• Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.160,12 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Vorhersage von Regenfällen in wichtigen Anbaugebieten Südamerikas hat gestern den Sojabohnenpreis belastet. Er schloss im Januar-Kontrakt bei 1.153 US-Cent je Scheffel und war im Handelsverlauf sogar bis auf 1.143 US-Cent abgesackt, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Wenn es zu den angekündigten weitflächigen Niederschlägen in Brasilien komme, könnte dies die Entwicklung der jungen Sojapflanzen begünstigen, die bisher unter der Trockenheit zu leiden gehabt hätten – schon die Aussaat habe sich deswegen verzögert. Bereits am Dienstag hätten einige Analysten, darunter Datagro, ihre Prognose für die brasilianische Ernte 2020/21 angehoben. Die meisten Schätzungen lägen nun bei 134 bis 135 Millionen Tonnen, leicht über USDA und IGC mit 133 Millionen bzw. 133,5 Millionen Tonne, heißt es weiter.

„Im November hatte die Trockenheit in Brasilien – neben Abwärtsrevisionen der US-Ernte und der starken chinesischen Nachfrage – maßgeblich zum Preisanstieg auf ein Viereinhalbjahreshoch von 1.200 US-Cent je Scheffel beigetragen. Die kurzfristig orientierten Marktteilnehmer begannen zwar schon Ende Oktober, ihre zuvor massiv ausgeweiteten Netto-Long-Positionen zu reduzieren. Noch immer liegen sie aber auf sehr hohem Niveau. Ein umfassender Abbau als Folge eines Stimmungsumschwungs könnte für weiteren Preisdruck sorgen. Doch auch bei einer rekordhohen brasilianischen Ernte dürfte der Sojabohnenmarkt 2020/21 defizitär sein. Dies begünstigt über die nächsten Monate weiterhin hohe Notierungen“, so Helbing-Kuhl.

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