„Auch wenn die Fed die Möglichkeit negativer Zinsen bislang verneint hat: Wir halten es angesichts des starken Konjunktureinbruchs durch die Corona-Krise für sehr wahrscheinlich, dass Negativzinsen auch in den USA bald zur Realität werden. Vor allem der Druck aus dem Weißen Haus deutet in diese Richtung. Sollten Negativzinsen zur Tagesordnung werden, könnte sich dies nachteilig auf Finanzwerte auswirken.

Vor allem Banken müssten ihren Nettogewinn reduzieren und könnten nicht mehr von der Zinsstrukturkurve profitieren. Zugleich dürfte diese Entwicklung die Wirtschaftserholung in den USA wesentlich beschleunigen und von den Aktienmärkten begrüßt werden. Dies hätte wiederum Auswirkungen auf Europa, aber auch auf die Schwellenländer. Wenn sich die wirtschaftliche Erholung schneller vollzieht, sind das sehr gute Nachrichten für Länder wie Mexiko, China und die Region Asien-Pazifik. Vor allem in Schwellenländern, die eher zyklisch aufgestellt sind, bieten sich Chancen.“