Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Die SMA-Aktie ist seit dem Erreichen ihres Mehrjahreshochs am 17. Mai um rund ein Drittel eingebrochen. Analyst Sven Diermeier von Independent Research sieht hierfür mehrere Faktoren als verantwortlich an - u. a. Aktienverkäufe von Insidern und eine überraschend restriktivere Photovoltaik-Politik von China Chinesische Photovoltaik-Produzenten würden nun wieder verstärkt versuchen, ihre Produkte außerhalb des Heimatmarktes abzusetzen, was für zusätzlichen Preisdruck, vor allem bei Modulen, sorgen werde, so Diermeier.

PV-Wechselrichter seien technisch komplexer als Photovoltaik-Module, weshalb der Markt für Wechselrichter auch deutlich konzentrierter sei als der für Module, so der Analyst. Preisrückgänge sollte zudem die Nachfrage nach Photovoltaik-Produkten stimulieren. Kurzfristig könnte die überraschende China-Entscheidung auch die Geschäftsentwicklung von SMA belasten, mittelfristig sollte sie sich tendenziell aber positiv (Marktbereinigung) auswirken, prognostiziert Diermeier.

Die Analysten von Independent Research sehen das Unternehmen (u.a. Nettoliquidität per 31.03.18: 445 Mio. Euro) diesmal besser auf eine potenzielle Krise des Photovoltaik-Marktes vorbereitet. Zudem habe man nach einem Management-Gespräch ein tieferes Verständnis für die zukünftigen Vorhaben des Unternehmens erhalten, schließt Diermeier.