Frankfurt (Godmode-Trader.de) - Der Softwareentwickler TeamViewer kann nach Ansicht der DZ Bank zu Recht als einer der wenigen Gewinner der Coronakrise bezeichnet werden. Aufgrund der mit der Pandemie verbundenen sozialen Distanzierung wachse weltweit die Erkenntnis, dass Fernkonnektivität ein Schlüssel zur Lösung vieler Probleme sein könne, schreibt Analyst Armin Kremser in einer am Donnerstag vorgelegten Studie. Gerade in der Arbeitswelt erfahre der Home Office-Ansatz aktuell breite Unterstützung.

Das Unternehmen hat zuletzt bekanntgegeben, dass im ersten Quartal ein beschleunigtes Billingswachstum zu vernehmen ist. So stiegen die Rechnungsstellungen in den ersten drei Monaten um „mindestens 60 Prozent“. Ausgehend von China, wo die Pandemie zunächst ihren Anfang nahm, ist insbesondere die Nachfrage nach TeamViewer Remote Access, einem Einsteigerprodukt mit einem Fernzugang insbesondere für Home Office-Situationen, stark gestiegen.

Das Unternehmen hat seinen gegen Ende Februar veröffentlichten eigenen Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2020 bisher nicht angehoben (Billings 430 bis 440 Mio. Euro, adjustiertes EBITDA 240 bis 250 Mio. Euro). Die DZ Bank sieht diesbezüglich Potenzial für eine Anpassung der Erwartungen nach oben und erhöhte ihrerseits die Schätzungen.

Er rechne nun für 2020 mit einem Billingswachstum von 42 Prozent (zuvor 34 %) und für 2021 mit 35 Prozent (zuvor 33 %), schreibt Kremser. Die Marge für das adjustierte EBITDA werde bei knapp 57 Prozent erwartet.

Durch die Prognoseanhebungen in Verbindung mit einem von 7,04 auf 6,69 Prozent verringerten gewichteten Kapitalkostensatz(WACC) ergebe sich für die Aktie ein neuer fairer fundamentaler Wert von 44,60 Euro je Aktie. Die Kaufempfehlung bekräftigte die DZ Bank.

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TEAMVIEWER AG INH O.N.