Hannover (Godmode-Trader.de) - Die Deutsche Telekom hat am Samstag mitgeteilt, dass die zwischen T-Mobile US und Sprint, gemeinsam mit den jeweiligen Mehrheitsaktionären Telekom bzw. Softbank, geführten Gespräche über eine mögliche Kombination ihrer Geschäfte beendet wurden, da keine Einigung erzielt werden konnte. Telekom CEO Tim Höttges kommentierte: „Wir haben immer gesagt, dass unter geeigneten Bedingungen ein Zusammenschluss von T-Mobile mit einem anderen Unternehmen Kunden zusätzliche Vorteile und allen Aktionären Wertsteigerungs-Perspektiven bieten kann. Diese Bedingungen waren hier nicht zu erreichen.“

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T-Mobile US hat sich in den letzten Jahren nach umfangreichen Investitionen und einer geschickten Vermarktungsstrategie zur Wachstumsperle der Deutschen Telekom entwickelt und ist mittlerweile drittgrößter Mobilfunkanbieter in den USA. So hat das Unternehmen seit 18 Quartalen in Folge jeweils mehr als eine Million neue Kunden (netto) akquiriert und erzielt seit einiger Zeit zudem das stärkste Umsatzwachstum aller auf dem US-Markt vertretenen Mobilfunkanbieter. Im 3. Quartal 2017 erzielte T-Mobile US ein Umsatzwachstum von 7,7 Prozent auf 10,0 Mrd. US-Dollar. Aktuell investiert das Unternehmen dank neuer Frequenzen in den weiteren Netzausbau sowie in die Erweiterung des Vertriebsnetzes, so dass auch zukünftig weiteres Wachstum generiert werden dürfte.

Der Abbruch der Gespräche hat die Anleger beider Parteien enttäuscht, wie Analyst Wolfgang Donie in einer Studie von Montag konstatierte. Gemeinsam hätten T-Mobile US und Sprint aus seiner Sicht einen schlagkräftigen Angreifer gegen die beiden Marktführer AT&T sowie Verizon mit nicht unerheblichen Synergieeffekten formen können. Für Softbank sei ist das Scheitern aber schmerzhafter als für die Deutsche Telekom, der es schon seit geraumer Zeit gelinge, die beiden Top-Player erheblich zu ärgern.

T-Mobile US habe von Sprint längst die Position als drittgrößter US-Anbieter erobert und ist und bleibe derzeit die Wachstumslokomotive des Bonner Konzerns. Diese erfolgreiche strategische Positionierung sorge dafür, dass für die Telekom kein unbedingt notwendiger Handlungsdruck hinsichtlich einer Fusion bestehe. Trotzdem dürften die Türen nicht ganz zugeschlagen sein, ein erneuter Anlauf sei damit nicht gänzlich ausgeschlossen.

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