• Studie: Corona-Krise trifft DAX-Konzerne schwer
    • US-Wahlkampf - Biden: „Trump ist ein Jammerlappen“
    • RKI: 1.445 Corona-Neuinfektionen in Deutschland
    • Strafzölle auf EU-Importe: USA passen Liste an
    • Deutsche Telekom erhöht Prognose
    • Hohe Verluste bei Thyssenkrupp
    • Delivery Hero zieht in den DAX ein
    • RWE bestätigt Ausblick
    • TUI: Umsatzeinbruch total
    • Uber und Lyft bereiten Stopp in Kalifornien vor

    DAX

    • Der DAX hat den Handel am Donnerstag mit einem Minus von 0,50 Prozent bei 12.993,71 Punkte beendet, nachdem er am Vortag das psychologisch wichtige Level von 13.000 Zählern wiedererobert hatte.Selbst gute Daten vom US-Arbeitsmarkt, wo die Lage sich in der vergangenen Woche etwas deutlicher entspannt hatte als erwartet, den Markt nicht weiter stützen.
    • Laut einer aktuellen Studie hat die Corona-Pandemie die DAX-Konzerne im zweiten Quartal schwer getroffen. Vor allem in der Autobranche ist das Geschäft beschädigt worden, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Zwölf DAX-Konzerne konnten EY zufolge ihre Erlöse trotz der Pandemie steigern. Die Pandemie bleibt das übergeordnet beherrschende Thema am Markt, mit all seinen Ausprägungen. Dass das US-Corona-Hilfspaket nicht in die Gänge kommt, lähmt die Kurse heute. Die Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten scheinen festgefahren. Die US-Notenbank setzt sich zwar unermüdlich für umfassende fiskalische Hilfen ein. Zuletzt intervenierte der Gouverneur der Boston-Fed, Eric Rosengren, in diese Richtung. Doch die Demokratin Nancy Pelosi untergräbt mit ihrer Aussage, dass die Verhandlungsparteien noch meilenweit auseinanderlägen, jegliche Zuversicht.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmensnachrichten

    • Der Lkw- und Bahn-Zulieferer Knorr-Bremse muss sich einen neuen Chef suchen. Bernd Eulitz scheidet nach nur zehn Monaten auf dem Posten Ende des Monats aus dem Unternehmen aus, wie das Unternehmen mitteilte. Vorübergehend sollen die Vorstandsmitglieder Peter Laier, Frank Markus Weber und Jürgen Wilder die Aufgaben des Vorstandschefs übernehmen. Im abgelaufenen zweiten Quartal sank der Umsatz von Knorr von 1,8 Mrd. vor Jahresfrist auf 1,4 Mrd. Euro. Die Umsatzrendite ging auf 17 Prozent von 19,1 Prozent zurück.
    • Bei der Heidelberger Druckmaschinen AG hat sich die Corona-Krise im ersten Quartal des Geschäftsjahres, das am 1. April beginnt, heftig auf den Umsatz niedergeschlagen, und auch der Auftragseingang fiel deutlich geringer aus als im Vorjahresquartal. Die Erlöse gingen um rund ein Drittel auf etwa 330 Mio. Euro zurück, der Auftragseingang um 44 Prozent auf 346 Mio. Euro zurück. Trotzdem sei es gelungen, das Quartal mit einem Gewinn nach Steuern von fünf Millionen Euro abzuschließen, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im ersten Quartal des Vorjahres hatte Heidelberg noch 31 Mio. Euro Verlust gemacht.
    • Der Chipkonzern Intel hat eine neue Methode für die Herstellung von Transistoren vorgestellt und hält es für möglich, dass die neue Technologie die Performance von Chips um 20 Prozent steigern könnte.
    • Der US-Mischkonzern 3M hat eine Geschäftserholung im Juli beobachtet. In dem Monat sei der Umsatz um 6 Prozent auf 2,8 Mrd. Dollar gestiegen, teilte der Konzern mit. Im Bereich Gesundheit seien die Einnahmen um 29 Prozent geklettert, im Consumer-Geschäft um 9 Prozent und bei Sicherheitsartikeln um 6 Prozent.
    • Das israelische Sicherheitsunternehmen Check Point teilte mit, dass im Sprachassistenzsystem Alexa von Amazon und den dazugehörigen vernetzten Lautsprechern mehrere gravierende Sicherheitslücken vorhanden seien. Ein Amazon-Sprecher bestätigte die Angaben von Check Point und betonte, dass die Fehler inzwischen behoben seien.
    • Die Fahrdienst-Vermittler Uber und Lyft könnten nach einem Rückschlag im Streit um den Status von Fahrern den Betrieb in Kalifornien aussetzen. Ein Richter hatte diese Woche per einstweiliger Verfügung angeordnet, dass auf den Plattformen aktive Fahrer in dem Bundesstaat gemäß einem Gesetz von 2019 als Mitarbeiter statt als unabhängige Unternehmer betrachtet werden müssen.
    • Der Netzwerk-Spezialist Cisco hat mit seiner Prognose für das laufende Quartal enttäuscht. Das Unternehmen rechnet mit einem Umsatzrückgang zwischen 9 und 11 Prozent. Analysten hatten mit einem geringeren Minus gerechnet. Im vergangenen Quartal sank der Umsatz um 9,5 Prozent auf 12,2 Mrd. Dollar. Der Gewinn stieg aber auch dank niedrigerer Kosten um 19,5 Prozent auf 2,64 Mrd. Dollar.
    • Die Corona-Krise hat den Zimmervermittler Airbnb schwer getroffen. In diesem Jahr werde ein Umsatzrückgang von 50 Prozent erwartet, und es sei unklar, wann es wieder aufwärts gehe, sagte CEO Brian Chesky. Im zweiten Quartal sei der Umsatz auf 335 Mio. von mehr als 1 Mrd. Dollar gefallen. Vorbereitungen für eine Börsennotierung wurden gebremst. Wie das Wall Street Journal berichtet, will Airbnb nun aber noch im August seinen Börsenprospekt einreichen.
    • Ab sofort können Amazon-Prime-Kunden in Deutschland auch Produkte des Lebensmittelhändlers Tegut online bestellen. Zunächst ist das nur in einer ausgewählten Region möglich.
    • Ein Mann wird im Kreis Helmstedt am Montagabend tot in seinem Wagen aufgefunden. Das Auto steht in Flammen. Wie die „Wolfsburger Allgemeine“ berichtet, soll es sich bei dem Toten um jenen VW-Mitarbeiter handeln, der als Verdächtiger in der Prevent-Abhöraffäre gilt. Nun hat sich die Staatsanwaltschaft Braunschweig eingeschaltet. „Es gibt Hinweise, dass da möglicherweise ein Zusammenhang bestehen könnte", sagte eine Sprecherin der Ermittlungsbehörde. Die Obduktion der Leiche sei abgeschlossen, die Identität aber noch nicht abschließend geklärt. Bei der Untersuchung seien keine Hinweise auf Fremdverschulden gefunden worden, die zum Tod des Mannes geführt haben könnten.
    • Die Corona-Pandemie hat die DAX-Konzerne im zweiten Quartal laut einer Studie hart gebeutelt. Vor allem in der Autobranche ist das Geschäft beschädigt worden. Der Umsatz der größten Börsenunternehmen ging insgesamt um 13 Prozent auf 283 Mrd. Euro zurück, wie eine Analyse der Beratungsgesellschaft EY zeigt. Bei der Umsatzanalyse wurde die Deutsche Bank nicht berücksichtigt. Zwölf Konzerne konnten EY zufolge ihre Erlöse trotz der Pandemie steigern: Neben E.ON und Deutsche Telekom waren das die Deutsche Börse, Munich Re und Vonovia. „Die Pandemie hat gerade Industrieunternehmen massiv getroffen", sagte Mathieu Meyer, Mitglied der EY-Geschäftsführung. Werkschließungen und der Lockdown in vielen Ländern hätten zu enormen Einbußen geführt.
    • In dem Bilanzskandal um Wirecard ist nun bekannt geworden, dass philippinische Einwanderungsbeamte Reiseunterlagen des flüchtigen Ex-Vertriebsvorstands Jan Marsalek gefälscht haben sollen. Ermittler in dem Land empfahlen heute, Anzeige gegen die beiden Verdächtigen zu erstatten. Die Beamten hätten falsche Einträge in die Datenbank des Immigrationsbüros eingegeben.
    • Der Umsatz des Reisekonzerns TUI ist im im Zeitraum zwischen April und Juni im Vergleich zum Vorjahr nahezu komplett weggebrochen. Um 98,5 Prozent auf knapp 72 Mio. Euro ging es in die Tief. Der Konzernverlust lag bei 1,45 Mrd. Euro. Trotz eingeleiteter Kostensenkungen summierte sich der Verlust unter dem Strich in den ersten neun Monaten des Ende September endenden Geschäftsjahres 2019/20 auf rund 2,3 Mrd. Euro.
    • Der Medizintechnikhersteller Drägerwerk ist in der Corona-Krise stark gewachsen. Im zweiten Quartal steigerte der Konzern den Betriebsgewinn auf 102 Mio. Euro. Das war mehr als im gesamten vergangenen Jahr. 2019 hatte das Unternehmen ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern von 66,6 Mio. Euro erzielt. Der Umsatz zog um mehr als ein Viertel auf 788 Mio. Euro hoch. „Die durch die Corona-Pandemie ausgelösten Entwicklungen werden uns noch geraume Zeit beschäftigen", erklärte Vorstandschef Stefan Dräger. „Wir sind in einem Marathon, der noch lange andauern wird." Die vor wenigen Wochen erhöhte Prognose bekräftigte der Vorstand. Demnach erwartet Drägerwerk ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum von 14 bis 22 Prozent. Die operative Rendite (Ebit-Marge) soll zwischen sieben und elf Prozent liegen.
    • Der Online-Marktplatzbetreiber Scout24 hat trotz der Corona-Krise eine Jahresprognose ausgegeben. Demnach rechnet das Unternehmen beim Umsatz für 2020 nun Erlöse auf Vorjahresniveau. Die Marge des Ergebnisses vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (Ebitda) soll um die 60-Prozent-Marke liegen.
    • Die Deutsche Telekom hat ihre Gewinnprognose deutlich angehoben. Grund ist die Übernahme des US-Mobilfunkers Sprint. In diesem Jahr soll das bereinigte operative Ergebnis (ber. Ebitda AL) bei rund 34 Mrd. Euro liegen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte die Telekom an dieser Stelle 24,7 Mrd. Euro verdient und wollte das operative Ergebnis bisher auf 25,5 Mrd. Euro steigern. Im zweiten Quartal hat der Konzern wegen der Übernahme in den USA allerdings deutlich weniger Gewinn erwirtschaftet. Der Nettogewinn sank um 20,1 Prozent auf 754 Mio. Euro. Der Umsatz stieg infolge des Zukaufs um 37,5 Prozent auf 27 Mrd. Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich um 56,5 Prozent auf 9,83 Mrd. Euro.
    • Der Essenslieferdienst Delivery Hero ersetzt Wirecard im DAX. Das gab die Deutsche Börse am späten Mittwochabend bekannt. Allerdings nur indirekt und zunächst nur über eine Änderung ihrer Regeln. Delivery erfüllt die für den DAX-Aufstieg nötigen Kriterien mit Blick auf Marktkapitalisierung der frei handelbaren Aktien und durchschnittlichem Börsenumsatz am besten. Der Skandal um den Zahlungsdienstleister Wirecard, der Ende Juni in die Insolvenz rutschte, hat den Börsenbetreiber auf den Plan gebracht, sein Regelwerk anzupassen. Die neuen Vorschriften sehen vor, dass ein Unternehmen unmittelbar aus einem der Indizes der DAX-Familie fällt, wenn ein Insolvenzantrag gestellt wird.
    • Der Energiekonzern RWE hat seinen Ausblick für das laufende Jahr bekräftigt. Gleichzeitig bleibt das Dividendenziel stehen, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte. RWE komme gut durch die Corona-Krise und verzeichne deutliche Ergebniszuwächse. Im ersten Halbjahr erzielte RWE ein bereinigtes Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 1,8 Mrd. Euro. Das ist ein Plus von 18 Prozent. Das bereinigte Nettoergebnis lag bei 795 Mio. Euro. Hier liegt allerdings keine entsprechende Pro-Forma-Zahl zum Vergleich vor.
    • Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen ist vor kurzem in den DAX aufgestiegen und hat die Lufthansa ersetzt. Nun hat Deutsche Wohnen Geschäftszahlen vorgelegt. Dabei profitierte der Immobilienkonzern auch im ersten Halbjahr von steigenden Mieten. Die Vertragsmieten legten um 2,6 Prozent auf 421,8 Mio. Euro. Die Mieten stiegen im Schnitt um 2,7 Prozent auf 6,93 Euro je Quadratmeter. Der operative Gewinn (Funds from Operations 1, kurz FFO1) ging aber etwa wegen höherer Zinsaufwendungen um 1,8 Prozent auf 282,9 Mio. Euro zurück. Die Deutsche Wohnen bestätigte zudem die Gewinnziele für das Gesamtjahr. Außerdem wurde ein Zukauf bekanntgegeben, der Zugang zu Neubauprojekten in der Region Dresden und Leipzig verschafft.
    • Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat in den ersten sechs Monaten des Jahres einen Verlust von 180 Mio. Euro angehäuft, nach einem Minus von 55,4 Mio. Euro vor Jahresfrist. Vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ergab sich ein Fehlbetrag von 70,8 Mio. Euro (Vj.: +17,1 Mio.). Den Umsatz konnte das Unternehmen allerdings auf gut 2 Mrd. Euro verdoppeln. „Die Pandemie hat die Betriebsabläufe im zweiten Quartal deutlich beeinträchtigt", sagte Konzernchef José Luis Blanco am Donnerstag laut Mitteilung.
    • Die Deutsche Bank will im Verwaltungsbereich (Operations) ihrer Privatkundensparte in den nächsten Jahren rund 1.500 bis 2.000 Stellen streichen, wie das „Handelsblatt“ von mehreren mit dem Sachverhalt vertrauten Personen erfahren hat. Derzeit arbeiten im Bereich Operations (Kreditabwicklung, Prüfung von Sicherheiten) rund 6.000 Menschen, heißt es in Finanzkreisen.
    • Der angeschlagene Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp hat im dritten Quartal ohne das inzwischen verkaufte Aufzuggeschäft einen Nettoverlust von 819 Mio. Euro, erlitten, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Im Vorjahr hatte das Minus bei 229 Mio. Euro gelegen. Der bereinigte operative Verlust (Ebit) betrug im fortgeführten Geschäft 679 Mio. Euro und weitete sich im Vergleich zu den minus 13 Mio. Euro im Vorjahresquartal deutlich aus.
    • Der Chemiekonzern Lanxess hat ein durchwachsenes zweites Quartal verzeichnet. Zwar liefen Geschäfte mit Desinfektionsmitteln sowie mit Wasseraufbereitungstechnik gut. Jedoch schnitten die Geschäfte etwa mit Spezialkunststoffen für Autobauer wegen der Corona-Krise unterdurchschnittlich ab. Der Konzernumsatz sank daher um 16,7 Prozent auf 1,44 Mrd. Euro, das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) ging um rund ein Fünftel auf 224 Mio. Euro zurück. Für 2020 stellt der Vorstand weiterhin ein bereinigtes Ebitda zwischen 800 und 900 Mio. Euro in Aussicht.
    • Der Solarkonzern SMA Solar hat ein starkes erstes Halbjahr verzeichnet und seine Prognose für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Von Januar bis Ende Juni verkaufte SMA Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von rund 7,1 Gigawatt (GW). Im gleichen Vorjahreszeitraum standen hier 4,0 GW zu Buche. Der Umsatz erhöhte sich in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 42 Prozent auf 514 Mio. Euro, das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag mit 24 Mio. Euro deutlich über dem Vergleichswert des Vorjahrs von 9 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge betrug 4,7 Prozent (Vj.: 2,3 %). Für 2020 erwartet SMA weiterhin ein Umsatzwachstum auf 1,0 bis 1,1 Mrd. Euro, das operative Ergebnis (Ebitda) soll auf 50 bis 80 Mio. Euro steigen.
    • Der Telekomanbieter und Internetdienstleister United Internet kann weiter auf eine solide Geschäftsentwicklung bauen. Der Umsatz des Konzerns wuchs im zweiten Quartal um 3,8 Prozent auf 1,39 Mrd. Euro, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen ging hingegen um 3,2 Prozent auf 319,7 Mio. Euro zurück, fiel aber besser aus als von Analysten erwartet. Unter dem Strich legte der Gewinn um 6 Prozent auf 125,9 Mio. Euro zu.
    • Die Aareal Bank hat im zweiten Quartal deutlich weniger verdient. Dies war vor allem einer höheren Risikovorsorge wegen der Corona-Pandemie und des beschleunigten Risikoabbaus geschuldet. Die Jahresprognose bestätigte der Immobilienfinanzierer. Die Auswirkungen der Krise seien für die Aareal Bank weiterhin auf einem beherrschbaren Niveau, so das Unternehmen.
    • Der Industriedienstleister Bilfinger hat im zweiten Quartal wegen der Corona-Krise und dem Ölpreisabsturz Verluste von unterm Strich 60 Mio. Euro geschrieben. Im Vorjahreszeitraum hatte hier ein Minus von 6 Mio. gestanden. Der Umsatz brach um 31 Prozent auf 793 Mio. Euro ein.
    • Der Medienkonzern RTL Group rechnet mit einer Erholung. Im dritten Quartal sollte sich der Rückgang des TV-Werbeumsatzes im Vergleich zu den drei Monaten bis Ende Juni deutlich verlangsamen, teilte die Bertelsmann-Tochter mit. Aktuell werde im Vergleich zum Vorjahr ein Minus von zehn Prozent erwartet, unter der Voraussetzung, dass sich die Marktbedingungen weiter normalisieren. Im zweiten Quartal sei der TV-Werbeerlös noch um ca. 40 Prozent gefallen.
    • Der Dünger- und Salzkonzern K+S wird wegen Kosten für den Konzernumbau etwas vorsichtiger für das laufende Jahr. Das Unternehmen rechnet für 2020 jetzt mit einem Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) von 480 Mio. Euro. Sonderkosten ausgeklammert bleibt es beim alten Ziel von 520 Mio. Euro.
    • Die Elektronikhandels-Holding Ceconomy hat im von Markt-Schließungen zur Eindämmung der Corona-Krise getroffenen dritten Geschäftsquartal 2019/20 einen hohen Verlust verzeichnet. Unter dem Strich blieb ein Minus von 104 (Vorjahr: Minus 48) Mio. Euro.
    • Der IT-Dienstleister Cancom hat im zweiten Quartal infolge der Corona-Pandemie einen Umsatzrückgang von im Jahresvergleich 8,6 Prozent auf 372 Mio. Euro erlitten. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen fiel um 29,5 Prozent auf 20,1 Mio. Euro.

    Konjunktur & Politik

    • Impfstoffe gegen das neue Coronavirus könnten nach Einschätzung des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) frühestens Ende dieses, Anfang nächsten Jahres zugelassen werden. Das sagte eine Institutssprecherin am Donnerstag. Sie bestätigte damit am Donnerstag auf Anfrage Angaben, die PEI-Präsident Klaus Cichutek zuletzt in mehreren Medien geäußert hatte.
    • Die Zahl der Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung ging in der Woche zum 8. August um 228.000 auf 963.000 zurück, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Volkswirte hatten nur einen Rückgang auf 1,1 Mio. erwartet. Der gleitende Vierwochendurchschnitt verringerte sich gegenüber der Vorwoche um 86.250 auf 1.252.750.
    • Die US-Importpreise sind im Juli den dritten Monat in Folge gestiegen. Sie erhöhten sich im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent nach einem Plus im Juni von 1,4 Prozent, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte.
    • Der Gouverneur der Federal Reserve Boston, Eric Rosengren, zeigt sich skeptisch mit Blick auf die weitere US-Konjunkturentwicklung hinsichtlich der gegebenen Corona-Lage. Jetzt sei die Zeit für starke haushaltspolitische Schritte, die mit Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Krise begleitet werden müssten.
    • Die Internationale Energieagentur (IEA) rechet wegen der Corona-Krise für 2020 weiterhin mit einer schwächeren Nachfrage nach Rohöl als im Vorjahr. Für das laufende Jahr erwartet der Interessenverband eine globale Nachfrage von durchschnittlich 91,9 Mio. Barrel pro Tag, wie es in dem am Donnerstag in Paris veröffentlichten Monatsbericht der IEA hieß. Damit dürfte die Nachfrage um 8,1 Mio. Barrel pro Tag niedriger ausfallen als 2019.
    • Die Deutsche Wirtschaft bangt angesichts der bedrohlichen Entwicklung in der Corona-Pandemie. „Viele Unternehmen agieren aktuell unter schwierigen Bedingungen - sei es mit den Hygienekonzepten in vielen Dienstleistungsbranchen oder sei es der schwache Welthandel für weite Teile der Industrie", sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, am Donnerstag laut Reuters . „Sie alle hoffen darauf, dass die ersten Anzeichen einer Besserung nicht durch die Folgen der Pandemie wieder ins Gegenteil verkehrt werden." Die Krise dürfte die Unternehmen bis weit ins nächste Jahr und womöglich darüber hinaus beschäftigen. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht bleibe die Lage daher fragil.
    • Die Umsätze des deutschen Einzelhandels sind im Juni stärker als zunächst berichtet zurückgegangen. Wie die Bundesbank mitteilte, fielen die Umsätze gegenüber dem Vormonat preisbereinigt um 2,0 Prozent. Vorläufig war vom Statistischen Bundesamt ein Rückgang von 1,6 Prozent gemeldet worden.
    • Die deutschen Unternehmen erwarten erst in durchschnittlich 11,0 Monaten eine Normalisierung ihrer eigenen Geschäftslage. Das ist das Ergebnis der aktuellen ifo Konjunkturumfrage vom Juli. Besonders lange wirkt Corona bei den Dienstleistern nach. Sie rechnen erst nach 11,7 Monaten mit einer Normalisierung. Im Bau werden 11,1 Monate, im Handel 10,3 Monate und im Verarbeitenden Gewerbe 10,1 Monate erwartet. „Der Weg zur Normalität ist für viele Unternehmen noch sehr lang”, sagt ifo-Forscher Klaus Wohlrabe. „Selbst wenn alle öffentlichen Beschränkungen aufgehoben werden, werden die Unternehmen mit deren Folgen zu kämpfen haben.“
    • Die Inflationsrate in Deutschland lag im Juli bei minus 0,1 Prozent, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag nach einer zweiten Schätzung mitteilte. Damit wurde eine erste Erhebung wie von Analysten erwartet bestätigt. Damit ging die Inflationsrate im Juli zurück. Im Vormonat kletterten die Verbraucherpreise im Jahresvergleich noch um 0,9 Prozent. Gegenüber dem Vormonat Juni sanken die Verbraucherpreise im Juli um 0,5 Prozent.
    • Die Zahl der bekannten Neuinfektionen mit dem Coronavirus in Deutschland ist auf den höchsten Stand seit Anfang Mai gestiegen. Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) bis Mittwochabend 1.445 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages. Höher lag der Wert zuletzt am 1. Mai mit 1.639 registrierten Neuinfektionen.
    • Die USA haben die Strafzölle für Importe aus der Europäischen Union abgeändert. Wie der Handelsbeauftragte Robert Lighthizer mitteilte, werden mehrere Produkte aus Griechenland und Großbritannien von der Liste gestrichen. Dafür sollen ab September Marmeladen aus Deutschland und Frankreich sanktioniert werden. Insgesamt bleibe es bei Strafzöllen auf Waren im Wert von 7,5 Mrd. Dollar. Die Welthandelsorganisation hatte Washington Ende 2019 das Recht erteilt, die Abgaben zu erheben.
    • Im Kampf ums Weiße Haus schalten die demokratischen Anwärter Joe Biden und Kamala Harris in den Angriffsmodus. Bei ihrem ersten Auftritt als Team warfen sie Amtsinhaber Donald Trump Versagen in der Corona-Krise und allgemeine Führungsschwäche vor. „Jammern ist, was Donald Trump am besten kann", sagte Biden. Senatorin Harris machte Trump für die hohen Corona-Opferzahlen in Amerika verantwortlich.
    • Der Öffentliche Gesamthaushalt (Bund, Länder, Gemeinden/Gemeindeverbände und Sozialversicherung einschließlich aller Extrahaushalte) in Deutschland war beim nicht-öffentlichen Bereich (Kreditinstitute sowie sonstiger inländischer und ausländischer Bereich) zum Jahresende 2019 mit 1.898,8 Mrd. Euro verschuldet. Das entspricht einer Pro-Kopf-Verschuldung in Deutschland von 22.857 Euro (2018: 23.113 Euro), wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach endgültigen Ergebnissen mitteilte. Damit ist der Schuldenstand gegenüber den revidierten Ergebnissen vom 31. Dezember 2018 um 0,9 Prozent oder 17,0 Mrd. Euro gesunken.


    Weitere Informationen zu den im Newsflash genannten Themen und noch mehr aktuelle Nachrichten finden Sie in Echtzeit auf Guidants News. In Spitzenzeiten veröffentlicht Guidants News mehr als 100 Nachrichten pro Stunde. Damit Sie trotzdem den Überblick behalten, stehen Ihnen zahlreiche Filtermöglichkeiten zur Verfügung.