Energie: Die Ölpreise geben am Morgen deutlich nach. Brent fällt um 1 USD auf gut 61 USD je Barrel, WTI auf 52,3 USD je Barrel. Für Abgabedruck sorgt ein erneuter unerwartet kräftiger Anstieg der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 4,9 Mio. Barrel, den das API gestern nach...

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Energie: Die Ölpreise geben am Morgen deutlich nach. Brent fällt um 1 USD auf gut 61 USD je Barrel, WTI auf 52,3 USD je Barrel. Für Abgabedruck sorgt ein erneuter unerwartet kräftiger Anstieg der US-Rohöllagerbestände in der letzten Woche um 4,9 Mio. Barrel, den das API gestern nach Handelsschluss berichtete. Zudem revidierte die US-Energiebehörde EIA ihre Prognose für den Anstieg der globalen Ölnachfrage in diesem Jahr um 160 Tsd. Barrel pro Tag nach unten. Dem stand eine ebenfalls reduzierte Prognose für die US-Ölproduktion gegenüber, was am Markt bislang aber keine Rolle spielt. Das liegt insbesondere an einer niedrigeren Ölproduktion am aktuellen Rand. So wurde die Produktionsschätzung für Mai von der EIA um 250 Tsd. auf 12,17 Mio. Barrel pro Tag reduziert. Dies könnte sich möglicherweise schon heute auch in einer niedrigeren Ölproduktion in den wöchentlichen Lagerdaten des US-Energieministeriums niederschlagen, wo die Produktion aktuell noch bei 12,4 Mio. Barrel pro Tag liegt. Unterdessen verdichten sich die Anzeichen, dass die OPEC ihre Produktionskürzungen beibehalten wird. Davon geht auch der Energieminister der Vereinigten Arabischen Emirate, al-Mazroui, aus. Zuvor hatten sich bereits der Energieminister Saudi-Arabiens und der Ölminister des Irak entsprechend geäußert. Die Verlängerung des Kürzungsabkommens um weitere sechs Monate dürfte ein Überangebot am Ölmarkt verhindern und eine Preiserholung im zweiten Halbjahr unterstützen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3H9A Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3H9H Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: In einem von höherem Risikoappetit geprägten Marktumfeld ist Gold gestern zeitweise auf 1.320 USD je Feinunze abgerutscht. Die Aktienmärkte zogen spürbar an und auch die Anleiherenditen legten zu, so dass Gold nur wenig gefragt war. Erst im späteren Handel holte es einen Teil seiner Verluste wieder auf. Heute Morgen steigt Gold allerdings im Zuge von Trump-Kommentaren (siehe Industriemetalle) auf 1.335 USD. Trump hat zudem innerhalb kürzester Zeit die US-Notenbank Fed wiederholt kritisiert und zu einer Zinssenkung gedrängt. Seiner Meinung nach seien die Zinsen „viel zu hoch“. Der Fed-Vorsitzende Powell hatte schon letzte Woche ein Umdenken der Fed angedeutet. Wir rechnen mit zwei Zinssenkungen bis zum Jahresende. Diese sollten Gold Auftrieb geben.

Palladium hat gestern zeitweise die Marke von 1.400 USD je Feinunze zurückerobert. Es wurde offensichtlich von den festen Industriemetallpreisen mit nach oben gezogen. Auch Platin legte zu. Beide Edelmetalle ignorierten dabei erneut schwache chinesische Autoabsatzzahlen. Gemäß Daten der China Passenger Car Association sind die Autoverkäufe im Mai im Vergleich zum Vorjahr um 12,5 % gefallen. Dies war bereits der zwölfte Monat in Folge mit negativen Vorjahresveränderungsraten. Die heute Morgen vom Verband der chinesischen Automobilproduzenten veröffentlichten Absatzdaten fielen sogar noch desaströser aus. Die chinesischen Käufer halten sich wegen der Handelsspannungen und Konjunktursorgen zurück. Die seit 1. April reduzierte Mehrwertsteuer hatte bislang keine positiven Auswirkungen auf die Autoverkäufe. Laut Verbandsangaben wurden die Preise in der letzten Woche weiter gesenkt, um Käufer anzulocken.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CU0E63 Long Gold-Future Faktor: 10
CJ7RLD Short Gold-Future Faktor: -10

Industriemetalle: Neue Trump-Kommentare im Handelsstreit mit China setzen den Metallpreisen heute Morgen leicht zu. Kupfer gibt daher auf 5.860 USD je Tonne nach. Laut eigenen Aussagen stemmt sich Trump persönlich gegen ein Abkommen mit China. Dieses würde es nur geben, wenn die chinesische Regierung zu den zuvor schon verhandelten Bedingungen zurückkehrt. Wir halten es für nicht sehr wahrscheinlich, dass China dazu bereit ist. Das angedachte Treffen zwischen Trump und Xi im Rahmen des G20-Gipfels Ende des Monats könnte daher ergebnislos verlaufen. Sollte Trump danach wie angedroht weitere Zölle gegen China verhängen, dürften die Metallpreise erneut unter Druck geraten.

Sowohl in Singapur als auch in China ziehen die Eisenerzpreise seit Wochenbeginn wieder deutlich an. In Singapur notiert der meistgehandelte Futures-Kontrakt (Fälligkeit Juli) heute bei gut 103 USD je Tonne. Sein Pendant in Dalian (Fälligkeit September) steigt auf umgerechnet 112 USD, der höchste Stand seit über fünf Jahren. Beflügelt werden die Preise durch die Erwartung, dass die jüngst angekündigten Stimulierungsmaßnahmen im Infrastrukturbereich auch zu einer höheren Eisenerznachfrage beitragen. Dass Brasilien im Mai wieder deutlich mehr Eisenerz exportiert hat (29 Mio. Tonnen gemäß Daten des Industrie- und Handelsministeriums, die größte Menge seit Januar), spielt offenbar keine Rolle.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7J Long Copper-Future Faktor: 5
CJ3D7R Short Copper-Future Faktor: -5

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