Nach einem kurzen Ausflug in die Nähe des Jahreshochs bei 6.340 Punkten ist der DAX schon wieder deutlich zurück gekommen. Wird die ersehnte Sommer-Rallye jetzt also schon wieder abgeblasen?

Den Lesern des Antizyklischen Börsenbriefs hatten wir Anfang Mai geraten, in diesem Jahr eine ausgedehnte Sommerpause einzulegen. Seinerzeit hatte das für ein wenig Heiterkeit gesorgt. „So ein langer Urlaub?“, wunderte sich etwa Moderator Andreas Groß vom Deutschen Anlegerfernsehen.

Doch was ist seither passiert? Anfang Mai notierte der DAX bei rund 6.100 Punkten – und da stehen wir auch jetzt wieder, also ungefähr zwei Monate später.

Wer es gar nicht lassen kann, der sollte jetzt auf die grau eingezeichnete 50-Tage-Linie in der Abbildung oben achten. Sie fällt zusammen mit dem blau markierten Abwärtstrend, der jetzt zur Disposition steht. Solange die Kurse sich oberhalb dieser Zone bewegen, stehen die Ampeln auf grün.

Doch zu sommerlicher Euphorie besteht nicht der geringste Anlass: Dummerweise kommen mit dem Juli und dem August nun nämlich zwei Monate auf uns zu, die unter Börsianern nicht gerade den besten Ruf haben: Wenn draußen die Sonne vom Himmel lacht, dann pilgern sogar Börsenhändler schon mal ins Freibad oder an den nächsten Badesee, anstatt über Geschäftsberichten oder Aktienkursen zu brüten. Und dann ist ja auch der September nicht mehr weit – statistisch gesehen der schlechteste Börsenmonat überhaupt.

Allerdings, und jetzt kommt die gute Nachricht, hat die Zahl der Pessimisten zuletzt wieder um etwa fünf Prozent zugelegt. Aus antizyklischer Sicht gefällt uns das ganz gut. Solange die jetzt erreichten Unterstützungszonen im Bereich von 6.100 Punkten halten, dürfte der wachsende Pessimismus die Kurse unterstützen.

Unterm Strich wird die nervtötende Schaukelbörse also noch eine Weile anhalten - was manchem jetzt sogar ganz gelegen kommen dürfte: Es lohnt sich nämlich auch weiterhin, die Fußball-WM zu verfolgen. Man wird an der Börse nichts verpassen.

Besonders interessant könnte es jetzt übrigens beim Gold werden. In der Juli-Ausgabe des Antizyklischen Börsenbriefs, die in Kürze erscheint, werden wir uns mit dem Sektor ausführlich beschäftigen.

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Zum Autor:
Andreas Hoose ist Chefredakteur des Antizyklischen Börsenbriefs, einem Service der BörseGo AG, und Geschäftsführer des Antizyklischen Aktienclubs. Börsenbrief und Aktienclub, das komplette Servicepaket für die Freunde antizyklischer Anlagestrategien! Informationen finden Sie unter www.antizyklischer-boersenbrief.de und www.antizyklischer-aktienclub.de