Als die Corona-Pandemie über die Welt hereinbrach, rechnete kaum jemand damit, dass die Krise ausgerechnet zu einem Heimwerker- und Bauboom führen würde. Schließlich war der Bausektor von früheren Wirtschaftskrisen oft überproportional stark betroffen.

Doch die Corona-Krise war in dieser Beziehung einzigartig. Die Lockdowns führten auch in Deutschland dazu, dass sich viele Menschen den eigenen vier Wänden zuwandten und ein regelrechter Heimwerkerboom einsetzte. In den USA, wo traditionell viel mit Holz gebaut wird und sich während der Pandemie viele wohlhabendere Menschen aus den Ballungsgebieten aufs Land zurückzogen, setzte zudem ein regelrechter Bauboom ein.

Mit dem Bau- und Heimwerkerboom rechneten auch die Profis auf dem Holzmarkt nicht. Die Sägewerke, die aus den von der Forstwirtschaft angelieferten Rundhölzern Bauholz produzierten, stellten zu Beginn der Krise häufig den Betrieb ein. Das lag nicht nur an den Lockdowns, sondern auch daran, das viele Betreiber einen Nachfrageeinbruch wie während der Finanzkrise erwarteten.

Inzwischen hat der riesige Nachfrageüberhang dazu geführt, dass weltweit der Markt für Bauholz leergekauft wird. In den USA explodierten die Futures für geschnittenes Bauholz (Lumber Futures) geradezu. Im Vergleich zum Vorkrisenniveau hat sich der Preis mehr als verdreifacht.

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Lumber Futures

Neben dem Heimwerker- und Bauboom begünstigen zwei weitere Faktoren die stark steigenden Preise auf dem Holzmarkt: Zum einen haben Notenbanken und Regierungen viel Geld in die Wirtschaft und die Märkte gepumpt, was nicht nur auf dem Holzmarkt, sondern bei praktisch allen Rohstoffen zu eine anziehenden Inflation führen dürfte. Zum anderen könnte aus Klima- und Umweltschutzgründen die Holzproduktion in den kommenden Jahren und Jahrzehnten eher sinken als steigen.

Per ETF können auch Privatanleger indirekt von den stark steigenden Holzpreisen profitieren. Der iShares Global Timber & Forestry UCITS ETF (ISIN: IE00B27YCF74) investiert in 25 der weltweit größten Unternehmen aus der Holz- und Forstbranche. Die fünf größten Positionen im ETF sind derzeit die nordamerikanischen Holzproduzenten und Waldlandbesitzer West Fraser Timber, Rayonier REIT, Weyerhaeuser REIT und Potlatchdeltic sowie der schwedische Holz- und Papierproduzent Svenska Cellulosa. Es handelt sich um einen physisch nachbildenden ETF, der die Erträge ausschüttet. Die Gesamtkostenquote beträgt 0,65 Prozent p.a.

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iShares S&P Global Timber & Forestry UCITS ETF

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