Immer mehr Trader setzen auf Billig- oder Kostenlosbroker. Schließlich fallen Transaktionsgebühren und andere Kosten gerade bei privaten Tradern oftmals stark ins Gewicht und schmälern den Anlageerfolg. Das gilt vor allem dann, wenn ein besonders aktiver Handelsstil verfolgt wird, also häufig Transaktionen durchgeführt werden. Gerade sehr aktive Heavy Trader und Day Trader sollten deshalb immer die Kosten genau im Blick behalten.

Der erste Online-Broker mit komplett kostenfreiem Wertpapierhandel war nach eigenen Angaben der Broker justTRADE, hinter dem die Hamburger Privatbank Sutor Bank steht. justTRADE bietet den komplett kostenfreien Wertpapierhandel ohne Orderprovision, Fremdkostenpauschale und Depotgebühren. Über justTRADE können mehr als 500.000 Wertpapiere, darunter Aktien, ETFs, Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte gehandelt werden. Für den Handel mit Aktien und ETFs stehen die Börsen LS Exchange (eine Kooperation von Lang & Schwarz und der Börse Hamburg) sowie Quotrix (elektronisches Handelssystem der Börse Düsseldorf) zur Verfügung. Derivate werden im außerbörslichen Direkthandel mit den Emittenten gehandelt. Wie andere Broker auch erhält justTRADE Rückvergütungen der Handels- und Produktpartner. Auf diese Weise kann justTRADE den für den Endkunden völlig kostenlosen Handel finanzieren.

Wer befürchtet, dass er an den relativ unbekannten Börsen LS Exchange und Quotrix eher schlechtere Kurse erhält als zum Beispiel auf Xetra, kann beruhigt werden. Denn sowohl für die LS Exchange als auch für Quotrix gilt bei vielen Aktien auf justTRADE eine Referenzpreisgarantie: Die Spreads bzw. die Kurse dürfen nicht schlechter sein als am Referenzmarkt. Im Praxistest kommt es immer wieder vor, dass die auf justTRADE verfügbaren Kurse sogar etwas besser ausfallen als die auf Xetra. Die Market Maker verdienen trotzdem Geld: Zum einen profitieren sie natürlich vom Spread, auch wenn dieser identisch mit dem auf Xetra ist, zum anderen betreiben die Market Maker teilweise auch Eigenhandel. Außerdem gilt die Referenzpreisgarantie natürlich nur während der Öffnungszeiten des Referenzmarktes, nicht aber im vor- oder nachbörslichen Handel und auch nicht für alle Produkte.

Bei Derivaten und ETFs ist ein großes Produktangebot über justTRADE handelbar. Im Bereich der Zertifikate, Optionsscheine und Hebelprodukte können Anleger auf Produkte von citi, Societe Generale, UBS und Vontobel im außerbörslichen Direkthandel zurückgreifen. Bei den ETFs können Produkte von Amundi, Xtrackers von DWS, iShares, Lyxor ETF, Vanguard, VanEck und UBS gehandelt werden.

Die Anmeldung bei justTRADE ist in der Regel in 20 Minuten erledigt. Die Authentifizierung erfolgt dabei über den Partner IDnow in der eigenen App von justTRADE. Gehandelt werden kann im Idealfall noch am selben Tag, wenn die Überweisung rechtzeitig genug erfolgt.

Der Handel bei justTRADE ist entweder über das Web oder per Android- bzw. iOS-App möglich. Die Web-Handelsplattform von justTRADE ist übersichtlich und praktisch aufgebaut, wobei auf überflüssige Elemente verzichtet wird. Watchlisten sind in der Handelsplattform integriert, Charts sind bisher nicht verfügbar, sollen aber im Laufe des Jahres ergänzt werden. Kostenlose Realtime-Kurse werden zumeist im Pushverfahren angezeigt, aktualisieren sich also von selbst.

Im Praxistest funktioniert der Handel über justTRADE reibungslos und ist wie versprochen völlig kostenlos. Die Kurse sind bei deutschen Aktien während der Xetra-Öffnungszeiten so gut wie am Originalhandelsplatz und manchmal sogar etwas besser. Das Mindestordervolumen beträgt 500 Euro bei einer Kauforder, während Verkäufe auch unter 500 Euro möglich sind. Die Ordertypen richten sich nach dem, was die Börsen bzw. Handelspartner anbieten und umfassen sämtliche gängigen Ordertypen. Besonders praktisch ist die Request for Quote-Order. Per Klick erhält man einen konkreten Kurs für seine Order und kann dann entscheiden, ob man den Handel durchführen möchte. Mit der Request for Quote-Order behält der Trader die komplette Kontrolle und kann trotzdem sehr schnell auf Entwicklungen am Markt reagieren.

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Zwei kleine Mankos besitzt der Handel über justTRADE aktuell. Zum einen kann derzeit noch kein Freistellungsauftrag erteilt werden, so dass sich Anleger möglicherweise zu viel gezahlte Steuern über die Steuererklärung zurückholen müssen. Die Möglichkeit zum Erteilen eines Freistellungsauftrags will justTRADE aber noch im Laufe des Jahres integrieren. Zum anderen erhebt justTRADE Negativzinsen für Guthaben auf dem Depotkonto, die dem EZB-Einlagenzins entsprechen und aktuell bei -0,5 % p.a. liegen. Die Negativzinsen können aber leicht dadurch vermieden werden, dass immer nur so viel Geld auf das Konto überwiesen wird, wie auch direkt in Wertpapiere investiert wird. Denn maßgeblich ist ausschließlich das Kontoguthaben auf dem Verrechnungskonto, nicht aber das in Wertpapieren gebundene Geld.

Fazit: justTRADE überzeugt im Praxistest durch die völlige Kostenfreiheit, ein sehr großes Produktangebot (gerade auch im Vergleich mit anderen Billigbrokern) und eine praktisch und einfach zu bedienende Handelsplattform. Ein großer Pluspunkt ist die Referenzpreisgarantie. Über die beiden angeschlossenen Börsen LS Exchange und Quotrix erhalten Anleger damit während der Haupthandelszeiten einen Kurs gestellt, der mindestens so gut ist wie auf Xetra und manchmal sogar besser. Alles in allem ist das Angebot von justTRADE sehr überzeugend. Kostenlos handeln und zwar zu Kursen wie an der Referenzbörse: Wer das möchte, sollte sich das Angebot von justTRADE unbedingt ansehen.

Mehr Informationen unter www.justtrade.com