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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Bereits am Freitag war die US-Flächenverteilung Thema unserer „TagesInfo Rohstoffe". Ende der Woche hat sich auch das US-Landwirtschaftsministerium USDA dazu geäußert. Auch wenn es lediglich einige Tabellen mit Annahmen für seine Anfang 2021 anstehenden Zahnjahresprognosen veröffentlichte, geben diese doch bereits einigen Aufschluss, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der Montagsausgabe des täglichen Newsletters schreibt.

Das USDA gehe davon aus, dass 2021/22 90 Millionen Morgen mit Mais bestellt werden, eine Million Morgen weniger als zuletzt. Dagegen solle eine größere Fläche mit Sojabohnen – 89 Millionen nach 83,1 Millionen Morgen – und mit Weizen – 46 Millionen nach 44,3 Millionen Morgen – bebaut werden, heißt es weiter.

„Die Preisrelation der beiden jahreszeitlich und regional konkurrierenden Produkte Mais und Sojabohnen hat sich im laufenden Jahr zugunsten letzterer verschoben. Vergangene Woche stieg der Preis erstmals seit Mitte 2016 über 1.100 US-Cent je Scheffel. Neben Abwärtsrevisionen der US-Ernte und zu trockener Witterung in Südamerika ist die hohe chinesische Nachfrage der wichtigste Grund dafür. Denn während des Wiederaufbaus der Schweinebestände in professionellen Einheiten steigt der Futterbedarf“, so Helbing-Kuhl.

Jüngste Daten unterfütterten dies: Chinas Zollbehörde habe am Wochenende gemeldet, dass die Sojabohnenimporte im Oktober mit 8,7 Millionen Tonnen 41 Prozent höher als im Vorjahr gewesen seien. Im September seien es allerdings sogar fast zehn Millionen Tonnen gewesen. Noch immer dürfte der größte Teil aus Brasilien gekommen sein, heißt es weiter.

„Aber der US-Anteil dürfte etwas steigen. Denn aktuell macht sich bemerkbar, dass in Brasilien die Ware zur Neige geht. Dies hat zu dem skurrilen Ergebnis geführt, dass Brasilien trotz seiner Rekordernte Sojabohnen für die heimische Verwendung fehlen. Laut der Ölsaatenvereinigung Abiove dürften daher dieses Jahr eine Million Tonnen Sojabohnen importiert werden, aus den Mercosur-Partnerländern, aber wegen einer zeitweisen Zollreduktion auch aus anderen Ländern. Sogar aus den USA ist bereits ein Schiff unterwegs“, so Helbing-Kuhl.

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