Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Die Zollspirale zwischen den USA und China dreht sich weiter. Das wichtigste US-Agrarprodukt, Sojabohnen, unterliegt aber schon seit Juli bei der Einfuhr nach China einem Strafzoll von 25 Prozent, wie die Analysten der Commerzbank im aktuellen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben.

    China versuche, insbesondere mit einer Umstellung der Futterrationen den Bedarf im Land zu senken, um sich weitgehend unabhängig von US-Ware zu machen. Die Sorge, dass der Handelskonflikt noch lange anhalte, belaste gemeinsam mit der US-Rekordernte und guter Witterung zur Aussaat in Brasilien den Sojabohnenpreis, heißt es weiter.

    „Er schloss gestern bei 814 US-Cents je Scheffel so niedrig wie zuletzt vor fast zehn Jahren. Das Analysehaus Informa Economics erwartet eine starke Verschiebung in den US-Anbauflächen: Die Maisfläche soll von jetzt 89 Millionen auf 93 Millionen Morgen 2019/20 steigen, die Sojabohnenfläche von 89,6 auf 82,3 Millionen Morgen sinken“, so die Commerzbank-Analysten.