken, von 1,39 auf 1,06 Mio. Menschen, wie das ifo Institut am Donnerstag mitteilte. Das ist die niedrigste Zahl seit Beginn der Coronakrise im Februar 2020. Im Juli 2021 waren demnach noch 3,1 Prozent der abhängig Beschäftigten in Kurzarbeit, nach 4,1 Prozent im Vormonat. „Vor allem in den Branchen mit Corona-Lockerungen ging die Kurzarbeit erneut kräftig zurück“, sagt ifo-Umfrageexperte Stefan Sauer. „In der Industrie jedoch sehen wir erste Auswirkungen der Engpässe bei Vorprodukten und Rohmaterialien auf den Umfang der Kurzarbeit.“
    • Der preisbereinigte Umsatz im Verarbeitenden Gewerbe Deutschlands ist im Juni nach Mitteilung des Statistischen Bundesamts gesunken. Die Umsätze verringerten sich gegenüber dem Vormonat um 1,4 Prozent. Für Mai wurde ein Rückgang von revidiert 0,4 Prozent gemeldet. Im Vergleich zu Februar 2020, dem Monat vor dem Beginn der Einschränkungen durch die Corona-Pandemie in Deutschland, war der Umsatz um 6,7 Prozent niedriger.
    • Die Industrie- und Handelskammern haben per Ende Juli nach Angaben des DIHK rund 195.000 neue Ausbildungsverträge in den Bereichen Industrie, Handel und Dienstleistung abgeschlossen. „Damit liegen wir knapp über den Zahlen des Vorjahres", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Peter Adrian, der "Neuen Osnabrücker Zeitung".
    • Seit Beginn der Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen auf mehr als 200 Mio. angestiegen, wie aus Daten der John Hopkins Universität in Baltimore hervorgeht. Die Zahl der bestätigten Todesfälle nach einer Infektion liegt bei 4,25 Mio. - doppelt so viele wie noch Ende Januar. Experten gehen allerdings von einer hohen Dunkelziffer aus.
    • Die US-Regierung plant, dass künftig alle ausländischen Bürger, die einreisen wollen, vollständig gegen das Coronavirus geimpft sein müssen. Die Anforderung sei Teil der Bemühungen, die Reisebeschränkungen schrittweise zu lockern, sagte ein Beamter des Weißen Hauses.

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