Washington/ Peking (Gomode-Trader.de) - Im Vorfeld der Ende dieser Woche stattfindenden Handelsgespräche zwischen China und den USA zur Überprüfung des Phase-I-Abkommens nehmen Chinas Importe von Agrarprodukten aus den USA zu.

Laut den wöchentlichen Daten des US-Landwirtschaftsministeriums USDA stiegen die Maisexporte in der Woche bis zum 6. August auf 1,15 Mio. Tonnen, und verdoppelten sich im Vergleich zur Vorwoche damit nahezu. China steht mit einem Importvolumen von 264.000 Tonnen an vorderster Front.

Auch die Sojaexporte stiegen von 558.000 auf 636.000 Tonnen, wovon fast 140.000 nach China geliefert wurden. Im gesamten Juli soll China mehr als 10 Mio. Tonnen Sojabohnen eingeführt haben. Allerdings stammen die Bohnen noch immer mehrheitlich aus Brasilien.

Gestern gab es auch Berichte, dass trotz schwelender Spannungen zwischen den beiden Ländern chinesische Käufer mindestens sechs US-Ladungen Sojabohnen zur Verschiffung im späteren Verlauf des Jahres vorzeitig aufkauften. Auch in Zukunft dürfte China weiter hohe Mengen importieren müssen, denn nach der Schweinepest sind Fleischersatzprodukte aus Soja stark nachgefragt.

Schließlich zeigt der jüngste Erntebericht des USDA, dass sich 71 Prozent der US-Maisernte in gutem bis ausgezeichnetem Zustand befindet, etwas weniger als in der Vorwoche. In der gleichen Phase des letzten Jahres wurde allerdings nur eine Menge von 57 Prozent in dieser Kategorie gesehen.
Bei Sojabohnen werden 74 Prozent der US-Ernte als gut bis exzellent eingestuft, was einen leichten Anstieg gegenüber der Vorwoche bedeutet und deutlich über der Zahl von 54 Prozent zum gleichen Zeitpunkt des Vorjahres liegt. In der Folge besteht auf dem Weltmarkt kein Mangel und die Notierungen für Sojabohnen könnten fallen.