Demnach fordern die Sozialdemokraten für Barzahlungen ein Limit von 5000 Euro.

Der 500 Euro-Schein soll ganz verschwinden, so der Vorschlag in einem Positionspapier der Arbeitsgruppe Finanzen. Im Verbraucher-Alltag spielen die großen Scheine praktisch keine Rolle, zumal sie von Geschäften meist gar nicht angenommen werden. Kriminelle dagegen lieben die großen Scheine, die eine hohe Wertdichte aufweisen...

Wenig überraschend muss die Kriminalität als Argument herhalten. Deutschland würde für Verbrecher aus dem Ausland unattraktiver, so die Behauptung. Somit könnte die Geldwäsche erschwert werden. Das ist sicher richtig - eine schrittweise Abschaffung des Bargelds ist aber auch vorzüglich dazu geeignet, die Überwachung der Bürger auszubauen.

Andere EU-Staaten haben für Barzahlungen bereits Obergrenzen eingeführt. In Italien, Frankreich und Portugal ist be 1000 Euro cash Schluss, in Griechenland sogar bei 500 Euro.

Die Union hält sich aktuell im Vergleich zur SPD noch zurück, sieht aber auch das Argument der Verbrechensbekämpfung. Es dürfte nur eine Frage der Zeit sein, bis man sich einigt.

Formal liegt der Ball bei der EZB, was die Abschaffung von Scheinen angeht. Diese wird sich aber, das kann man nach den Erfahrungen der letzten Jahre sagen, Wünschen der Regierungen eher nicht in den Weg stellen.