• Hasbro & Twitter nach guten Quartalszahlen gefragt
  • CSU-Politiker Weber will Nord Stream 2 stoppen
  • Tesla plant Roboter-Taxi-Service ab 2020
  • Bayer: DSW fordert Vertagung der Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat
  • Stahlwerte unter Druck
  • Wirecard unter Druck
  • Widerstand gegen Bankenfusion nimmt zu
  • Thomas Cook: Finanzinvestoren interessieren sich für Komplettübernahme
  • Steuereinnahmen wachsen im März
  • Samsung verschiebt Verkaufsstart von "Galaxy Fold"

DAX

  • Der deutsche Aktienmarkt ist wenig verändert in den Handel nach Ostern gestartet. Der DAX notiert zuletzt rund 0,20 Prozent im Minus bei 12.199 Punkten. Im Fokus der Anleger stehen eine Flut von Quartalszahlen in den USA . Wirtschaftsdaten sind dagegen heute rar gesät. Die Ölpreise legen deutlich zu, nachdem die USA Ausnahmen von Sanktionen gegen Öllieferungen aus dem Iran nicht mehr verlängern werden. Damit dürfte das globale Öl-Angebot deutlich zurückgehen, was heute die Ölpreise befeuert.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Kurznachrichtendienst Twitter hat im ersten Quartal beim Nutzerwachstum, dem Umsatz und dem bereinigten Gewinn die Erwartungen der Analysten übertroffen. Der Umsatz legte gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 665 Millionen Dollar auf 787 Millionen Dollar zu, während die Analysten nur mit 774 Millionen Dollar gerechnet hatten. Der bereinigte Gewinn je Aktie erhöhte sich von 0,16 Dollar auf 0,37 Dollar. Die Schätzungen hatten hingegen nur bei 0,15 Dollar gelegen. Der Nettogewinn erhöhte sich von 61 auf 191 Millionen Dollar. Die Zahl der monatlich aktiven Nutzer (monthly active users, MAUs) ist im ersten Quartal um neun Millionen gestiegen, während die Analysten einen Rückgang um vier Millionen erwartet hatten. Die Aktien legen vorbörslich um mehr als 6,5 Prozent zu.
  • Der Softdrinkhersteller Coca-Cola hat im ersten Quartal mehr verdient als erwartet. Der Nettogewinn legte von 1,37 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal auf 1,68 Milliarden Dollar im aktuellen Berichtszeitraum zu, wie der Konzern am Dienstag mitteilte. Der bereinigte Gewinn je Aktie erreichte 0,48 Dollar und lag damit über den Erwartungen von 0,46 Dollar. Der Umsatz erhöhte sich von 7,63 auf 8,02 Milliarden Dollar, während die Analysten 7,89 Millliarden Dollar erwartet hatten.
  • Der Spielehersteller Hasbro hat im ersten Quartal 2019 wieder schwarze Zahlen geschrieben. Nach einem Verlust von 112,5 Millionen Dollar im Vorjahreszeitraum wurde nun wieder ein Gewinn von 26,7 Millionen Dollar verbucht. Der Umsatz legte von um 2,3 Prozent auf 732,5 Millionen Dollar zu, während die Analysten eigentlich einen Umsatzrückgang auf 661,3 Millionen Dollar erwartet hatten. Die Aktien legen vorbörslich um mehr als 15 Prozent zu.
  • Tesla-Chef Elon Musk will bereits ab dem kommenden Jahr einen Taxi-Service mit autonom fahrenden Tesla-Fahrzeugen starten. Er gehe davon aus, dass ein solcher Service mindestens an einem Ort noch im kommenden Jahr starten könnte, sagte Musk. Tesla will zum einen eigene Fahrzeuge für den autonomen Kutschierservice einsetzen. Tesla-Besitzer sollen aber zudem auch ihre Fahrzeuge auf autonome Taxifahrten schicken können, wie die Pläne des bereits im Jahr 2016 vorgestellten "TeslaNetwork" vorsehen. Nach Einschätzung von Musk könnten auch die bereits verkauften Tesla-Fahrzeuge durch Software-Updates zu autonom fahrenden Fahrzeugen gemacht werden.
  • Amazon und Google haben sich in einem Streit um ihre Streaming-Gadgets geeinigt und wollen künftig auch Apps des jeweiligen Konkurrenten wieder auf den eigenen Geräten zulassen. So soll die offizielle Youtube-App in den kommenden Monaten wieder auf Amazons Fire TV verfügbar werden. Im Gegenzug soll auf Googles Chromecast-Geräten wieder ein Zugriff auf den Videoservice Amazon Prime möglich sein.
  • Stahlwerte haben am Dienstag mit Kursverlusten auf eine skeptische Studie der Investmentbank Jefferies reagiert. Angesichts des globalen Preisdrucks sieht Jefferies die Margen der Stahlhersteller unter Druck. Die Aktien von thyssenKrupp waren mit einem Abschlag von rund drei Prozent am Vormittag am DAX-Ende zu finden. In der zweiten Reihe geben auch die Papiere von Salzgitter deutlich nach.
  • Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) hat mit Blick auf die am Freitag stattfindende Hauptversammlung beim Pharma- und Chemiekonzern Bayer eine Vertagung der Abstimmungen über die Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat gefordert. Wegen der umstrittenen Monsanto-Übernahme, mit der sich Bayer einer Klagewelle ausgesetzt sieht, sei des den Aktionären "nicht möglich, eine abschließende, seriöse Entscheidung über die Entlastung von Vorstand und auch Aufsichtsrat zu treffen", sagte DSW-Hauptgeschäftsführer Marc Tüngler. "Es ist für die Aktionäre schlicht nicht möglich zu bewerten, ob die Übernahme von Monsanto langfristig wertvernichtend oder – wie die Verwaltung unermüdlich betont - wertschaffend wirken wird", so Tüngler weiter. "Eine Beschlussfassung in der aktuellen Phase würde das Verhältnis zwischen den Organen und den Aktionären langfristig und zusätzlich belasten. Alle Beteiligten wären gut beraten, die Entlastung auf spätere Hauptversammlungen zu vertagen", so Tüngler.
  • Ein von der Finanzaufsicht BaFin am 18. Februar verhängtes Leerverkaufsverbot für die Aktien des DAX-Konzerns Wirecard gilt ab heute nicht mehr. Die Aktien des Zahlungsdienstleisters reagieren darauf am Dienstag mit deutlichen Kursverlusten und notierten zeitweise mehr als vier Prozent im Minus.
  • Die Finanzinvestoren KKR und EQT interessieren sich offenbar für eine Komplettübernahme des britischen Reisekonzerns Thomas Cook. Dies berichtete der TV-Sender Sky am Wochenende unter Berufung auf Insider. Die Thomas-Cook-Aktien konnten am Dienstag zeitweise im vorbörslichen Handel um mehr als 20 Prozent zulegen und notieren nach Beginn des regulären Handels rund 14 Prozent im Plus.
  • Im Aufsichtsrat der Deutschen Bank wächst nach einem Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (FAZ) der Widerstand gegen eine Fusion mit der Commerzbank. Großaktionäre wie das Emirat Qatar, der Vermögensverwalter BlackRock und das chinesische Konglomerat HNA halten demnach eine Fusion für zu komplex, um erfolgreich sein zu können. Außerdem nehme man die Bedenken vieler Firmenkunden, die sich gegen einen Zusammenschluss ausgesprochen haben, im Aufsichtsrat ernst, heißt es. Laut FAZ will sich die Deutsche Bank spätestens am Freitag zum Stand der Fusionsgespräche äußern. Die Bankenaufsicht lege der Deutschen Bank unterdessen keine großen Steine in den Weg und sei bereit einen Großteil des "Badwill" der Commerzbank von rund 20 Milliarden Euro nach einem Zusammenschluss als Eigenkapital anzuerkennen.
  • Samsung hat den eigentlich für den kommenden Freitag geplanten offiziellen Verkaufsstart seines Smartphones "Galaxy Fold" verschoben. Das "Galaxy Fold" ist das erste Samsung-Smartphone mit faltbarem Bildschirm. Bei Testgeräten, die an Journalisten verteilt wurden, sind offenbar nach kurzer Zeit Bildschirmdefekte aufgetreten. Das Produkt soll nun noch einmal gründlich untersucht werden. Ein neuer Termin für den Verkaufsstart soll in den kommenden Wochen bekanntgegeben werden.
  • Die Staatsanwaltschaft in Tokio hat den ehemaligen Chef von Renault/Nissan, Carlos Ghosn, wegen unrechtmäßiger Verwendung von Firmengeldern angeklagt. Experten sehen darin die bislang schwerwiegendsten Vorwürfe.

Konjunktur & Politik

  • Die Zahl der Verkäufe von Neubauten in den USA ist im März um 4,5 Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet wurde hingegen ein Rückgang um 2,7 Prozent. Der Anstieg im Februar wurde unterdessen von 4,9 Prozent auf 5,9 Prozent nach oben revidiert. Auf das Jahr hochgerechnet (annualisiert) stiegen die Neubau-Verkäufe im März um 30.000 auf 692.000 Häuser, womit die Erwartungen von 649.000 verkauften Häusern übertroffen wurden.
  • Das Verbrauchervertrauen in der Eurozone hat sich im April nach vorläufigen Angaben überraschend eingetrübt. Der Index sank um 0,7 Punkte auf minus 7,9 Zähler, wie die EU-Kommission mitteilte. Erwartet wurde hingegen ein Anstieg um 0,9 Punkte auf minus 7,0 Punkte.
  • In den USA ist der FHFA-Hauspreisindex im Februar um 0,3 Prozent gegenüber dem Vormonat und damit weniger stark als erwartet gestiegen. Erwartet wurde ein Anstieg um 0,5 Prozent, nach einem Plus von 0,6 Prozent im Januar. Der FHFA-Hauspreisindex bildet die Verkaufspreise von Häusern ab, deren Hypotheken von Fannie Mae und Freddie Mac garantiert werden oder gekauft worden sind.
  • Die EU hat die Entscheidung der USA, Ausnahmen beim Öl-Embargo gegen den Iran zu streichen, kritisiert. Der Schritt sei bedauernswert, sagte eine Sprecherin der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini. Die USA hatten entschieden, Ausnahmegenehmigungen, die für acht Staaten gegolten hatten, ab dem 2. Mai nicht mehr zu verlängern. China hat unterdessen formell Protest bei den USA eingelegt. Die Volksrepublik befürchtet, dass der Schritt auch zu Unruhe im Nahen Osten und auf den Energiemärkten beitragen könne, heißt es.
  • US-Banken hängen europäische Institute einer Studie zufolge immer stärker ab. Während die nach Bilanzsumme zehn größten US-Banken ihren Nettogewinn im vergangenen Jahr um 88 Prozent auf umgerechnet 138 Milliarden Euro steigern konnten, stieg der Gewinn der europäischen Banken nur um 35 Prozent auf 52 Milliarden Euro, wie eine Studie der Unternehmensberatung Ernst & Young ergeben hat.
  • CSU-Politiker Manfred Weber will sich im Fall seiner Wahl zum Chef der EU-Kommission für einen Baustopp der besonders in den USA und in Osteuropa umstrittenen Ostsee-Pipeline Nord Stream 2 einsetzen. "Als Chef der EU-Kommission werde ich alle Vorschriften anwenden, um Nord Stream 2 zu blockieren", sagte Weber gegenüber der polnischen Zeitung "Polska Times".
  • EZB-Direktor Benoît Cœuré hat sich skeptisch zu einer möglichen Abmilderung der Negativzinsen für die Banken in der Eurozone geäußert. Mit Blick auf eine mögliche Staffelung der Negativzinsen, wonach die Strafzinsen nur noch bei höheren bei der EZB geparkten Beträgen anfallen würde, sagte Cœuré zur "Frankfurter Allgemeinen Zeitung": "Wenn wir etwas ändern, muss es einen geldpolitischen Grund dafür geben. Im Augenblick sehe ich das geldpolitische Argument für eine Staffelung nicht." Die Negativzinsen seien nicht das größte Problem der Banken, vielmehr sollten die Finanzinstitute ihre Kosten reduzieren, so Cœuré.
  • Griechenland will einen Kredit des Internationalen Währungsfonds (IWF) über 3,7 Milliarden Euro vorzeitig zurückzahlen. Griechenland beantragte bereits die Zustimmung des Euro-Rettungsschirms ESM, wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet. Länder wie Deutschland und die Niederlande befürchten, dass Griechenland durch die vorzeitige Rückzahlung auch versuchen könnte, die IWF-Kontrollen abzumildern.
  • Die Steuereinnahmen in Deutschland sind im März wieder gestiegen, nachdem im Februar ein Rückgang verzeichnet worden war. Im März legte das Steueraufommen (ohne reine Gemeindesteuern) um 4,3 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat auf rund 70,9 Milliarden Euro zu, wie aus dem am Dienstag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Allerdings war die Zunahme teilweise auf Sondereffekte zurückzuführen. "Mögliche Auswirkungen der konjunkturellen Abschwächung dürften erst im Laufe des Jahres sichtbar werden", schreibt das Finanzministerium.
  • Die USA werden Ausnahmen von Sanktionen gegen Öllieferungen aus dem Iran nicht mehr verlängern, sondern zum 2. Mai auslaufen lassen. Betroffen sind in Europa Italien, Griechenland und außerdem die Türkei, sowie weltweit China, Indien, Japan, Südkorea und Taiwan. Einige der Länder haben Ölimporte aus dem Iran bereits gestoppt.

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