Aviva Investors rechnet mit einem über den Erwartungen liegenden Wachstum: Zwar bestehen weiterhin Unsicherheiten – die COVID-Pandemie kommt aber zu einem Ende. Die erfolgreiche Einführung von Impfprogrammen ermöglicht es den Volkswirtschaften, sich allmählich wieder zu öffnen. Die aufgestaute Nachfrage, der große Puffer an Ersparnissen und die anhaltende fiskal- und geldpolitische Unterstützung fördern zudem die wirtschaftliche Erholung.

Zwar besteht in einigen Ländern und Regionen die Sorge vor Virusmutationen und erneuten Schließungen – die Unternehmen und Haushalte haben sich aber bislang als erstaunlich widerstandsfähig und einfallsreich erwiesen und sich an die manchmal schnell wechselnden Umstände angepasst. Folglich hielten sich die Auswirkungen aufeinanderfolgender Viruswellen auf die Realwirtschaft in Grenzen.

Für die Jahre 2021 und 2022 rechnet Aviva Investors mit einer Fortsetzung der unterstützenden Geldpolitik: Diese beinhaltet einige jüngst eingeleitete Änderungen der weiteren Herangehensweise der Notenbanken. Letztere haben sich von der strikten Erreichung des Inflationsziels gelöst, was ihnen erlaubt ihre Politik länger locker zu halten. Der COVID-Reset hat außerdem zu einer starken Veränderung des finanzpolitischen Umfelds beigetragen. Viele Länder sind nun zu einer mutigeren und stärker interventionistischen Nachfragesteuerungspolitik übergegangen. Die USA sind das beste Beispiel dafür.

Michael Grady, Head of Investment Strategy und Chief Economist bei Aviva Investors, sagt: "In Anbetracht unserer starken Wachstumserwartungen sowie Risikoausgleichs bevorzugen wir eine Übergewichtung globaler Aktien, insbesondere in den US und UK-Märkten. Wir sind in Schwellenländeraktien leicht untergewichtet. Hier rechnen wir mit Gegenwind durch höhere US-Anleiherenditen, schwächere Lokalwährungen und eine straffere nationale Geldpolitik.

Höhere Renditen von Staatsanleihen spiegeln größtenteils bessere Wirtschaftsaussichten sowie eine steigende öffentliche Kreditaufnahme wider. Mit der Entscheidung die Zinsen nahe der effektiven Untergrenze zu halten, fixieren die Zentralbanken das kurze Ende der Renditekurven. Es gibt aber Spielraum für einen weiteren Anstieg der längerfristigen Renditen. Aus diesem Grund bevorzugen wir eine leichte Untergewichtung der Duration.

Das Aufwärtspotenzial durch engere Credit Spreads scheint angesichts der bereits erfolgten Verengung begrenzt zu sein. Daher bevorzugen wir hier eine leichte Untergewichtung. Gegenüber Währungen sind wir überwiegend neutral eingestellt. Unsere zuvor leicht negative Einschätzung des US-Dollars ist dabei nun differenzierter – hier erwarten wir ein schnelleres Wachstum im Vergleich zu anderen Regionen."