Bangkok (BoerseGo.de) - Zwei Monate nach dem Sturz der Regierung hat Thailands König Bhumibol Adulyadej die Übergangsverfassung der regierenden Militärjunta abgesegnet. Die Machthaber in Thailand unter General Prayuth Chan-Ocha planen bis zum September, eine Übergangsregierung zu einzusetzen. Gemeinsam mit einem Reformrat soll sie die neue endgültige Verfassung ausarbeiten. Das Militär, das am 22. Mai die Macht in Thailand übernommen hatte, versprach eine Rückkehr zur Demokratie, sobald es eine neue Verfassung gibt. Im nächsten Jahr sollen dann Wahlen stattfinden.

Prayuth Chan-Ocha war am Dienstag von dem 86 Jahre alten König empfangen worden. Die ein Jahr gültige Übergangsverfassung regelt unter anderem die Einsetzung der zivilen Übergangsregierung und eines Reformrates. König Bhumibol wird in Thailand hoch verehrt, seine Zustimmung ist für das Militär sehr wichtig.

Derweil verteilen die Generäle Geschenke an die Bevölkerung. 93 Prozent der Thailänder sind laut einer aktuellen Umfrage mit den Maßnahmen der Militärjunta zufrieden, 64 Prozent meinen, dass ihr Leben sicherer geworden ist, diese und andere Erfolgsmeldungen sind in der thailändischen Tageszeitung Bangkok Post derzeit zu lesen - Ergebnisse einer Umfrage des renommierten Suan Dusit Institutes.

Westliche Länder und Menschenrechtsorganisationen kritisieren derweil die Militärherrschaft kritisiert. „ Es ist kein Ende verschiedener Menschenrechtsverletzungen in Sicht", teilte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International Anfang Juli mit. Unter anderem seien das Recht auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit beschnitten worden. „Die Serie repressiver Maßnahmen zeichnet ein düsteres Bild der Menschenrechtslage" , hieß es.