Die Auswahl zeigt bereits, worauf es in entscheidendem Maße ankommt: Auf die Diversifikation der Anlage. Im Folgenden haben wir wichtige Strategien aufgelistet, auf die erfahrene Anleger vertrauen:

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Aktien mit Dividenden

Vor allem im Frühjahr legen Unternehmen ihre Geschäftszahlen für das vergangene Jahr vor und schütten ihre Dividende aus. Ein guter Anlass, um als Anleger die Wahl zu treffen. Das Investieren in die dividendenstärksten Titel bestimmter Börsenindizes (Dividenden – Anlagestrategie) kann erfahrungsgemäß Renditen von 20% p. a. erreichen.

Big Player

Große Unternehmen sind häufig besser aufgestellt als kleinere. Sie können eine hohe Dividende ausschütten und stecken Krisen aufgrund ihres großen Finanzpolsters leichter weg. So ist der deutsche Aktienindex DAX eine beliebte Anlagekategorie.

Contrarian-Ansatz oder Antizyklische Strategie

Anleger, die sich für den „Contrarian-Ansatz“ entscheiden, wollen gegen den Strom schwimmen und antizyklisch handeln. Dieser Anlegertyp versucht also, stets entgegen der allgemeinen Marktstimmung zu handeln. Der Gedanke dahinter: Wenn alle zu steigenden Kursen kaufen, gehen dem Markt irgendwann die Käufer aus, weil die Preise zu hoch gestiegen sind. Verkauft die Masse der Anleger bei fallenden Kursen, kommt die Verkaufsneigung irgendwann zum Erliegen. Der antizyklische Anleger steigt also dann ein, wenn der Pessimismus am höchsten ist bzw. steigt bei der größten Euphorie wieder aus.

Growth- oder Wachstumsstrategie

Bei diesem Ansatz wird weniger die Analyse von Einzelunternehmen betrieben: Vielmehr setzt der Growth-Investor darauf, zukünftige Wachstumsmärkte frühzeitig zu erkennen. Aus diesen aussichtsreichsten Wachstumsbranchen werden dann Unternehmen herausgepickt, die aller Voraussicht nach den in Zukunft boomenden Markt dominieren werden. Growth-Aktien sind dementsprechend Aktien, an die hohe Erwartungen hinsichtlich des Gewinnwachstums geknüpft sind.

Hebelprodukte

Mit soliden Aktien fahren Anleger längerfristig hohe Renditen ein. Doch rund 10 Prozent des verfügbaren Kapitals können Anleger auch in gehebelte Produkte stecken. Damit steigen die Ertragschancen eines Wertes zum Beispiel um den Faktor 10.

Momentum-Strategie

Aufwärtstrends bei Aktiennotierungen bestehen aus Seitwärtsbewegungen und Beschleunigungsphasen, in denen die Kurse kräftig zulegen. Während die Seitwärtsbewegungen recht lange dauern können, sind die Beschleunigungsphasen oft nur von kurzer Dauer. Ziel der Strategie ist es, die Seitwärtsbewegungen auszusparen, hingegen aber im Zeitfenster der Kursgewinne investiert zu sein.

Saisonale Investments

„Sell in May and go away“, heißt eine alte Börsenweisheit. Tatsächlich ist statistisch belegt, dass die Sommermonate für Anleger lange Durststrecken sind, in denen der Kurs von Aktien oft durchhängt. Anleger können sich diesen Umstand zunutze machen und zum richtigen Zeitpunkt investieren.

Small-Cap-Anlagestrategie

Investieren Sie in bislang „unentdeckte“ Unternehmen mit viel versprechenden Zukunftsaussichten: Im Fokus der Small-Cap-Strategiestehen Unternehmen mit soliden Finanzen und einem etablierten Geschäftsmodell, die aber noch nicht von der breiten Masse entdeckt worden sind. Einem überschaubaren Risiko stehen hier interessante Chancen gegenüber.

Streuung

„Trage niemals alle Eier in einem Korb“, lautet eine alte Bauernweisheit, die auch an der Börse gilt: Eine breite Streuung des Depots über Anlagestile, Regionen und Anlageklassen senkt das Risikopotenzial. Gut laufende Aktien gleichen dann die Entwicklung weniger gut laufender Werte aus - die Wertentwicklung des Aktienkorbes fällt damit gleichmäßiger aus als die Entwicklung der in ihm enthaltenen einzelnen Aktien. Dieses Prinzip machen sich Aktienfonds zunutze: Sie investieren international, über verschiedene Branchen und in unterschiedlichen Anlageklassen.

Value-Ansatz

Hierbei handelt es sich um eine Strategie, die auf die Entwicklung von „werthaltigen“ Aktien setzt. Als werthaltig gelten Unternehmen, die über eine solide Marktstellung, hohe Renditen und eine kontinuierliche Gewinnentwicklung verfügen. Ziel der Strategie ist es, in diejenigen „werthaltigen“ Unternehmen zu investieren, die „unterbewertet“ sind und dementsprechend ein Kurssteigerungspotential versprechen.

3-Filter-Anlagestrategie

Drei Kriterien werden hierbei im Vorfeld einer Investition als Entscheidungsgrundlage herangezogen: Konstantes Gewinnwachstum, niedriges Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) und relative Stärke (Outperformer). Der US-Amerikaner James O’Shaughnessy dokumentierte in den 1990er-Jahren, dass die 3-Filter-Anlagestrategiezu denertragreichsten Investment-Anlagestrategien zählt.

Autor: Helge Rehbein