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Bangkok (BoerseGo.de) - Die thailändische Regierung hat ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr deutlich nach unten korrigiert. Statt wie bisher mit einem Zuwachs des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 1,4 Prozent rechnet das Finanzministerium in Bangkok nun nur noch mit einem Plus von, 1,4 Prozent. Wie das Ministerium erklärte, ist die Anpassung wegen des schwachen Wachstumsbeitrags der heimischen Exportwirtschaft notwendig geworden. Die wirtschaftspolitischen Maßnahmen der Regierung bewirkten zwar positive Effekte, hätten aber noch nicht die gewünschte Dynamik herbeigeführt, hieß es weiter. Für das kommende Jahr erwartet Bangkok aber wieder einen beschleunigten BIP-Anstieg um 4,1 Prozent.

Der skeptischere Blick der Regierung ist wenig überraschend, obwohl das Land diese Woche robuste Daten vom Außenhandel im September vorlegte. Danach sind die Ausfuhren Thailands im Berichtsmonat im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,2 Prozent angesprungen zu, die Importe legten sogar um 14,4 Prozent, wie das Handelsministerium am Dienstag mitteilte. Das Handelsbilanzminus weitete sich damit auf Monatssicht von 1,1 Milliarden auf 1,8 Milliarden Dollar aus. Maßgeblicher Treiber des Importzuwachses waren vor allem Goldkäufe der Thailänder im Ausland. Die Exportwirtschaft des südostasiatischen Landes verzeichnete hingegen zunehmende Erlöse in der Gesamtregion Asien. Mit Blick auf den derzeit wenig dynamischen Welthandel wird sich der thailändische Außenhandel in den kommenden Monaten wahrscheinlich schwer tun. Vor allem die flaue Inlandsnachfrage verhindert eine beschleunigte konjunkturelle Erholung.

In Thailand gilt seit Mai das Kriegsrecht. Junta-Führer Prayuth Chan-ocha (60) hat sich vor drei Monaten zum Regierungschef wählen lassen. Der Militär hat ein Reformprogramm angekündigt. Wählen lassen will er frühestens im Oktober kommenden Jahres.