• Brent Crude Öl - Kürzel: BCOEL - ISIN: XC0009677409
    Börse: Commerzbank CFD / Kursstand: 72,355 $/Barrel

London (Godmode-Trader.de) - Den fallenden Aktienkursen stehen am Montag steigende Rohöl-Notierungen gegenüber. Angesichts des eskalierenden Handelskonflikts zwischen den USA und China und den möglichen Folgen für die Konjunktur der Volksrepublik ein zumindest bemerkenswertes Phänomen. Immerhin ist China der weltweit größte Öl-Nachfrager.

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Zuletzt stieg der Rohöl-Future der Sorte Brent auf 72,45 US-Dollar/Barrel - ein Plus von fast zwei Dollar gegenüber Freitag. U.S. West Texas Intermediate (WTI) Futures lagen bei 62,45 Dollar je Barrel, was einem Plus von 79 Cent entspricht.

Die Ölpreise werden von Sorgen vor einem Versorgungsengpass getrieben. Genährt werden die Spekulationen von Aussagen Saudi-Arabiens, zwei Öltanker vor der Küste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in der Nähe von Fudschaira seien bei Sabotage-Angriffen beschädigt worden. Der Hafen liegt in der Nähe der Straße von Hormuz, einer der wichtigsten Ölexportwasserstraßen der Welt.

Das iranische Außenministerium nannte die Vorfälle „beunruhigend und erschreckend“ und erbat sich eine Untersuchung der Angelegenheit. Saudi-Arabien und die VAE sind die größten bzw. drittgrößten Produzenten im Ölkartell OPEC. „Die Berichte von Sonntag über Explosionen in Fudschaira dürften weitere Impulse für eine potenziell wachsende Risikoprämie in der (ölreichen) Region geben, wobei erste Meldungen darauf hindeuten, dass Öltanker gezielt in eine scheinbare Sabotage verwickelt wurden", hieß es laut Reuters von der Unternehmensberatung JBC Energy.

Die Regierung von Fudschaira, einem der sieben Emirate der VAE, hat in einem Tweet Medienberichte über Explosionen im Hafen von Fudschaira zurückgewiesen und behauptete, dass die Anlage normal funktioniere.

Die Handelsturbulenzen zwischen den USA und China haben Hedgefonds derweil veranlasst, ihre bullishen Wetten auf US-Rohöl auf das niedrigste Niveau seit einem Monat zu senken und ihre Wetten auf Brent-Rohöl auf das höchste Niveau seit fast sieben Monaten anzuheben, wie CFTC-Daten von Freitag zeigten.

US-Energieunternehmen haben vergangene Woche die Anzahl der aktiven Bohrinseln um zwei auf 805 reduziert. Am Montagabend veröffentlicht die US-Energiebehörde im Rahmen ihres Drilling Productivity Report neue Schätzungen zur Schieferölproduktion. Trotz der seit Jahresbeginn gesunkenen Bohraktivität könnte diese weiter zulegen.

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