Frankfurt (GodmodeTrader.de) - Dass der Handelskonflikt zwischen den beiden wirtschaftlichen Riesen USA und China Sorgen bereitet, steht außer Frage. Dass die immer gleichen Krisenkandidaten (Schwellenländer wie Brasilien, Argentinien und die Türkei) für Kopfschmerzen sorgen, ist ebenfalls bekannt. Und, dass ein Europa im Krebsgang enttäuscht, ist auch nicht neu. Die makro‐ und geowirtschaftlichen Risiken sind mittlerweile hinlänglich bekannt. Fraglich ist nur, wie hoch sie zu bewerten sind, wie Igor de Maack, Fondsmanager bei DNCA Investments, in einem aktuellen Marktkommentar schreibt.

Obschon sich so mancher Anleger inmitten der jüngsten Marktkorrekturen die Finger verbrannt habe, sei nicht zu leugnen, dass bezüglich der Unternehmensgewinne der positive Wachstumspfad (je nach Kontinent zwischen zehn und 20 Prozent) im laufenden Jahr noch nicht verlassen worden sei. Die Unternehmen, mit denen man Gespräche geführt habe, hätten sich zum Teil zwar besorgt über den Handelskrieg geäußert, blickten aber insgesamt zuversichtlich in die Zukunft, heißt es weiter.

„Stabilisiert hat sich auch der Wechselkurs zwischen Euro und Dollar. Der MSCI Asia ist nach einem Zwei‐Jahres‐Tiefstand wieder im Aufwind. Die jetzige Ruhe könnte sich für die Märkte als reine Atempause im Auge des Zyklons erweisen. Tatsächlich gab es zuletzt erneut Kapitalabflüsse aus Aktien aller Weltregionen in Rekordhöhe (minus 5,6 Milliarden US‐Dollar), wobei einmal mehr besonders Europa die Anleger verschreckt (minus 1,4 Milliarden US-Dollar). Einziger Trost: An den europäischen Aktienmärkten und in bestimmten Marktsegmenten dürfte die Talsohle nunmehr erreicht sein“, so de Maack.