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Bangkok (BoerseGo.de) – Thailands Exportwirtschaft erlebte im Oktober eine Renaissance. Wie die Regierung am Donnerstag in Bangkok mitteilte, stiegen die Ausfuhren gegenüber dem Vorjahresmonat um 4 Prozent und verzeichneten damit den höchsten Anstieg seit Januar 2013. Überraschend deutlich fielen im Oktober hingegen die Einfuhren, die im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 Prozent zurückgingen. Die Handelsbilanz belief sich im Oktober auf den Gegenwert von 32 Millionen US-Dollar.

Die Exporte nach Japan, die USA und die EU zogen im Berichtsmonat mit einer Jahresrate von 6,3 Prozent an, in die ASEAN-Staaten betrug das Plus sogar 7,2 Prozent. Schwach zeigten sich hingegen mit einem Rückgang um 7,8 Prozent die Ausfuhren zum wichtigsten Auslandsmarkt China.

Eventuell resultieren die anziehenden Exporte in Thailand lediglich aus Vorzieheffekten einer zum 1. Januar 2015 angesetzten Erhöhung der Zollsätze für mehr als 700 Produkte. Auf mittlere Sicht ist davon auszugehen, dass die wenig dynamische Wirtschaftsentwicklung in Japan und der Eurozone künftig vermehrt das Bestellvolumen belasten wird. Zudem bleibt die Nachfrage aus China weiterhin aus. Der Effekt wird nur teilweise durch die wachsende Absatzmenge in den USA und dem ASEAN-Raum kompensiert.

Derweil erwägt die vom Militär eingesetzte Regierung, den Termin für freie Wahlen in dem südostasiatischen Land auf das Jahr 2016 zu verschieben. Dies sagte Finanzminister Sommai Phasee der BBC in einem am Donnerstag ausgestrahlten Interview. Putschführer Prayuth Chan-ocha hatte ursprünglich eine Wahl in der zweiten Hälfte 2015 in Aussicht gestellt. Thailand steht seit dem Putsch im Mai unter Kriegsrecht. Prayuth trat damals als Armeechef zurück und übernahm das Amt des Regierungschefs.