• Uber nähert sich der Profitabilität
  • Pinterest legt nach Zahlen um 18 % zu
  • Symrise hebt Umsatzprognose an
  • Siemens Gamesa senkt Ziele
  • Krones will oberes Ende der Prognosespanne erreichen
  • Pfeiffer Vacuum verbucht Rekordzahlen bei Umsatz und Auftragseingang
  • Streit zwischen USA und China belastet Aktienmärkte

Markt

  • Eine mögliche Zuspitzung des Konflikts zwischen den USA und China durch den Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan hat am Dienstag die Stimmung an den Aktienmärkten belastet. Nachdem sich am Nachmittag allerdings abgezeichnet hatte, dass China auf den Besuch wohl nur mit Drohgebärden reagieren würde, erholten sich die Aktienmärkte wieder.Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Minus von 0,23 Prozent bei 13.449,20 Punkten, nachdem er im Tief zeitweise bis auf 13.335,39 Punkte abgerutscht war. Unterdessen geht die Berichtssaison weiter. Während der Geschmacks- und Duftstoffhersteller Symrise seine Umsatzprognose für das Gesamtjahr angehoben hat, hat der Windkraftanlagenbauer Siemens Gamesa seine Ziele gesenkt. In den USA legten nach Zahlen die Aktien von Uber und Pinterest deutlich zu. Nach US-Börsenschluss berichten unter anderem AMD, Airbnb, PayPal und Starbucks über das zurückliegende Quartal.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmen & Branchen

  • Der Fahrdienstvermittler Uber nähert sich dem Ziel der nachhaltigen Profitabilität. Zwar schrieb das Unternehmen im zweiten Quartal einen Nettoverlust, dafür fielen aber das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit 364 Millionen Dollar sowie der Free Cashflow mit 382 Millionen Dollar positiv aus. Die Bruttobuchungen erhöhten sich um 33 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal auf einen Rekordwert von 29,1 Milliarden Dollar. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen einen Verlust von 1,32 Dollar je Aktie, nachdem im Vorjahresquartal wegen eines Sondereffekts ein Gewinn von 0,61 Dollar herausgesprungen war.
  • Die Aktien des Social-Network-Anbieters Pinterest können am Dienstag im vorbörslichen US-Handel um zuletzt rund 18 Prozent zulegen, obwohl das Unternehmen am Vorabend Zahlen veröffentlicht hat, die unter den Markterwartungen lagen. Pinterest steigerte den Umsatz um 9 Prozent auf 666 Millionen Dollar, während das Ergebnis von plus 69 Millionen Dollar auf minus 43 Millionen Dollar sank. Der Gewinn je Aktie betrug 0,11 Dollar und lag damit unter den Erwartungen von 0,18 Dollar. Beobachter führen die positive Kursreaktion darauf zurück, dass der Hedgefonds Elliott, der kürzlich eingestiegen war, in einem Brief seine Unterstützung des Unternehmens und des Managements zusicherte.
  • Der Erdölkonzern BP hat im zweiten Quartal dank der gestiegenen Ölpreise seinen Gewinn deutlich gesteigert. Der um Wiederbeschaffungskosten und Sondereffekte bereinigte Gewinn (eine bei Ölkonzernen gebräuchliche Kennzahl ähnlich dem Nettogewinn) belief sich auf 8,45 Milliarden Dollar, nach 2,798 Milliarden Dollar vor einem Jahr. Der Gewinn je Aktie lag mit 2,61 Dollar über den Erwartungen von 2,05 Dollar und der Umsatz mit 69,51 Milliarden Dollar über den Erwartungen von 58,66 Milliarden Dollar.
  • Der Abfüll- und Verpackungsanlagenhersteller Krones hat im zweiten Quartal einen Umsatz- und Gewinnanstieg verbucht. Der Umsatz erhöhte sich von 845,5 Millionen Euro auf 997,6 Millionen Euro. Die EBITDA-Marge legte von 7,2 Prozent auf 8,8 Prozent zu. Damit wurden jeweils auch die Erwartungen der Analysten übertroffen. Unter dem Strich erhöhte sich der Nettogewinn um 79 Prozent auf 43,1 Millionen Euro. Damit schnitt Krones bei allen Zahlen besser als von den Analysten erwartet ab. Für das Gesamtjahr wird weiter ein Umsatzanstieg von 5 bis 8 Prozent und eine EBITDA-Marge 8 bis 9 Prozent in Aussicht gestellt, wobei nun jeweils erwartet wird, dass das obere Ende des Zielkorridors erreicht wird.
  • Der Vakuumpumpen-Hersteller Pfeiffer Vacuum hat im ersten Halbjahr Rekordzahlen bei Umsatz sowie Auftragseingang und -bestand erzielt. Im zweiten Quartal legte der Umsatz um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 225 Millionen Euro zu, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT erhöhte sich um 13 Prozent auf 28,7 Millionen Euro. Unter dem Strich legte der Gewinn von 17,9 auf 20,4 Millionen Euro zu.
  • Der Geschmacks- und Duftstoffhersteller Symrise hat nach einem Umsatz- und Gewinnanstieg im ersten Halbjahr seine Ziele für das Gesamtjahr angehoben. "Vor dem Hintergrund der dynamischen Geschäftsentwicklung heben wir unsere Umsatzprognose an und streben für das laufende Geschäftsjahr ein organisches Umsatzwachstum von deutlich mehr als 7 Prozent an", sagte Symrise-Chef Heinz-Jürgen Bertram laut Pressemitteilung. Zuvor hatte das Unternehmen ein organisches Umsatzplus von 5 bis 7 Prozent in Aussicht gestellt. Die EBITDA-Marge wird bei 21 Prozent erwartet. Im ersten Halbjahr legte der Umsatz insgesamt um 18,5 Prozent und organisch um 10,2 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich um 15,7 Prozent auf 486 Millionen Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 16,6 Prozent auf 196 Millionen Euro.
  • Der Windkraftanlagenhersteller Siemens Gamesa hat nach einem schwachen dritten Geschäftsquartal seine Ziele für das Gesamtjahr nach unten geschraubt. Im dritten Geschäftsquartal verbuchte Siemens Gamesa einen Umsatz von 2,44 Milliarden Euro, nach 2,45 Milliarden Euro im Vorahresquartal. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (bereinigtes EBIT) verschlechterte sich von minus 151 auf minus 343 Millionen Euro. Unter dem Strich verbuchte das Unternehmen ein Nettoergebnis von minus 446 Millionen Euro, nach minus 314 Millionen Euro im Vorjahr. Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen nun eine bereinigte EBIT-Marge von minus 5,5 Prozent, nachdem zuvor minus 4 Prozent erwartet wurden. Die Umsatzveränderung soll am unteren Rand der bisherigen Spanne von minus 9 Prozent bis minus 2 Prozent liegen.

Konjunktur & Politik

  • Die Vorsitzende des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, ist trotz der chinesischen Proteste in Taiwan eingetroffen. Das Flugzeug der US-Spitzenpolitikerin landete am Nachmittag deutscher Zeit auf dem Inselstaat vor der Küste Chinas. China schickte zum Protest offenbar Kampfflugzeuge in die Luft und sperrte den Luftraum über der Taiwanstraße für zivile Flüge, sah aber zumindest bisher von anderen Maßnahmen ab.
  • Die US-Börsenaufsicht SEC hat Klage gegen 11 Personen wegen eines mutmaßlichen Betrugsschemas mit Kryptowährungen eingereicht. Die Beschuldigten sollen über eine Webseite auf illegale Weise 300 Millionen Dollar von Privatanlegern eingesammelt haben.
  • China hat die USA nach Angaben des chinesischen Außenministeriums erneut auf verschiedenen Kanälen vor den "gefährlichen" Folgen eines Besuchs der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan gewarnt. "Wenn die USA weiter auf diesem falschen Weg vorangehen, werden wir energische und resolute Maßnahmen ergreifen, um unsere Souveränität und territoriale Integrität zu sichern", sagte Außenamtssprecherin Hua Chunying.
  • Der Inspekteur des Heeres, Alfons Mais, hat in der Frage deutscher Waffenlieferungen an die von Russland angegriffene Ukraine Zurückhaltung angemahnt. "Bei der militärischen Unterstützung halte ich es für entscheidend, dass wir eine gewisse Balance halten. Ich habe darauf zu achten, dass das Heer in der Lage ist, unsere Kernaufträge erfüllen zu können - die Verteidigung des Landes und der Bündnispartner. Und das ist unter den aktuellen Rahmenbedingungen schon schwer genug", sagte Mais gegenüber "Zeit Online".
  • FDP-Generalsekretär Bijan Djir-Sarai hat ein Ende der Debatte über eine Übergewinnsteuer und einen stärkeren Fokus auf Entlastungen für die Mittelschicht und den Mittelstand gefordert."Es ist an der Zeit, die Debatte um die Übergewinnsteuer ein für alle Mal zu begraben. Wir sollten uns jetzt vielmehr darauf konzentrieren, die Menschen nachhaltig zu entlasten und unsere Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen", sagte Djir-Sarai der "Rheinischen Post". "Das gelingt, indem wir schleichende Steuererhöhungen - die sogenannte kalte Progression - abschaffen und damit die breite Mitte und den Mittelstand entlasten."

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