• NATO: Chinas Hegemonialanspruch zurückdrängen
    • Bundesregierung verbreitet Zuversicht
    • G7: Ursprung von Corona weiter unklar
    • Kommt das Ende der Maskenpflicht?
    • Israel hat eine neue Regierung
    • Erster NATO-Gipfel mit Biden, letzter mit Merkel
    • Tesla will Bitcoin unter Bedingungen wieder akzeptieren
    • Teamviewer vertreibt Produkte über SAP

    Markt

    • Ein Auftakt nach Maß: Am deutschen Aktienmarkt hat am Montag die Rekordjagd zunächst ihre Fortsetzung gefunden. Sowohl der Leitindex DAX, als auch MDAX und SDAX erzielten neue Allzeithochs. Der DAX konnte dabei erstmals die Marke von 15.800 Punkten erobern. Danach aber ebbte die Dynamik ab. Eine Meldung des "Wall Street Journals", wonach die US-Notenbank Fed die Zinsen früher anheben könnte als bisher erwartet, sorgte allerdings am Markt für etwas Ernüchterung. Der DAX ging schließlich mit einem Minus von 0,13 Prozent bei 15.673,64 Punkten aus dem Handel.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen & Branchen

    • Der Broker sino, der nach einem teilweisen Verkauf einer Beteiligung an Trade Republic voraussichtlich über Liquidität von rund 139 Millionen Euro verfügen wird, will für die Geschäftsjahre 2020/2021 und 2021/2022 insgesamt mindestens 120 Millionen Euro (brutto) an die Aktionäre der sino AG auskehren. Einen entsprechenden Beschluss haben Vorstand und Aufsichtsrat geffast. "Der Vorstand und der Aufsichtsrat präferieren derzeit, die gesamte Summe als Dividende in einer oder mehreren Tranchen auszuschütten; jedoch soll auch ein Aktienrückkauf nicht ausgeschlossen sein (welcher aber unter anderem gesonderter Beschlüsse der Hauptversammlung bedürfte)."
    • Der Pharmakonzern GlaxoSmithKline will sein Geschäft mit Immunonkologie ausbauen und entwickelt und vermarktet dazu gemeinsam mit Teos Therapeutics einen Antikörper zur Behandlung von Krebspatienten. Der Antikörper befindet sich noch in der Phase I der klinischen Entwicklung, iTeos erhält den Angaben zufolge eine Vorauszahlung von 625 Mio. US-Dollar und je nach Entwicklungsfortschritt weitere Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 1,45 Mrd. US-Dollar.
    • Die Triebwerkhersteller General Electric und Safran wollen für die nächste Generation von Passagierjets neue Antriebe entwickeln. Der neue Triebwerktyp solle über 20 Prozent weniger Treibstoff verbrauchen und entsprechend weniger CO2 ausstoßen als die derzeitige Modelle, teilten beide Unternehmen am Montag mit. Die Partner setzen auf die sogenannte Open-Rotor-Technik. Dabei drehen sich die Triebwerkschaufeln frei und ohne schützendes Gehäuse in der Luft. Der neue Triebwerktyp soll zudem für alternative Energiequellen wie nachhaltigen Flugzeugtreibstoff (SAF) und Wasserstoff geeignet sein.
    • Das US-Biotechunternehmen Novavax plant nach positiven Studienergebnissen mit seinem Covid-19-Impfstoff einen Zulassungsantrag im dritten Quartal. In einer Studie in den USA und Mexiko zeigte das Vakzin eine Wirksamkeit von mehr als 93 % gegen die vorherrschenden Virusvarianten, wie Novavax am Montag mitteilte. Während der Untersuchung sei die Alpha-Variante B.1.1.7 am häufigsten aufgetreten, Studienteilnehmer hätten sich aber auch mit den Varianten aus Brasilien, Südafrika und Indien infiziert, so Novavax-Forschungschef Gregory Glenn. Der Impfstoff zeigte zudem eine Wirksamkeit von 100 Prozent bei der Vorbeugung mittelschwerer und schwerer Covid-19-Fälle.
    • Die Facebook-Tochter WhatsApp hat nach der Debatte um neue Nutzungsregeln das Festhalten an Komplett-Verschlüsselung bekräftig und neue Funktionen zum Schutz der Privatsphäre angekündigt. Dazu gehört die Möglichkeit, Nachrichten zu verschicken, die vom Empfänger nur einmal angesehen werden können.
    • Der Hersteller von Elektrofahrzeugen Lordstown Motors hat den Rücktritt von CEO Steve Burns und CFO Julio Rodriguez bekannt gegeben, nachdem das Unternehmen selbst Zweifel an seiner Fortführung geäußert hatte. Viele Vorbestellungen seien auf sog. „Influenzer“ zurückzuführen, die nicht die Absicht hätten, „direkt" als Käufer aufzutreten, hieß es. Lordstown hat nun eine Personalberatung beauftragt, Ersatz für Burns und Rodriguez zu finden.
    • Morgan Stanley zufolge feuert die Stahl-Nachfrage in den USA "auf allen Zylindern“ und könnte den Preis nachhaltig bis auf 1.700 Dollar pro Tonne treiben. Stahl-Produzenten seien bis in den Oktober hinein ausverkauft. Selbst steigende Importe dürften die Engpässe kaum beheben können.
    • Der Softwareanbieter Teamviewer hat sich durch eine Partnerschaft mit SAP potenziell Zugriff auf neue Kunden gesichert. Die Partnerschaft beinhalte die technische Integration von Teamviewer Frontline in das SAP-Angebot für sogenanntes Asset- und Service-Management, teilte Teamviewer am Montag mit. Dabei geht es um die digitale Pflege und Verwaltung von Anlagen. Darüber hinaus werde Teamviewer in das SAP-Partnerprogramm aufgenommen und es seien gemeinsame Vermarktungsaktivitäten geplant.
    • Der Medizintechnikkonzern Philips hat wegen des Rückrufs von fehlerhaften Beatmungsgeräten die Rückstellungen verdoppelt. Man habe Millionen von Beatmungsgeräten mit geräuschdämpfendem Schaumstoff hergestellt, der in Partikel zerfallen könne. Diese Teilchen könnten verschluckt oder eingeatmet werden und seien möglicherweise toxisch und krebserregend. Philips verdoppelte die Rückstellung für die erwarteten Kosten in diesem Zusammenhang auf 500 Mio. Euro.
    • Die europäische Datenschutzorganisation Noyb hat für Web-Browser ein Konzept vorgestellt, das die umstrittenen Cookie-Banner überflüssig machen würde. Es handelt sich dabei um einen automatischen Browser-Signal, mit dem die Anwender festlegen können, welche Cookies sie akzeptieren wollen und welche nicht - und das ohne ein Cookie-Banner. „Unsere Lösung zeigt, dass eine nutzerfreundliche europäische Lösung für Datenschutzeinstellungen leicht umsetzbar ist", sagte der Vorsitzende von Noyb, Max Schrems, der Deutschen Presse-Agentur.
    • Der Hersteller von Elektroautos, Tesla, wird nach den Worten seines CEOs Elon Musk die Kryptowährung Bitcoin wieder als Zahlungsmittel akzeptieren, allerdings nur unter der Bedingung, dass ein angemessener Anteil von etwa 50 Prozent an erneuerbaren Energien bei der Bitcoin-Herstellung genutzt werde und es dabei zudem einen positiven Trend in diese Richtung gebe. Nach diesem Tweet von Musk am Sonntagabend legte der Bitcoin-Kurs prompt wieder zu. Bitcoins werden durch komplexe Rechenaufgaben auf Computern erzeugt. Dabei werden große Mengen Strom verbraucht. Umweltschützer kritisieren die Digitalwährung deshalb als Klimakiller. Für seine jüngsten Äußerungen hat Tesla-Chef zuletzt Kritik einstecken müssen, denn seine Tweets haben zu deutlichen Kursausschlägen geführt.Den Vorwurf, er betreibe mit seinen Tweets wissentlich Marktmanipulation wies Musk nun als falsch zurück.
    • Der Flughafenbetreiber Fraport hat am Airport Frankfurt im Mai erstmals seit Monaten wieder ein Passagieraufkommen über der Millionen-Marke gezählt. Mit knapp 1,25 Mio. Fluggästen flogen rund 357 Prozent mehr als im ersten Corona-Lockdown ein Jahr zuvor, aber 80 Prozent weniger als im Vorkrisen-Mai 2019. Das Aufkommen an Fracht und Luftpost wuchs im Vergleich zu Mai 2020 um 27,5 Prozent auf knapp 200.700 Tonnen.
    • Airbus-Verwaltungsratschef René Obermann hat auf die Konkurrenz aus China beim Flugzeugbau aufmerksam gemacht. Bei der Telekommunikation habe „die chinesische Konkurrenz, insbesondere Huawei, innerhalb eines Jahrzehnts die globale Branche mehr oder weniger erobert", sagte der frühere Chef der Deutschen Telekom im Gespräch mit dem „Handelsblatt“. „Sie mögen das Paranoia nennen, aber mich treibt immer eine gewisse Sorge um, wichtige Technologien und Trends zu verpassen." So werde die Luftfahrt von digitalen Technologien und vom Eintritt neuer Wettbewerber in den Markt beeinflusst, sagte Obermann. „Ein neuer, wichtiger kommt aus China." Dort hat der Hersteller Comac mit der C919 ein Flugzeug in Größe von Airbus' Erfolgsjet A320 entwickelt. Die Triebwerke stammen von CFM Joint Venture von General Electric und Safran).
    • Der Finanzchef von Hannover Rück, Clemens Jungsthöfel, hat die Wiederaufnahme einer Sonderdividende angekündigt. Wenn das Jahr erwartungsgemäß verlaufe und es die Kapitalsituation zulasse, gebe es „keinen Grund, warum wir nicht wieder eine Sonderdividende zahlen sollten", sagte Jungsthöfel der „Börsen-Zeitung“. Die Hannover Rück sei auf Kurs, das für 2021 angekündigte Gewinnziel von 1,15 bis 1,25 Milliarden (Vj.: 883 Mio.) Euro zu erreichen.
    • Zwei Amerikaner haben vor einem Gericht in Tokio gestanden, Ex-Nissan-Chef Carlos Ghosn bei seiner Flucht geholfen zu haben. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Der ehemalige US-Soldat und sein Sohn waren im März von den USA an Japan ausgeliefert worden. Der ehemalige Vorstandschef des französisch-japanischen Autobündnisses Renault-Nissan-Mitsubishi war Ende 2019 aus Japan in den Libanon geflohen. Ghosn wollte mit seiner Flucht einem Prozess wegen Steuerhinterziehung und Veruntreuung entgehen.

    Konjunktur & Politik

    • Die Europäische Zentralbank (EZB) sollte u.a. beim Aufkauf von Unternehmensanleihen das Prinzip der Marktneutralität durch das Prinzip der Markteffizienz ersetzen, wie EZB-Direktorin Isabel Schnabel in einer Rede sagte. Dadurch könnten Belange des Klimawandels besser berücksichtigt werden. "Wenn der Markt die mit dem Klimawandel verbundenen Risiken falsch bewertet, kann die Einhaltung des Grundsatzes der Marktneutralität eine Marktstruktur unterstützen, die eine effiziente Ressourcenallokation behindert", sagte Schnabel laut Redetexte. Würde die EZB auf das Prinzip der Marktneutralität verzichten, könnte sie etwas Unternehmensanleihen von "grünen" Unternehmen bevorzugt erwerben und so diesen zu günstigeren Finanzierungsbedingungen verhelfen.
    • Der Hedgefonds-Manager Paul Tudor Jones sagte am Montag dem US-Sender CNBC, dass er angesichts der jüngsten Inflationsdaen, die kommende Sitzung der US-Notenbank genau beobachten werde. „Wenn sie (die US-Währungshüter) diese wichtigen Zahlen (…) mit Nonchalance behandeln, denke ich, dass dies als Startschuss gilt, um stark auf jeden Inflationshandel zu wetten," sagte Jones in der "Squawk Box“. „Wenn sie sagen, 'wir sind auf dem richtigen Weg, die Dinge sind gut', dann würde ich einfach alles auf die Inflationstrades setzen. Ich würde wahrscheinlich Rohstoffe kaufen, Krypton kaufen, Gold kaufen“. Sollte die Fed allerdings ein Ende ihrer lockeren Geldpolitik einläuten, dann würde es zu Sell-Offs am Anleihenmarkt und bei Aktien kommen.
    • Die NATO will sich neu ausrichten und künftig besser und schneller auf aktuelle Herausforderungen reagieren können, wie etwa auf die Spannungen mit Russland und China. Das strategische Konzept mit dem Namen „Nato 2030“ soll auf dem heutigen Gipfel konkret vorbereitet werden, dass es auf dem kommenden dann förmlich angenommen werden kann.
    • US-Präsident Joe Biden hat den europäischen NATO-Bündnispartnern versichert, dass sie sich im Ernstfall auf den Beistand der USA verlassen können. Artikel 5 des Nato-Vertrags, in dem die Beistandspflicht beim Angriff auf einen Bündnispartner festgeschrieben ist, sei für die USA eine „heilige Pflicht“, sagte er.
    • Die Welthandelsorganisation (WTO) zunehmende Hürden beim globalen Austausch von medizinischen Gütern kritisiert. WTO-Generaldirektorin Ngozi Okonjo-Iweala sagte „Wir müssen diese Beschränkungen abbauen, damit wir medizinische Güter, Lieferungen und Impfstoffe (schneller) transportieren können.“ Die Zahl der Handelsbeschränkungen habe zu Beginn der Pandemie Anfang 2020 bei 109 gelegen, sei später auf 51 gesunken.
    • Wie aus dem Jahresbericht des Friedensforschungsinstituts Sipri hervorgeht, ist die Verringerung der weltweit einsetzbarer Atom-Sprengköpfe ins Stocken geraten. Mittlerweile seien wieder mehr Atombomben einsatzbereit als noch zuletzt, während gleichzeitig umfassende Programme zur Modernisierung betrieben werden. Sowohl die USA und Russland als auch praktisch jeder andere atomar bewaffnete Staat würden sich mitten in teuren und umfangreichen nuklearen Modernisierungskampagnen befinden.
    • Im US-Bundesstaat Texas ist eine Klage von mehr als hundert Krankenhaus-Mitarbeitern gegen die faktische Corona-Impfpflicht an ihrem Arbeitsplatz zurückgewiesen worden. Die zuständige Richterin erklärte, eine Covid-19-Impfung sei keine illegale Handlung und werde daher nicht strafrechtlich geahndet.
    • In der Eurozone ist die Industrieproduktion im April im Monatsvergleich um 0,8 Prozent gestiegen, wie das Statistikamt Eurostat am Montag mitteilte. Analysten hatten lediglich einen Zuwachs um 0,4 Prozent erwartet. Zudem revidierte Eurostat den Anstieg im März von 0,1 Prozent auf 0,4 Prozent nach oben. Im Jahresvergleich meldete Eurostat einen Anstieg der Industrieproduktion um 39,3 Prozent.
    • Die Bundesregierung rechnet mit einem weiteren Anziehen der Inflation in Deutschland. In der zweiten Jahreshälfte sei aufgrund eines Basiseffektes wegen der temporären Senkung der Umsatzsteuersätze ein Jahr zuvor sogar mit Raten um die drei Prozent zu rechnen, heißt es im heute veröffentlichten Monatsbericht des Bundeswirtschaftsministeriums. Nach Auslaufen der Sondereffekte sollte sich der Preisdruck aber zu Beginn des kommenden Jahres wieder deutlich verringern. Die große Mehrheit der Sparer in Deutschland stellt sich gleichwohl auf weiter steigende Preise ein. 89 Prozent gehen davon aus, dass diese in der zweiten Jahreshälfte steigen werden, wie laut Reuters aus einer Umfrage unter 500 Finanzentscheidern in privaten Haushalten im Auftrag von Union Investment hervorgeht. Zwar glaube die Mehrzahl, dass sich dies nur leicht bemerkbar mache. „Der Anteil derer, der mit stark steigenden Preisen rechnet, erreicht mit 23 Prozent jedoch im Vergleich zu den Vorjahren ein neues Maximum", hieß es. „Das Ende der Corona-Pandemie ist in Sicht, die damit einhergehenden Lockerungen beflügeln die Konjunktur und sorgen für erhöhten Preisdruck", sagte der Geschäftsführer bei Union Investment, Giovanni Gay. Im Mai war die Teuerungsrate auf 2,5 Prozent gestiegen, den höchsten Stand seit zehn Jahren.
    • Der britische Premierminister Boris Johnson hat vor dem Gipfel der 30 NATO-Staaten betont, dass das westliche Bündnis keinen neuen kalten Krieg mit China wolle. Die zweitstärkste Wirtschaftsmacht der Welt sei zwar ein „gigantischer Faktor in unserem Leben“ und für die Nato eine neue strategische Herausforderung, sagte Johnson am Montag vor dem Gipfeltreffen in Brüssel. „Ich glaube nicht, dass irgendjemand heute hier am Tisch einen neuen kalten Krieg mit China will“, ergänzte er.
    • In Myanmar ist der Prozess gegen die entmachtete Regierungschefin Aung San Suu Kyi angelaufen. Die Justiz wirft der der Politikerin zahlreiche Vergehen vor. Beobachter und Menschenrechtsexperten vermuten, dass die Junta die beliebte Politikerin durch die Verfahren langfristig zum Schweigen bringen will. Die Friedensnobelpreisträgerin sitzt seit dem Militärputsch von Anfang Februar im Hausarrest.
    • Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat ein stufenweises Ende der Maskenpflicht vorgeschlagen. Bei den fallenden Corona-Inzidenzen könne in einem ersten Schritt die Maskenpflicht draußen entfallen, sagte der CDU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „In Regionen mit sehr niedriger Inzidenz und einer hohen Impfquote kann man nach und nach auch drinnen auf den Mund-Nasen-Schutz verzichten“. Spahn sagte aber, dass das Tragen von Masken auch ohne Pflicht weiter zu empfehlen sei, etwa auf Reisen oder bei Treffen in Innenräumen. Eine Aufhebung der Maskenpflicht könnte nach Ansicht von Wissenschaftlern die Pandemie wieder festigen. „Wenn wir nach dem Wegfall der Testpflicht in vielen Situation nun auch noch die Maskenpflicht fallen lassen, sind wir im Grunde in einem ungestörten Leben wie vor der Pandemie", sagte Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation am Montag der dpa. Das Virus aber sei noch da und wesentlich infektiöser durch Mutationen. „Warum soll die Pandemie dann nicht wiederkommen?".
    • Das ifo Institut hat gefordert, zusätzliche Bundesmittel für Digitalisierung und Fördermaßnahmen im Bildungssystem an Reformen zu knüpfen. Auf diese Weise lasse sich ein effektiver Einsatz der Mittel sicherstellen. Das geht aus einem Aufsatz des Leiters des ifo Zentrums für Bildungsökonomik, Ludger Wößmann, im ifo Schnelldienst hervor. Dort skizziert er Forderungen für die nächste Legislaturperiode. „Bildung hat sich als ausschlaggebend für den zukünftigen Wohlstand von Personen und Gesellschaften erwiesen“, schreibt Wößmann.
    • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag erstmals seit vergangenen September weniger als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. So registrierte das RKI 549 neue Fälle (Vorwoche: 1.117). Die Sieben-Tage-Inzidenz gab das RKI mit bundesweit 16,6 an (Vortag: 17,3, Vorwoche: 24,3).
    • Die G7-Industrienationen wollen weiter nach dem Ursprung des Coronavirus fahnden. In der Abschlusserklärung des G7-Gipfels wird eine „zeitnahe, transparente, von Experten geführte und wissenschaftlich basierte Studie" gefordert. Die Ermittlungen sollen von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) organisiert werden.
    • Im israelischen Parlament hat die neue Regierung eine knappe Mehrheit von 60 zu 59 Stimmen erhalten. Ministerpräsident wird der Chef der ultrarechten Jamina-Partei, Naftali Bennett. Dies bedeutet das vorläufige Ende der Ära des Langzeit-Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu. Bennett soll die Regierung zunächst zwei Jahre lang anführen.
    • An diesem Montag kommen die Staats- und Regierungschefs der 30 NATO-Staaten zum Treffen zusammen. Ein zentrales Thema ist der Umgang mit Chinas Aufstieg zur militärischen Weltmacht. Außerdem werden die Bedrohungen durch Russland Gegenstand der Beratungen sein.
    • Der britische Premierminister Boris Johnson hat eine Aufhebung des Patentschutzes für die Herstellung von Corona-Impfstoffen erneut abgelehnt. „Zentral ist, weltweit Produktionsstätten aufzubauen, vor allem in Afrika. Auch Know-how muss geteilt werden. Aber zugleich müssen Anreize für Innovationen geschützt werden. Der richtige Weg ist es, Impfstoffe zum Selbstkostenpreis zu verteilen", sagte Johnson am Rande des G7-Gipfels am Wochenende in Cornwall.

    Dividendenabschläge


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