London (Godmode-Trader.de) - Die Londoner Initiative Carbon Tracker wies erstmals im Jahr 2011 auf die Risiken von „stranded assets“ für Anteilseigner traditioneller Energiekonzern hin. Seitdem haben globale Produzenten fossiler Brennstoffe, Energieversorger, Pipeline-Betreiber und Dienstleistungsunternehmen im Öl-, Gas- und Kohlesektor Anteile im Wert von insgesamt 640 Mrd. Dollar an globale Investoren verkauft. Die Autoren der Studie werteten für ihre Untersuchung 2.360 Wertpapier-Transaktionen bei knapp 450 Investmentbanken aus.

Laut Carbon Tracker haben die Anleger mit diesen Aktienemissionen der traditionellen Energieunternehmen zwischen 2012 und 2020 weltweit 123 Mrd. Dollar verloren und damit inmitten einer Hausse eine deutlich unterdurchschnittliche Performance gegenüber dem allgemeinen Aktienmarkt erzielt.

Im Gegensatz dazu haben sich laut der Studie Aktienemissionen von Stromversorgern, die sich hauptsächlich auf die Erzeugung erneuerbarer Energien konzentrieren, besser entwickelt als die Konkurrenz und der allgemeine Markt und einen Wertzuwachs von 111 Mrd. Dollar erzielt.

Bei den Börsengängen ist laut Carbon Tracker bereits eine Trendwende eingetreten. Demnach brachten IPOs im traditionellen Energiegeschäft im Jahr 2020 weltweit noch 10 Mrd. Dollar ein, im Bereich der Erneuerbaren Energien dagegen 11 Mrd. Dollar.

Die Carbon Tracker-Analysten haben fossile Brennstoffproduzenten analysiert - mit den Teilsektoren Öl & Gas, Öl- & Gasfelddienstleistungen, Pipelines und Kohlebergbau - und diese mit Stromversorgern und Unternehmen aus dem Bereich erneuerbare Energien/Cleantech sowie mit dem allgemeinen Aktienmarkt unter Verwendung des MSCI All Country World Index (ACWI) verglichen.