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Energie: Die Ölpreise legen zu Beginn der neuen Handelswoche um 5 % zu. Brent steigt auf 62,5 USD je Barrel, WTI auf fast 54 USD je Barrel. Dazu trugen gleich mehrere Faktoren bei. Positiv ist die Verständigung der Präsidenten der USA und Chinas, Trump und Xi, auf dem G20-Gipfel (siehe Industriemetalle, Seite 2). Denn ein weiter eskalierender Handelskonflikt hätte auch die Ölnachfrage in den beiden wichtigsten Ölverbauchsländern belastet. Mindestens genauso wichtig war aber die ebenfalls auf dem G20-Gipfel getroffene Verständigung von Russlands Präsident Putin und dem saudi-arabischen Kronprinzen bin Salman auf eine Verlängerung des Kürzungsabkommens in das nächste Jahr. Dadurch ist der Weg für eine gemeinsame Produktionskürzung auf dem Treffen der OPEC am Donnerstag und der OPEC+ am Freitag geebnet. Laut OPEC-Präsident Mazrouei werde derzeit an den Details gearbeitet, d.h. die Höhe und das Ausgangsniveau der Kürzungen. Dritter wichtiger Faktor war die Ankündigung der kanadischen Provinz Alberta, die Ölproduktion Anfang 2019 um 325 Tsd. Barrel pro Tag zu kürzen. Grund ist das lokale Überangebot, wodurch der Preis für kanadisches Öl (Western Canada Select) zeitweise unter 20 USD je Barrel gefallen ist. Vielleicht sollte die OPEC daher überlegen, Kanada zur Sitzung am Freitag einzuladen. Katar wird ab Anfang 2019 nicht mehr Mitglied der OPEC sein, wie das Golfemirat heute bekanntgab. Ob Katar sich an den Produktionskürzungen als Nicht-OPEC-Mitglied beteiligen wird, bleibt abzuwarten. Katar förderte zuletzt 610 Tsd. Barrel pro Tag und trug 38 Tsd. Barrel pro Tag zu den Produktionskürzungen bei.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D4H Long WTI Oil Future Faktor: 8
CJ3D41 Long Brent Oil Future Faktor: 8
CJ3D4S Short WTI Oil Future Faktor: -8
CJ3D5A Short Brent Oil Future Faktor: -8

Edelmetalle: Der vorübergehende Waffenstillstand im Handelsstreit, den die Präsidenten der USA und Chinas, Trump und Xi, am Wochenende im Rahmen des G20-Gipfels in Argentinien vereinbart haben, führt nicht nur zu einem höheren Risikoappetit bei den Marktteilnehmern, sondern sorgt auch für einen schwächeren US-Dollar. Wegen der abwertenden US-Währung steigt Gold zu Wochenbeginn auf gut 1.230 USD je Feinunze. Dass die italienische Regierung laut Zeitungsangaben offenbar bereit ist, ein von der EU vorgeschlagenes Haushaltsdefizit von 1,95 % für nächstes Jahr zu akzeptieren, ist heute Morgen nur eine Randnotiz. Die Marktteilnehmer werden diese Woche auf eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA schauen wie zum Beispiel den ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe, der heute Nachmittag veröffentlicht wird, oder den Arbeitsmarktbericht Ende der Woche. Zudem hält der Vorsitzende der US-Notenbank Fed, Powell, diese Woche eine weitere Rede, von der sich die Marktteilnehmer Hinweise auf das weitere Vorgehen der Fed erhoffen. Die industriellen Edelmetalle erhalten heute Morgen von den Industriemetallen zusätzlichen Schub und legen deutlich stärker zu als Gold. Palladium nähert sich wieder der Marke von 1.200 USD je Feinunze, die es am Freitag schon kurzzeitig überschritten hatte. Laut Trump hat China am Wochenende zugesagt, die Importzölle auf Autos aus den USA zu reduzieren und später ganz abzuschaffen. Im Raum steht aber weiterhin die Drohung der USA, Zölle auf Autoimporte aus der EU einzuführen.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CD5B2W Long Gold-Future Faktor: 4
CD5B33 Short Gold-Future Faktor: -4
CE71G6 Long Palladium-Future Faktor: 4
CE71GB Short Palladium-Future Faktor: -4

Industriemetalle: Wie erhofft haben die USA und China am Samstag einen vorübergehenden Waffenstillstand im Handelsstreit vereinbart. Innerhalb der nächsten 90 Tage soll nun verhandelt werden. In dieser Zeit werden beide Seiten keine neuen Importzölle auf die Güter des jeweils anderen verhängen und die USA wird die zum 1. Januar geplante Erhöhung des Zollsatzes von 10 % auf 25 % entsprechend verschieben. Unter den Marktteilnehmern ist daher heute Morgen ein deutlich höherer Risikoappetit zu beobachten, der sich unter anderem in spürbar steigenden asiatischen Aktienmärkten widerspiegelt. Angeführt von Kupfer, das um 2 % auf über 6.300 USD je Tonne steigt, legen auch die Metallpreise merklich zu. Euphorisch sind die Teilnehmer an den Metallmärkten allerdings nicht. Zu groß ist die Unsicherheit, dass die Verhandlungen tatsächlich zu einer Lösung des Handelsstreits führen. Zudem haben die USA schon verlautbaren lassen, höhere Zölle einzuführen, sollten die Parteien in den nächsten 90 Tagen keine Einigung erzielen. Und US-Finanzminister Mnuchin hat China in einem Zeitungsinterview gewarnt, in den Verhandlungen nur vage Zugeständnisse zu machen. Die eigentliche Arbeit beginnt erst jetzt und es gibt unseres Erachtens noch zahlreiche Risiken und Unsicherheiten, so dass wir zunächst nicht von weiter deutlich steigenden Metallpreisen ausgehen. Zudem stottert der Konjunkturmotor in China, was nach dem offiziellen Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe (PMI) heute auch durch den von Caixin erhobenen PMI bestätigt wurde.

Produktidee: Faktor-Zertifikate

WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ3D7H Long Kupfer-Future Faktor: 4
CJ3D7Q Short Kupfer-Future Faktor: -4

Rechtline Hinweise: Bitte beachten Sie die rechtlichen Hinweise

Bitte beachten Sie zusätzlich den wichtigen Hinweis zu allen abgebildeten Charts und Kursverläufen: Frühere Wertentwicklungen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

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