US-Starinvestor Warren Buffett beschreibt im aktuellen Jahresbericht seiner Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway seine Strategie für antizyklische Börsengewinne. Grundlage ist die Erkenntnis, dass es an den Aktienmärkten immer wieder zu riesigen Kursverlusten oder gar Crashs kommt.

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Während Privatanleger bei stark sinkenden Kursen oft panisch verkaufen, macht Warren Buffett das Gegenteil: Er begreift die stark gesunkenen Kurse bei qualitativ hochwertigen Aktien als günstige Einstiegsgelegenheit. Denn früher oder später, das zeigt die Geschichte eindrucksvoll, erholen sich die Aktienmärkte wieder und steuern neue Hochs an.

Bereits vor Jahren hat Warren Buffett seine Strategie für antizyklische Börsengewinne so beschrieben:

Ich werde Ihnen sagen, wie man reich wird. Schließen Sie die Tür: Seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind und seien Sie gierig, wenn andere ängstlich sind.

Wann es zu großen Crashs an den Aktienmärkten kommt, lässt sich nicht zuverlässig vorhersagen, wie Buffett im aktuellen Jahresbericht schreibt:

Niemand kann Ihnen sagen, wann ein solches Trauma auftritt – weder ich, noch Charlie [Munger], keine Wirtschaftswissenschaftler und nicht die Medien. Meg McConnel von der New York Fed hat die Realität von Paniken zutreffend beschrieben: ‚Wir verbringen viel Zeit damit, nach systemischen Risiken zu suchen, aber eigentlich finden die Risiken eher uns [als wir die Risiken].‘“

Auch wenn man Crashphasen nicht vorhersagen kann, weiß Warren Buffett genau, wie sich Investoren in solchen Phasen verhalten sollten:

Während solcher Phasen von Angst sollte man zwei Dinge nie vergessen: Erstens ist weitverbreitete Angst Dein Freund, weil sie Käufe zu Schnäppchenpreisen ermöglicht. Zweitens ist persönliche Angst Dein Feind. Sie wird auch unberechtigt sein. Investoren, die hohe und unnötige Kosten vermeiden und einfach für eine längere Zeit Aktien großer und konservativ finanzierter amerikanischer Unternehmen besitzen, werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gut abschneiden.

Warren Buffett vergleicht die Phasen stark fallender Kurse mit einem Goldregen, der auf die mutigen Investoren niedergeht:

Ungefähr jede Dekade werden dunkle Wolken den ökonomischen Himmel verdunkeln, und dann wird es kurzzeitig Gold regnen. Wenn Niederschläge von solcher Art auftreten ist es entscheidend, dass wir nach draußen rennen [um das Gold aufzusammeln], und zwar mit Badewannen und nicht mit Teelöffeln. Und das ist es, was wir tun werden.

Oder anders ausgedrückt: Wenn die Kurse ins Bodenlose gefallen sind, ist der Zeitpunkt gekommen, um mit möglichst großen Beträgen in den Aktienmarkt einzusteigen. Der vorausschauende Investor sorgt schon in den Phasen steigender Kurse dafür, dass er bei der nächsten Krise genügend Liquidität in der Hinterhand hat, um wieder in den Markt einzusteigen. Denn die Erholung kommt irgendwann – garantiert!

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