Tesla konnte den Auto-Absatz in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres um 110,9 Prozent auf 154.248 Stück steigern, derweil die Fahrzeug-Produktion um 119,7 Prozent auf 167.975 Autos zunahm. Während die Auslieferungen des Model 3 von niedriger Basis auf 82.469 Einheiten kletterten, und das Model X um 3,7 Prozent zulegte, gingen die Verkaufszahlen des Model S um 6,0 Prozent zurück.

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    Das Unternehmen erhöhte den Umsatz in den ersten drei Quartalen 2018 um 68,1 Prozent auf 14,24 Mrd. Dollar. Das operative Ergebnis des Konzerns verblieb im roten Bereich, verringerte sich aber gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 22,5 Prozent auf -801,6 Mio. Dollar. Nach Steuern und Anteilen Dritter verblieb ein negatives Neun-Monatsergebnis in Höhe von -1,116 Mrd. Dollar. Hieraus errechnet sich ein Ergebnis je Aktie von -6,56 US-Dollar.

    Im dritten Quartal stieg der Konzern-Umsatz um 128,6 Prozent auf 6,824 Mrd. US-Dollar. Das operative Ergebnis drehte mit 416,8 Mio. Dollar (Q3 2017: -535,5 Mio.) deutlich in die schwarzen Zahlen. Auch das Nachsteuerergebnis lag mit 311,5 Mio. Dollar im schwarzen Bereich.

    Die Unternehmensführung plant für 2018 weiterhin mit der Auslieferung von 100.000 Fahrzeugen von Model S und Model X. Die operativen Ausgaben in Q4 sollen nur noch leicht gegenüber dem Vorquartal zunehmen. Das Nachsteuerergebnis soll im vierten Quartal wieder im schwarzen Bereich ins Ziel kommen. „Was sich in den letzten Tagen aufgrund des Vorziehens der Quartalszahlen schon angedeutet hatte, bestätigte sich nun: Tesla hat schwarze Zahlen auf Quartalsebene erzielt“, so NordLB-Analyst Frank Schwope. Nach den zahlreichen Negativmeldungen der letzten Monate habe das Unternehmen auf operativer Ebene überzeugen können. Schwope rechnet für das Gesamtjahr 2018 mit einer Produktion von 260.000 bis 300.000 Tesla.

    Allerdings müsse der Konzern noch beweisen, dass er nachhaltig Geld verdienen könne, und dass die Fahrzeuge qualitativ hochwertig seien. Analyst Schwope erwartet, dass Tesla 2018 auf Gesamtjahressicht noch rote Zahlen schreibt. 2019 dürfte sich dann entscheiden, ob das Geschäftsmodell Tesla funktioniert und der Konzern Gewinne erzielen könne, oder ob er frisches Geld oder einen Partner benötige.

    Adam Jonas, Analyst von Morgan Stanley lobte: „In der Vergangenheit hat Tesla die Erwartungen bei ein oder zwei Werten übertroffen und beim Gewinn oder beim Cashflow immer enttäuscht. Dieses Quartal war anders. Das Unternehmen habe eine Reihe von Kennzahlen vom Negativen ins Positive gedreht, die Bruttomargen des Modells 3, das Ergebnis und allem voran die Barmittel. Jonas glaubt an einen Wandel bei Tesla, er bleibt dennoch vorsichtig und äußert sich ähnlich wie NordLB-Analyst Schwope: Eine der wichtigsten Fragen für Tesla sei, wann mit das Unternehmen mit seinem Cashflow selbständig werden könne, um nicht mehr an den Kapitalmarkt anzapfen zu müssen.