• Soja - ISIN: US12492A1079
    Börse: ARIVA Indikation / Kursstand: 1.429,09 US¢/bu.

Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Gestern war dem Sojabohnenpreis noch ein kleiner Anstieg gelungen, heute Morgen notiert er leicht im Minus. Seit Monaten bewegt sich der Sojabohnenpreis unter Schwankungen auf hohem Niveau quasi seitwärts. Tatsächlich gibt es derzeit mehrere Aspekte, die mittelfristig die Lage am Sojabohnenmarkt nicht unwesentlich beeinflussen werden, noch aber wenig absehbar sind, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Dazu gehörten die Entscheidungen der US-Landwirte zur Flächenaufteilung für die Ernten 2021/22. Gestern sei eine weitere Umfrage hierzu erschienen, dieses Mal vom Farm Futures Magazin. Die Sojabohnenfläche dürfte demnach mit 88,5 Millionen Morgen (plus 6,5 Prozent) leicht unter der USDA-Annahme bleiben. Wie eine Umfrage von Pro Farmer lasse sie dagegen mit 93,6 Millionen Morgen (plus drei Prozent gegenüber dem Vorjahr) eine etwas höhere Maisfläche erwarten als sie das USDA in seiner ersten Schätzung auf der Prognosekonferenz im Februar angesetzt habe. Es wäre zudem die größte Maisfläche seit 2016, heißt es weiter.

„Bis die Saat im Boden ist, dauert es noch eine ganze Weile und die Witterung bleibt als Thema sowieso ein Dauerbrenner. Bisher sind die Aussichten für die Aussaat recht gut, in einigen südlichen Staaten hat die Maisaussaat schon begonnen. Landesweit richtig Fahrt aufnehmen wird sie aber erst im April, die Sojabohnenaussaat sogar erst im Mai“, so Helbing-Kuhl.

Eine weitere Unsicherheit bringe das neue Auftreten der Afrikanischen Schweinepest in China und auch bereits wieder in anderen asiatischen Ländern wie Vietnam. Zum ersten Mal sei sie zudem in Malaysia aufgetreten. Zwar seien die Fälle noch vereinzelt, doch gerade gestern habe China einen neuen Fall in der Provinz Xinjiang gemeldet, wo auf einer Farm über die Hälfte des Bestands verendet sei. Eine weitere Verbreitung könnte die Futternachfrage in Asien und damit auch die Importnachfrage nach Futtermitteln oder deren Ausgangsprodukten empfindlich treffen, heißt es weiter.

„Ein positiver Faktor für den Sojabohnenpreis ist dagegen die absehbare Biokraftstoffpolitik der neuen US-Regierung, die auf mehr Biodiesel setzt. Davon sollte auch Sojaöl als einer der Ausgangsstoffe profitieren. Dagegen wirkte der zuletzt wieder stärkere US-Dollar preisbelastend“, so Helbing-Kuhl.

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