• BA: Arbeitslosigkeit steigt im Februar
    • Merkel will Lockdown bis Ostern verlängern
    • Eurozone: Inflationsrate stagniert
    • WHO: Ende der Pandemie nicht absehbar
    • NoCovid-Gruppe für deutlich mehr Corona-Tests
    • Altmaier deutet konkrete Öffnungsmöglichkeiten an
    • USA: Bereits 76 Mio. Impfdosen verabreicht
    • Marokko setzt Beziehungen zu deutscher Botschaft aus
    • IG Metall hat mit Warnstreiks begonnen
    • Hellofresh schafft es in die Gewinnzone
    • Teamviewer verstärkt sich in den USA
    • Studie: AstraZeneca auch bei Älteren wirksam
    • Beiersdorf droht Abstieg aus dem DAX

    DAX

    • Der deutsche Aktienmarkt hat sich am Dienstag weiter erholt, allerdings einen großen Teil der zwischenzeitlichen Gewinne bis zum Handelsende wieder abgegeben. Der DAX ging mit einem Plus von 0,19 Prozent bei 14.039,80 Punkten aus dem Handel und bewegte sich damit ein kleines Stück weiter in Richtung seines Rekordhochs von 14.169 Punkten. Die Situation an den Anleihemärkten ist für die Aktienbörsen vorerst nicht weiter beunruhigend. Die Rendite auf zehnjährige US-Staatsanleihen lag zuletzt deutlich unter der neuralgischen Marke von 1,5 Prozent. Überhaupt sind Sorgen vor steigender Inflation und in der Folge einem Anziehen der Zinsen aus Sicht von Experten aktuell unwahrscheinlich. In den nächsten Jahren sei nicht mit einer Vollauslastung der volkswirtschaftlichen Kapazitäten zu rechnen, was inflationsdämpfend wirke, sagte ein Marktanalyst. Wie zum Beweis berichtete das Statistikamt Eurostat heute über eine stagnierende Preisentwicklung in der Eurozone im Februar. Die Jahreskernrate der Verbraucherpreise, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, gab sogar deutlich nach. Die Kernrate spiegelt laut Ökonomen den längerfristigen Inflationstrend besser wider.

    Chartanalysen und Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Die US-Einzelhandelskette Target Corp. will über die nächsten Jahren 4 Mrd. Dollar jährlich investieren, um mehr Filialen zu eröffnen, bestehende zu modernisieren und seine Lieferkette auszubauen, um die während der Covid-19-Pandemie erzielten Marktanteilsgewinne zu festigen. Zuvor hatte das Unternehmen einen Umsatzsprung von 21 Prozent im Weihnachtsquartal verkündet und von einer robusten Nachfrage, insbesondere nach Haushaltswaren, Spielzeug und Lebensmitteln berichtet.
    • Der US-Videokonferenz-Dienst Zoom rechnet nach dem explosiven Wachstum in der Corona-Krise in diesem Jahr mit einem Fortsetzung dieser Entwicklung. Für das laufende Geschäftsjahr erwartet die Firma ein Umsatzwachstum von mindestens 42 Prozent. Im Ende Januar abgeschlossenen vergangenen Geschäftsjahr sprang der Umsatz von 623 Mio. auf 2,65 Mrd. Dollar hoch. Der Überschuss belief sich auf 671,5 Mio. Dollar nach 25 Mio. Dollar im Vorjahr.
    • Das US-Modeunternehmen Abercrombie & Fitch übertraf mit dem bereinigten Ergebnis je Aktie im Schlussquartal 2020 die Markterwartungen.
    • Die Facebook-Tochter Instagram reagiert auf den Livestream-Boom in Apps wie Zoom und Clubhouse mit einer neuen Funktion. In "Live Rooms" können bis zu vier Personen zusammen einen Videochat übertragen. Die Idee sei, damit zum Beispiel Talkshows, oder auch nur Unterhaltungen mit Freunden führen zu können, erläuterte die Plattform.
    • Der Tesla-Konkurrent NIO hat im vierten Quartal 2020 einen Verlust pro Aktie von 1,05 Yuan vermeldet, während Analysten mit einem Abschlag von 0,388 Yuan gerechnet hatten. Im Vorjahresquartal hatte das Unternehmen noch einen Verlust von 2,810 Yuan je Anteilsschein ausgewiesen.
    • Der Online-Handelsplatz Ebay und der norwegische Konkurrent Adevinta wollen die Genehmigung der Behörden für die geplante Übernahme von Ebay Kleinanzeigen durch die Norweger über Spartenverkäufe sicherstellen. Geplant sei, in Großbritannien die Plattformen Shpock, Gumtree und Motors.co.uk zu veräußern, teilten beide Unternehmen mit. Die britische Wettbewerbsaufsicht CMA hatte zuvor Bedenken hinsichtlich des Kaufs geäußert.
    • Der IT-Dienstleister Cancom will seinen Aktionären für das vergangene Jahr eine Dividende in Höhe von 0,75 Euro je Aktie zahlen. Das sind 50 Prozent mehr als das Unternehmen mit 0,50 Euro je Anteil für das Vorjahr ausgezahlt hatte.
    • Der Konsumgüterhersteller Beiersdorf („Nivea“, „Tesa“) ist derzeit der am niedrigsten bewertete DAX-Konzern. Am 3. März anlässlich der nächsten Überprüfung droht den Hamburgern nun der Rauswurf aus dem Leitindex. Als heißer Aufstiegskandidat gilt Siemens Energy. Erstmals gilt im Zuge der Index-Reform der Deutschen Börse ein Mix aus alten und neuen Regeln für die Überprüfung der DAX-Familie. Zwar wird das deutsche Börsenbarometer erst im September auf 40 Mitglieder aufgestockt, doch andere wesentliche Änderungen treten bereits nach und nach in Kraft. Eine davon ist, dass ein DAX-Kandidat zwei Jahre in Folge ein positives operatives Ergebnis (Ebitda) vorweisen muss. Die Umsetzung etwaiger Änderungen erfolgt zum Montag, 22. März.
    • Der Gabelstapler-Hersteller Kion will 2021 wieder wachsen. Die Erlöse sollen im laufenden Jahr von 8,3 auf 9,15 bis 9,75 Mrd. Euro zulegen, teilte das Unternehmen mit. Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) sieht das Unternehmen bei 720 bis 800 Mio. Euro, nach rund 547 Mio. Euro im Vorjahr. Damit würde Kion beim Umsatz das Jahr 2019 übertreffen, beim bereinigten operativen Ergebnis jedoch noch unter dem Niveau von 2019 zurückbleiben.
    • Die DZ Bank hat im vergangenen Jahr sowohl beim Vorsteuerergebnis als auch beim Überschuss Federn lassen müssen. Vor Steuern stand ein Gewinn von rund 1,46 (Vorjahr: 2,66) Mrd. Euro in den Büchern, unter dem Strich blieben 980 Mio. (Vj: 1,88 Mrd.) Euro. Für das laufende Jahr rechnet die Gruppe mit einem weiteren Rückgang. „Aufgrund der schwer abschätzbaren Folgen der Pandemie für das Wirtschaftsgeschehen gehen wir für 2021 von einem Ergebnis leicht unterhalb des Vorjahresniveaus aus", prognostizierte der Co-Chef des genossenschaftlichen Spitzeninstituts, Cornelius Riese, bei der Bilanzvorlage am Dienstag in Frankfurt.
    • Der Kochboxenversender Hellofresh hat es 2020 in die Gewinnzone geschafft. Unterm Strich erzielte der Berliner Konzern nach einem Verlust von 7,4 Mio. Euro im Vorjahr nun ein Ergebnis von 350,9 Mio. Euro. Der Umsatz verdoppelte sich und die Marge des bereinigten Ergebnisses (ber. Ebitda-Marge) stieg auf 13,5 Prozent. 2021 soll der Umsatz währungsbereinigt um 20 bis 25 Prozent zulegen. Zudem soll die Marge des bereinigten Ebitda um 9 bis 12 Prozent wachsen.Auch ungeachtet der Krise setzt Hellofresh-Chef Dominik Richter auf den langfristigen Erfolg seines Unternehmens: „Während die Pandemie im Laufe des Jahres hoffentlich abklingen wird, rechnen wir fest damit, dass Verbraucher auch weiterhin auf E-Commerce-Lösungen setzen werden, um Lebensmittel einzukaufen." Mahlzeiten zu Hause zuzubereiten und zu essen, hätten in 2020 eine ganz neue Bedeutung bekommen.
    • Der Autovermieter Sixt hat im vergangenen Jahr stark unter den Auswirkungen der Corona-Pandemie gelitten. Während der Konzernumsatz um rund 39 Prozent auf 1,53 Mrd. Euro einbrach, verbuchte Sixt beim Vorsteuerergebnis (Ebt) einen Verlust von 81,5 Mio. Euro, nachdem ein Jahr zuvor noch einen Vorsteuergewinn von 308,2 Mio. Euro erzielt werden konnte. Eine Prognose für 2021 wagt der scheidende Konzernchef Erich Sixt noch nicht. Aufgrund der hohen Unsicherheiten könne aktuell noch kein Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr gegeben werden. Derzeit sei nicht absehbar, wann die Nachfrage nach Mobilitätsdienstleistungen wieder an Dynamik gewinnen werde und in welchem Umfang touristische Reisen in diesem Jahr möglich sein werden, hieß es zur Begründung. Sixt zeigte sich „dennoch vorsichtig optimistisch", dass das Unternehmen nach dem Ende von Kontaktverboten und Reiserestriktionen wieder in einen Wachstumsmodus kommen werde.
    • Die Impfstoffe von AstraZeneca sowie von BioNTech/Pfizer erwiesen sich laut einer britischen Studie als effektiv. Beide Vakzine würden nach einer Dosis zu 60 % schützen, teilte die Gesundheitsbehörde NHS mit. Die Wirkung auf Krankenhausaufenthalte sei noch besser: Diese würden bei über 80-Jährigen um 80 Prozent sinken.
    • Der Softwareanbieter Teamviewer baut den Bereich Augmented Reality für die Industrie mit einer Übernahme in den USA aus. Die Göppingen haben das US-Unternehmen Upskill erworben. Upskill bietet Echtzeit-Schnittstellen über Datenbrillen und andere mobile Endgeräte, die unter anderem für Facharbeiter und Wartungsteams nützlich sein können, wie Teamviewer am Dienstag mitteilte. „Upskill ergänzt uns perfekt, da die Software in Branchen wie Luft- und Raumfahrt, Pharma & Life Sciences, Einzelhandel und Schadensmanagement in Versicherungen angewendet wird", sagte Teamviewer-Chef Oliver Steil. Den Kaufpreis nannte Teamviewer in seiner Pressemitteilung nicht.
    • Daimler und der schwedische Lkw-Hersteller Volvo arbeiten künftig per Joint Venture bei der Entwicklung von Brennstoffzellen-Antrieben für schwere Lastwagen zusammen. Das im vergangenen Jahr angekündigte Unternehmen, das Cellcentric heißen soll, wurde am Montag gegründet, wie Daimler Truck und die Volvo Group mitteilten. Volvo hat dazu für rund 600 Mio. Euro 50 Prozent der Anteile an der Firma Daimler Truck Fuel Cell gekauft, in der die Stuttgarter zuvor schon alle seine Brennstoffzellen-Aktivitäten zusammengeführt hatte.
    • Das Biotechunternehmen MorphoSys hat trotz der Corona-Pandemie im vergangenen Jahr besser abgeschnitten als selbst erwartet. Das Management rechnet nach vorläufigen Berechnungen für das Gesamtjahr 2020 mit einem Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) in Höhe von 27,4 Mio. Euro. Erwartet waren mit 10 bis 20 Mio. Euro deutlich weniger. Der Umsatz dürfte mit 327,7 Mio. Euro immerhin leicht über dem oberen Ende der Prognosespanne von 317 bis 327 Mio. Euro liegen.
    • Die IG Metall hat unmittelbar nach dem Auslaufen der Friedenspflicht ihre Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie begonnen. Kurz nach Mitternacht legten Beschäftigte im Bremer Mercedes-Werk, in Hamburg bei Airbus Operations, im Daimler-Werk in Berlin-Marienfelde oder bei Continental im rheinland-pfälzischen Rheinböllen die Arbeit kurzfristig nieder. Im Laufe des Tages sollen viele weitere Betriebe folgen, wie die Gewerkschaftsbezirke ankündigten.
    • Der Kabelhersteller Lapp erwartet weiter schwere Zeiten. Auch das laufende Geschäftsjahr werde von der Corona-Pandemie geprägt sein, sagte Vorstandschef Andreas Lapp am Dienstag. Man gehe nur von einer langsamen Markterholung aus. „Ich vermute, dass wir erst, wenn der Lockdown beendet und die Bevölkerung ausreichend durchgeimpft ist, einen nachhaltigen Aufschwung spüren werden.“ Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/20 per Ende September musste das Familienunternehmen im Jahresvergleich ein Umsatzminus von 7,7 Prozent auf 1,1 Mrd. Euro verkraften. Der Vorsteuergewinn sackte gar um 38,5 Prozent auf 29,7 Mio. Euro ab.

    Politik & Konjunktur

    • Die USA verhängen im Fall des inhaftierten Kremlkritikers Alexej Nawalny Sanktionen gegen Russland. Das teilten Vertreter der US-Regierung am Dienstag mit. Betroffen sind demnach unter anderem mehrere ranghohe Staatsfunktionäre. Die Strafmaßnahmen orientieren sich an den Sanktionen, die kurz zuvor von der EU auf den Weg gebracht wurden. Es sind die ersten Sanktionen der Amerikaner in diesem Fall seit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Joe Biden.
    • Das Repräsentantenhaus hat dem billionenschweren Hilfsprogramm des neuen US-Präsidenten Joe Biden bereits zugestimmt. Noch in dieser Woche solle nun der Senat darüber beraten, sagte der demokratische Mehrheitsführer, Chuck Schumer.
    • Wie aus einer Studie des Landesuntersuchungsamtes Rheinland-Pfalz hervorgeht, gibt es in Schulen praktisch kaum Übertragungen des Coronavirus von Kindern auf Lehrern. Selbst bei maskenlosen Unterricht sei kein entscheidender Anstieg von Covid19-Fällen zu beobachten gewesen.
    • Nach Meinung von Guo Shuqing, dem Chef der chinesischen Bankenaufsicht, haben sich in Europa und den USA Blasen gebildet, die "früher oder später" platzen werden, da sich in diesen Märkten die Asset-Preise gegenläufig zur Realwirtschaft entwickeln. Shuqing warnte allerdings auch vor den Risiken am chinesischen Immobilienmarkt, wo sich ebenfalls Blasen gebildet hätten.
    • Bundeskanzlerin Angela Merkel will den Corona-Lockdown in Deutschland erneut verlängern - dieses Mal bis zu den Osterferien, wie aus einer Beschlussvorlage vor dem Gipfel mit den Ministerpräsidenten am Mittwoch hervorgeht. Allerdings soll die 35er Inzidenz für Lockerungen aufgeweicht werden. Öffnungsschritte können erfolgen, auch wenn dieser Grenzwert nicht erreicht wird. Bereits ab Montag, den 8. März sollen auch weniger strenge Kontaktbeschränkungen gelten. Vor der neuen Bund-Länder-Runde hat der stellvertretende FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki Lockerungen für den Einzelhandel gefordert. Die Bundesregierung habe bisher erklärt, dass FFP2-Masken vor einer Infektion ausreichend schützten, also müssten sie auch in Geschäften des Einzelhandels schützen, sagte der Vizepräsident des Bundestags am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Deshalb gibt es keine logische Begründung mehr dafür, große Teile des Einzelhandels immer noch weiter im Lockdown zu belassen."
    • In der Eurozone lag die Inflationsrate im Februar wie schon im Vormonat bei 0,9 Prozent, wie die Statistikbehörde Eurostat nach einer ersten Schätzung am Dienstag mitteilte. Volkswirte hatten mit einer Jahresteuerung in dieser Höhe gerechnet. Im Dezember 2020 waren die Verbraucherpreise noch um 0,3 Prozent im Jahresvergleich gefallen. Im Vergleich zum Vormonat stiegen die Verbraucherpreise im Februar um 0,2 Prozent. Auch dies war erwartet worden. Die Jahreskernrate der Verbraucherpreise, bei der schwankungsanfällige Preise für Energie und Lebensmittel herausgerechnet werden, fiel hingegen von 1,4 Prozent im Vormonat auf 1,1 Prozent im Februar. Die Kernrate spiegelt laut Ökonomen den längerfristigen Inflationstrend besser wider.
    • Österreich will bei Impfstoffen gegen das Coronavirus nicht mehr auf die EU bauen. Die Europäische Arzneimittelagentur sei zu langsam bei den Zulassungen für Impfstoffe, erklärte Kanzler Sebastian Kurz am Dienstag. Österreich werde deshalb eng mit Dänemark und Israel bei der Erforschung und Produktion von Impfstoffen der zweiten Generation gegen mögliche Virus-Varianten zusammenarbeiten, so Kurz im Vorfeld eines für Donnerstag geplanten Israel-Besuchs. Er sei zwar froh, dass EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen so früh die Initiative für die Beschaffung von Impfstoff ergriffen habe, „wir müssen uns aber jetzt schon rechtzeitig auf weitere gefährliche Covid19 Mutationen vorbereiten", schrieb Kurz auf Twitter. Experten rechneten damit, dass jährlich rund sechs Millionen Österreicherinnen und Österreicher geimpft werden müssten. „Die Pandemie wird uns noch lange Zeit beschäftigen mit verschiedenen Mutationen."
    • In Deutschland haben mittlerweile fünf Prozent der Einwohner mindestens eine Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Das geht aus den Daten des Bundesgesundheitsministeriums hervor. 2,6 Prozent der Bevölkerung sind demnach bereits vollständig geimpft. Gestern wurden rund 180.000 Dosen verabreicht. Ab kommender Woche sollen neben den Impfzentren offenbar auch erste niedergelassene Ärzte Impfungen verabreichen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf ein Papier aus dem Bundesgesundheitsministerium.
    • Die EU-Kommission hat gegen die von der Bundesregierung beschlossenen Finanzhilfen zum Kohleausstieg Bedenken angemeldet. Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager sagte, staatliche Zahlungen an Energiekonzerne könnten gegen EU-Recht verstoßen. Der finanzielle Ausgleich, der den Anlagenbetreibern für den vorzeitigen Ausstieg gewährt werde, müsse auf das erforderliche Mindestmaß beschränkt werden.

    • Die Arbeitslosigkeit in Deutschland ist im Februar saisonuntypisch gestiegen. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit waren 2,904 Mio. Menschen ohne Job. Das sind etwa 4.000 mehr als im Januar und 509.000 mehr als im Februar 2020. Die Quote blieb unverändert bei 6,3 Prozent. In normalen Jahren sinkt die Arbeitslosigkeit in Deutschland im Februar im Vergleich zum Januar, weil erste negative Winter-Effekte um diese Zeit abklingen. „Einzelne Branchen spüren die Folgen des Lockdowns", sagte der Vorstandsvorsitzende der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele. In die Februar-Statistik flossen Daten ein, die bis zum 11. Februar erhoben wurden. Tatsächliche Daten zur Kurzarbeit stehen aktuelle nur bis Dezember 2020 zur Verfügung. Demnach wurde im letzten Monat des vergangenen Jahres für 2,39 Mio. Menschen Kurzarbeitergeld gezahlt.
    • Nach dem Brexit-Vollzug ist der Handel zwischen Deutschland und Großbritannien weiter eingebrochen. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sanken die Exporte von Deutschland aus im Vergleich zum Vorjahresmonat um 30 Prozent. Grund dafür seien vor allem die Auswirkungen des vollzogenen Brexits, hieß es. Im vergangenen Jahr waren die Exporte nach Großbritannien wegen der Corona-Pandemie bereits um rund 15 Prozent zurückgegangen. Zuletzt waren auch die Ausfuhren aus Großbritannien in die Europäische Union deutlich geschrumpft.
    • Die Weltgesundheitsorganisation WHO hält ein Ende der Corona-Pandemie noch in diesem Jahr für unrealistisch. Möglich sei, dass es gelingen werde, die Corona-bedingten Krankenhausaufenthalte und Todesfälle stark zu reduzieren, sagte WHO-Notfalldirektor Michael Ryan. Das Virus werde aber die Kontrolle behalten.
    • Die WissenschaftlerInnen der NoCovid-Gruppe haben sich für umfangreiche Tests, eine schnellere Kontaktverfolgung und zügiges Impfen ausgesprochen. Nur dann seien Öffnungen möglich. Andernfalls drohten die mühsam erkämpften Erfolge der vergangenen Wochen durch Öffnungen innerhalb kürzester Zeit zunichte gemacht zu werden, schreibt die Gruppe in einem neuen Papier. Tests müssten daher zur Alltagsroutine werden. „Für die wirtschaftliche Erholung brauchen wir Öffnungen, die durch eine wirksame Teststrategie abgesichert sind und nicht zu einem Wiederanstieg der Infektionen führen“, sagt Clemens Fuest, ifo Präsident und Mitglied der Gruppe.
    • Die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland haben im Januar nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes kalender- und preisbereinigt 4,5 Prozent und nominal 3,9 Prozent weniger umgesetzt als im Vormonat Dezember. Dieser Rückgang lässt sich laut Bundesamt mit dem anhaltenden Corona-Lockdown erklären, der eine Schließung vieler Einzelhandelsgeschäfte seit dem 16. Dezember 2020 bedeutete.
    • Griechenlands Notenbankchef und EZB-Ratsmitglied Yannis Stournaras forderte mehr Tempo bei den Anleihe-Ankäufen (PEPP-Programm) der Europäischen Zentralbank. Aus seiner Sicht gebe es eine unerwünschte Erhöhung der Renditen der Staatsanleihen. Erstrebenswert wäre es deshalb aus seiner Sicht, die Geschwindigkeit der PEPP-Käufe zu steigern, um den Herausforderungen durch die Pandemie zu begegnen und günstige Finanzierungsbedingungen sicherzustellen. Stournaras fügte hinzu, der Anstieg der nominalen Renditen langlaufender Staatsanleihen der Euro-Länder sei gemessen am Wirtschaftswachstum und an der Inflation fundamental nicht gerechtfertigt.
    • Marokko will „jeglichen Kontakt“ mit der deutschen Botschaft in Rabat aussetzen. In einem Brief von Außenminister Nasser Bourita an Regierungschef Saad-Eddine El Othmani werden laut örtlichen Medien alle Ministerialabteilungen aufgerufen, „jeden Kontakt und jede Interaktion“ sowohl mit der deutschen Botschaft als auch mit ihr verbundenen Organisationen und politischen Stiftungen „auszusetzen“. Hintergrund seien „tiefe Missverständnisse“ zwischen Marokko und Berlin, etwa in der Westsahara-Frage, hieß es am Montag. Für Unmut sorgte die deutsche Kritik an der einseitigen Anerkennung von Marokkos Anspruchs über das Gebiet der Westsahara durch die USA.
    • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier hält es für möglich und vauch erantwortbar, den Lockdown für die Wirtschaft noch im März weiter zu lockern, wie er bei einer Veranstaltung des Mittelstands-Verbands BVMW sagte. Relevante Faktoren dafür könnten die Belastung der Gesundheitsämter, aber auch Schnell- und Selbsttests sein. Niemand wolle eine dritte Welle. Altmaier deutete Öffnungsmöglichkeiten für den Einzelhandel und die Außengastronomie an. „Jetzt kommt die Zeit, wo man draußen sitzen kann", so Altmaier weiter.
    • In den USA haben bereits mehr als 50 Mio. Menschen mindestens eine erste Impfdosis gegen das Coronavirus erhalten. Insgesamt wurden gut 76 Mio. Impfdosen verabreicht, wie aus Zahlen der US-Gesundheitsbehörde CDC hervorging. Gut 25 Mio. Menschen bekamen demnach bereits zwei Impfdosen.
    • Im Januar 2021 waren nach vorläufigen Berechnungen des Statistischen Bundesamts rund 44,3 Mio. Personen mit Wohnort in Deutschland (Inländerkonzept) erwerbstätig. Im Vergleich zum Vormonat stieg die Zahl der Erwerbstätigen im Januar 2021 saisonbereinigt leicht um 14.000 Personen.
    • Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hat 2020 einen Gewinn von 21 Mrd. Franken erzielt. 2019 hatte die SNB noch einen Gewinn von knapp 49 Mrd. CHF ausgewiesen. An Bund und Kantone werden jetzt 6 Mrd. ausgeschüttet. Ein Drittel des Betrags geht an den Bund, zwei Drittel erhalten die Kantone.

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