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Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Das US-Landwirtschaftsministerium USDA hat seine Prognose für die US-Maisernte in diesem Jahr geringfügig auf gut 15 Milliarden Scheffel nach oben revidiert. Grund hierfür war ein etwas höher angesetzter durchschnittlicher Flächenertrag. Im Vorfeld befragte Analysten und Marktteilnehmer hatten dagegen mit einer leichten Abwärtsrevision gerechnet , wie Commerzbank-Analyst Carsten Fritsch in der aktuellen Ausgabe von „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Auch bei Sojabohnen sei es aufgrund eines höheren Ertrags zu einer Aufwärtsrevision der Ernteprognose auf 4,45 Milliarden Scheffel gekommen. Die Anhebung sei damit noch stärker ausgefallen als im Vorfeld erwartet worden sei. In der Folge der besseren Ernten erwarte das USDA auch höhere Lagerbestände von Mais und Sojabohnen am Ende des vor gut einem Monat gestarteten Erntejahres 2021/22. Bei Mais sollen sie auf 1,5 Milliarden Scheffel steigen, was knapp 100 Millionen Scheffel über der bisherigen Prognose liege, heißt es weiter.

„Noch deutlicher fiel die Aufwärtsrevision bei den US-Sojabohnenvorräten aus. Diese sollen Ende 2021/22 bei 320 Millionen Scheffel liegen und damit 135 Millionen Scheffel höher als bislang erwartet. Darin berücksichtigt ist allerdings jeweils auch das höhere Anfangsniveau der Lagerbestände, das vom USDA Ende September berichtet wurde“, so Fritsch.

Die US-Weizenlagerendbestände würden vom USDA bei 580 Millionen Scheffel gesehen, was etwas unter der bisherigen Prognose liege. Der Weizenmarkt bleibe angespannt. Die weltweiten Weizenvorräte sollten Ende 2021/22 auf gut 277 Millionen Tonnen fallen (bislang 283 Millionen Tonnen). Die Weizenbestände in den wichtigsten Exportländern sollen dann nur noch 49 Millionen Tonnen betragen (bislang 52 Millionen Tonnen), heißt es weiter.

„Der Sojabohnenpreis fiel im Anschluss an die Veröffentlichung auf ein Zehnmonatstief von weniger als 1.200 US-Cent je Scheffel. Auch Mais geriet unter Druck und rutschte bis auf 520 US-Cent je Scheffel ab. Der US-Weizenpreis hielt sich bei 730 US-Cent je Scheffel. Der EU-Weizenpreis sprang auf ein Neunjahreshoch von 273 Euro je Tonne“, so Fritsch.

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