Frankfurt (GodmodeTrader.de) - So schnell dürften sich die US-Sojabohnenausfuhren nach China nicht erholen. Zwar hat sich China im "Phase-1-Abkommen" verpflichtet, seine Käufe von Agrarprodukten in den USA massiv auszuweiten. Es behielt sich aber vor, darüber nach Marktgegebenheiten zu entscheiden, wie Commerzbank-Analystin Michaela Helbing-Kuhl im „TagesInfo Rohstoffe“ schreibt.

Und diese sprächen derzeit eher für Bestellungen in Brasilien. Denn US-Ware sei aktuell selbst dann teurer, wenn sie unter die ersten nun zugeteilten und von Strafzöllen freigestellten Importkontingente fiele. In Brasilien werde gerade eine rekordhohe Sojabohnenernte eingebracht und verladen - allerdings mit durch Starkregen bedingten Verzögerungen, heißt es weiter.

„Der schwache Brasilianische Real unterstützt die Wettbewerbsfähigkeit der brasilianischen Anbieter. Zwar wurden im bisherigen Saisonverlauf deutlich mehr Sojabohnen nach China verschifft als in der Vorjahresperiode. Derzeit stehen für das laufende Erntejahr aber nur noch Lieferungen nach China in Höhe von 293.000 Tonnen in den US-Büchern, was den Ausblick trübt. US-Landwirtschaftsminister Purdue erwartet aber ein Anziehen der chinesischen Nachfrage nach US-Sojabohnen ab dem frühen Sommer“, so Helbing-Kuhl.