Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die brasilianische Prognosebehörde Conab hat ihre Prognose für die laufende Sojabohnenernte in Brasilien ebenfalls nach unten revidiert, allerdings deutlich weniger als andere Marktbeobachter zuvor. Conab geht nun von 118,8 Millionen Tonnen aus. Bislang lag die Prognose bei 120,1 Millionen Tonnen, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

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    Die nur geringe Abwärtsrevision von Conab habe gestern auf den Sojabohnennotierungen gelastet. Diese hätten um zwei Prozent auf gut 900 US-Cent je Scheffel nachgegeben, heißt es weiter.

    „Das brasilianische Beratungsunternehmen Agroconsult kürzte dagegen seine Prognose um 5,2 Millionen auf 117,6 Millionen Tonnen. Conab dürfte mit seiner Einschätzung zu optimistisch liegen und die Prognose im kommenden Monat weiter nach unten korrigieren. Eigentlich hätten heute neue USDA-Ernteschätzungen veröffentlicht werden sollen. Aufgrund der Haushaltssperre wird daraus allerdings nichts“, so die Commerzbank-Analysten.

    Laut einer Reuters-Umfrage werde bei US-Sojabohnen im ersten Quartal des Erntejahres aufgrund des Einbruchs bei den Exporten infolge des Handelskonflikts mit einem massiven Lageraufbau gerechnet, heißt es abschließend.