• Berliner Corona-Politik scheitert vor Gericht
    • Preisdruck in der Eurozone verschärft sich
    • Coronavirus breitet sich in Europa aus
    • Daimler will Ausblick anheben
    • SARS CoV-2: Remdesivir laut WHO wirkungslos
    • Thyssenkrupp: Stahlsparte womöglich vor Verkauf
    • VW-Verkaufszahlen ziehen wieder an
    • TRATON und Navistar kurz vor Einigung

    DAX

    • Nach den kräftigen Kursverlusten am Vortag ging es am Freitag am deutschen Aktienmarkt wieder nach oben. Der DAX beendete den Xetra-Handel mit einem Plus von 1,62 Prozent bei 12.908,99 Punkten. Vor allem die Autoaktien zogen den DAX nach oben. Der europäische Automarkt hat im September zum ersten Mal in diesem Jahr einen Anstieg zum Vorjahresmonat verbuchen können. Derweil deckeln politische Sorgen die Aufwärtsbewegung zum Wochenschluss. Im Brexit-Streit erwartet der britische Premierminister Johnson nach eigenen Worten nun einen harten Bruch ohne Vertrag mit der Europäischen Union am 1. Januar. Die EU habe offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen wie mit Kanada, sagte Johnson am Freitag. Dementsprechend erwarte man nun eine Beziehung wie mit Australien, also ohne Vertrag.

    Chartanalysen & Artikel des Tages

    Unternehmen

    • Beim Kochboxenversender Hellofresh boomt das Geschäft. Vor diesem Hintergrund erhöhte das Unternehmen am Freitag die Prognose für das Gesamtjahr. Für 2020 erwartet der Konzern nun ein bereinigtes Wachstum von 95 bis 105 Prozent (zuvor 75 bis 95) sowie eine bereinigte Ebitda-Marge von 11,25 bis 12,75 Prozent (zuvor 9 bis 11). Das Berliner Unternehmen verschickt Kochboxen mit Lebensmitteln und dazu passenden Rezepten. Mit 968 bis 971 Mio. Euro war der Umsatz im dritten Quartal mehr als doppelt so hoch wie noch im Vorjahresquartal.
    • Der Pharmakonzern Pfizer kündigte an, im November womöglich eine Notfallgenehmigung für seinen Covid-19-Impfstoff beantragen zu wollen. Voraussetzung sei, dass die Daten zu Wirksamkeit und Sicherheit bei der laufenden Erprobung positiv seien, schrieb CEO Albert Bourla am Freitag in einem offenen Brief. Pfizer arbeitet bei der Entwicklung des Wirkstoffes BNT162b2 mit dem Mainzer Unternehmen BioNTech zusammen. Laut Pfizer benötige die US-Gesundheitsbehörde FDA für eine Untersuchung die Daten von mindestens der Hälfte der Teilnehmer der laufenden Studien über eine Dauer von zwei Monaten nach der abgeschlossenen Impfung. Dieser Punkt könnte in der dritten Novemberwoche erreicht und die Genehmigung beantragt werden.
    • Mehrere in weltweiten Testreihen überprüfte, potenzielle Corona-Medikamente, darunter Remdesivir, haben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wenig oder keinen Nutzen gezeigt. Der Hersteller von Remdesivir, Gilead Sciences, betonte am Freitag erneut die Wirksamkeit seines Medikaments. Man sei besorgt darüber, dass die Daten der WHO-Studie nicht die übliche strenge Überprüfung erfahren hätten.
    • Aus Sicht der europäischen Luftfahrtbehörde EASA darf Boeings Krisenjet 737 Max noch in diesem Jahr wieder fliegen. „Unsere Analyse zeigt, dass er sicher ist, und das erreichte Sicherheitsniveau ist hoch genug für uns", sagte EASA-Chef Patrick Ky in einem Bloomberg-Interview. Damit könnte das seit März 2019 geltende Startverbot für Boeings meistgefragten Flugzeugtyp aufgehoben werden.
    • Twitter ändert seine Regeln für den Umgang mit durch Hacking erbeuteten Inhalten. Sie würden künftig nur noch in den Fällen gesperrt, wenn sie direkt von den Hackern veröffentlich werden, teilte Managerin Vijaya Gadde mit. Damit wolle der Dienst auch den unbeabsichtigten Konsequenzen unter anderem für Journalisten Rechnung tragen.
    • Der Anbieter von Servern und Netzwerkprodukten, Hewlett Packard Enterprise, hat einen auf drei Jahre angelegten Plan veröffentlicht, mit dem das Unternehmen auf den Wachstumspfad zurückkehren will. Im Zuge dessen hat HPE die Gewinnprognose für das 2021 endende Geschäftsjahr (per 31.10) deutlich angehoben. Sie liegt nun über dem Analystenkonsens.
    • Twitter-User weltweit sind am Freitag von einer Störung des Kurznachrichtendienstes betroffen gewesen. Knapp zwei Stunden nach der ersten Meldung erklärte der Kurznachrichtendienst, dass Twitter wieder funktionieren sollte. Als Grund für die Störung wurde eine „unbeabsichtigte Änderung in den internen Systemen" genannt.
    • TRATON und Navistar stehen kurz vor der Einigung auf eine Übernahme, wie CNBC unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen berichtet. Das Unternehmen und die beiden großen Anteilseigner Carl Icahn und der Hedgefonds MHR seien bereit, einem auf 44,50 US-Dollar erhöhten Gebot zuzustimmen, hieß es am Freitag von den Amerikanern in einem veröffentlichten Brief an TRATON-Chef Matthias Gründler. Damit wäre die Übernahme der restlichen Anteile von Navistar rund 3,7 Mrd. Dollar schwer. .Am Mittwoch hatte die VW-Tochter mitgeteilt, das bisherige Übernahmeangebot an diesem Freitag auslaufen zu lassen. TRATON hatte es vor etwas mehr als einem Monat von 35 auf 43 Dollar je Aktie aufgestockt.
    • Im September sind die Auslieferungen des Volkswagen-Konzerns im Vergleich zum Vorjahresmonat um 3,3 Prozent auf 933.600 Fahrzeuge gestiegen, nachdem es im August noch ein Minus von 6,6 Prozent gegeben hatte, wie der weltgrößte Autohersteller am Freitag berichtete. In den ersten drei Quartalen lief das Geschäft allerdings deutlich schlechter: Von Januar bis September wurden alle VW-Marken 18,7 Prozent weniger Neuwagen los als 2019, das dritte Quartal selbst schlossen die Wolfsburger mit einem Minus von 1,1 Prozent ab.
    • Beim Industrie- und Stahlkonzern Thyssenkrupp deuten sich große Veränderungen an. Der britische Konzern Liberty Steel will die defizitäre Stahlsparte von Thyssenkrupp übernehmen. Liberty Steel habe ein nicht-bindendes Angebot vorgelegt, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Zu einem möglichen Kaufpreis äußerte sich Liberty Steel nicht. Das Angebot sei nicht exklusiv. Laut einem Händler würde ein Verkauf bedeuten, dass sich Thyssenkrupp aufspalte, da bereits das Aufzuggeschäft veräußert sei und auch andere Bereiche noch zum Verkauf stünden. Die IG Metall will gegen das Übernahmeangebot von Liberty Steel vorgehen. „Liberty will offenbar im Ein-Euro-Laden einkaufen“, sagte NRW-Bezirkschef Knut Giesler zu Reuters. Bei einem Verkauf des Stahlgeschäfts an Liberty drohe eine Zerschlagung der Stahlsparte und der Verlust zahlreicher Arbeitsplätze.
    • Die geplante Tesla-Fabrik in Grünheide soll 1,4 Mio. Kubikmeter Wasser im Jahr verbrauchen. „Wir müssen sie an unser vorhandenes Netz anschließen“, sagte die Sprecherin des zuständigen Wasserverbands Strausberg-Erkner, Sandra Ponesky, der dpa. Das Netz verlagere sich wegen des Großabnehmers in den Süden.
    • Die chinesische Alibaba-Tochter Ant Group hält beim geplanten IPO nun eine noch höhere Bewertung für möglich, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete. Ant strebe nun eine Bewertung von rund 280 Mrd. Dollar an. Zuletzt war noch von einer Bewertung von 250 Mrd. Dollar die Rede.
    • Der Sportwagenbauer Porsche hat in den ersten drei Quartalen dieses Jahres 191.547 Fahrzeuge an Kunden übergeben, wie Porsche am Freitag mitteilte. Das war im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Minus von fünf Prozent. Vertriebschef Detlev von Platen sprach von „robusten" Zahlen. „Der chinesische Markt hat sich nach dem Lockdown schnell wieder erholt, auch steigt die Nachfrage in anderen Märkten wieder deutlich an - all das hat zu diesem Ergebnis wesentlich beigetragen", sagte er. Im größten Einzelmarkt China liegt Porsche mit 62.823 ausgelieferten Fahrzeugen noch um zwei Prozent unter dem Niveau des Vorjahres.
    • Der Autobauer Daimler hat ein überraschend starkes drittes Quartal verzeichnet. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) lag bei 3,07 Mrd. Euro, teilte Daimler am Donnerstagabend mit. Erwartet hatten Analysten knapp 2 Mrd. Der freie Barmittelzufluss im Industriegeschäft habe bei 5,1 Milliarden Euro gelegen. Durch die gute Entwicklung besonders im September plane der Konzern, seinen Ausblick auf das ganze Jahr zu heben, so Daimler.
    • Der europäische Automarkt hat im September überraschend einen Anstieg zum Vorjahresmonat erzielt. In der EU wurden 933.987 Pkw neu zugelassen, wie der europäische Branchenverband Acea mitteilte. Das waren 3,1 Prozent mehr als im September 2019.
    • Der Nutzfahrzeughersteller Volvo hat sich im dritten Quartal ein Stück weit aus dem Corona-Loch herausarbeiten können. Das Umfeld habe sich im Verlauf des Quartals aufgehellt, sagte CEO Martin Lundstedt bei der Vorlage der Quartalszahlen. So hat der Konzern mit 57.530 Lkws 61 Prozent mehr neue Bestellungen als im Jahr zuvor an Land gezogen. Die im Vorquartal eingebrochene Nachfrage führte jedoch im dritten Quartal zu deutlichen Rückgängen bei Umsatz und Ergebnis. So sank der Umsatz von 98,7 Mrd. auf 76,9 Mrd. schwedische Kronen, das bereinigte operative Ergebnis ging von 10,9 Mrd. auf 7,2 Mrd. Kronen zurück.
    • Der französische Luxusgüterhersteller LVMH hat im dritten Quartal im Geschäft mit Mode und Leder sowie mit Wein und Spirituosen eine Aufhellung verzeichnet. Zwischen Juli und Ende September sank der Umsatz auf vergleichbarer Basis noch um 7 Prozent, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Mit Mode und Lederprodukten kam es bereits ein Umsatzplus von 12 Prozent, bei Wein und Schnaps lag der Umsatzrückgang noch bei 3 Prozent.

    Konjunktur & Politik

    • Das von der Universität Michigan erhobene Verbrauchervertrauen der US-Konsumenten ist im Oktober gegenüber dem Vormonat um 0,8 auf 81,2 Punkte gestiegen, wie die Universität nach einer ersten Auswertung mitteilte. Sowohl die Bewertung der aktuellen Lage als auch die Erwartungen verbesserten sich stärker als erwartet.
    • Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat der Türkei im Erdgasstreit im östlichen Mittelmeer Provokationen vorgeworfen. „Ich bin froh, dass auch diejenigen, die traditionell sehr viel Verständnis gegenüber der Türkei entgegenbringen, auch bereit waren, klar anzuerkennen, dass bei der Türkei eine Provokation der nächsten folgt", sagte Kurz nach Abschluss des EU-Gipfels am Freitag in Brüssel. Es sei noch einmal klar festgehalten worden, dass mit Sanktionen reagiert werden müsse, wenn die Türkei diese Provokationen nicht einstelle.
    • Die US-Industrie hat im September 0,6 Prozent weniger produziert als im Vormonat, wie die US-Notenbank Fed am Freitag in Washington mitteilte. Es ist der erste Rückgang nach vier Zuwächsen in Folge. Analysten hatten mit einem Zuwachs um 0,5 Prozent gerechnet. Die Kapazitätsausstattung sank im September um 0,5 auf 71,5 Prozent. Im gesamten dritten Quartal stieg die Produktion auf das Jahr hochgerechnet (annualisiert) jedoch um fast 40 Prozent, erklärte die Fed. Das Vorkrisenniveau wird aber immer noch um rund sieben Prozent unterschritten. Die Kapazitätsausstattung der Industrie sank im September um 0,5 Punkte auf 71,5 Prozent.
    • Der US-Einzelhandel hat seine Umsätze im September um 1,9 Prozent gesteigert, wie das Handelsministerium am Freitag mitteilte. Analysten hatten einen Zuwachs um 0,8 Prozent erwartet.
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US-Präsident Trump zeigt sich bereit dazu, das Corona-Hilfspaket über 1,8 Mrd. Dollar aufzustocken. Die Demokraten fordern 2,2 Bio. Dollar. Eine konkrete Summe nannte Trump nicht. Die Republikaner im Senat lehnen die Vorschläge ab.
    • Für ein Freihandelsabkommen hat der britische Premierminister Boris Johnson von der EU eine „fundamentale“ Änderung ihrer Haltung verlangt. Wenn es die nicht gebe, werde auch kein Handelspakt zustande kommen. Die EU habe offenkundig kein Interesse an einem von Großbritannien gewünschten Freihandelsabkommen wie mit Kanada, sagte Johnson am Freitag in London. Dementsprechend erwarte man nun eine Beziehung wie mit Australien, also ohne Vertrag.
    • Nach Einschätzung des bekannten Investors Mark Mobius werden die Märkte einen unklaren Ausgang der US-Präsidentschaftswahl am 3. November nicht mögen. „Wir werden in diesem Fall eine echte Korrektur oder vielleicht sogar einen dramatischen Einbruch des Marktes erleben. Das ist also ein sehr, sehr großes Problem", sagte Möbius dem TV-Sender CNBC.
    • Gut zwei Wochen vor den US-Wahlen haben bereits 20 Mio. Wahlberechtigte ihre Stimme abgegeben. Die Zahl liegt der Universität Florida zufolge, die die Erhebung durchführt, um ein Vielfaches über den 1,4 Mio., die es bei der Wahl 2016 zu diesem Zeitpunkt waren.
    • Das Berliner Verwaltungsgericht hat unmittelbar vor dem Wochenende die Sperrstunde kassiert. Mehrere Clubbetreiber und Barbesitzer hatten dagegen geklagt, dass sie ihre Lokale zwischen 23 und sechs Uhr schließen müssen, und die Sperrstunde als unverhältnismäßig kritisiert. Sie dürfen nach dem Beschluss nun auch nach 23.00 Uhr öffnen, jedoch weiterhin ab diesem Zeitpunkt keinen Alkohol mehr ausschenken, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte. Ob dies eingehalten wird, müssen nun die Behörden der Hauptstadt kontrollieren. Erst am Donnerstag war das Münchener Verwaltungsgericht in einer ähnlich gelagerten Entscheidung zum gegenteiligen Ergebnis gekommen. Sie befanden das in München geltende Ausschankverbot ab 22 Uhr für verhältnismäßig.
    • Nach Einschätzung von Kanzleramtschef Helge Braun ist die aktuelle Corona-Lage deutlich ernster als im Frühjahr. Momentan steige die Zahl der Neuinfektionen „eigentlich überall”, sagte Braun der Sendegruppe RTL/ntv. „Und steigende Zahlen heißt: Wir tun im Augenblick nicht genug, um die Infektion unter Kontrolle zu halten.”
    • Der Preisdruck in der Eurozone verschärft sich. Gegenüber dem Vorjahresmonat seien die Verbraucherpreise um 0,3 Prozent gesunken, teilte das Statistikamt Eurostat laut einer zweiten Schätzung mit. Damit wurde eine erste Schätzung bestätigt. Im Vormonat waren die Verbraucherpreise um 0,2 Prozent gefallen.
    • Eine Zinssenkung der Europäischen Notenbank (EZB) ist aus Sicht des irischen Ratsmitglieds Gabriel Makhlouf in der aktuellen Situation nicht das passende Signal. Bis zum nächsten Treffen könne sich das aber noch ändern, so Makhlouf. Die EZB könne auch ohne diesen Schritt auf einen großen Instrumentenkasten zurückgreifen, um Wachstum und Inflation anzutreiben. Makhlouf unterstützt die gegenwärtig abwartende Haltung der EZB.
    • Der Außenhandel der Eurozone hat sich im August weiter erholt. Die Ausfuhren stiegen zum Vormonat bereinigt um 2,0 Prozent, die Einfuhren um 0,5 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Der bereinigte Handelsüberschuss der Eurozone hat mit 21,9 Mrd. Euro in etwa sein Niveau von vor der Krise wieder erreicht.
    • In Frankreich hat die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus einen Höchststand erreicht. Nach offiziellen Angaben wurden binnen eines Tages mehr als 30.600 neue Fälle registriert. Angesichts der rasant steigenden Corona-Infektionszahlen in ganz Europa haben die EU-Staats- und Regierungschefs eine intensivere Zusammenarbeit bei der Pandemiebekämpfung vereinbart. In einer Erklärung nach dem ersten Tag des EU-Gipfels sprachen sie sich für eine bessere Koordination bei den Quarantänevorschriften, der grenzüberschreitenden Kontaktverfolgung und Reisebeschränkungen aus. „Wir nehmen die Situation extrem ernst", sagte EU-Ratspräsident Charles Michel auf dem laufenden EU-Gipfel. Man sehe in ganz Europa eine Wiederausbreitung der Epidemie und die Notwendigkeit, die Zusammenarbeit der EU-Mitgliedstaaten zu beschleunigen.
    • Die Bundesregierung hat die Niederlande, das französische Grenzgebiet zu Deutschland und auch Regionen in Italien und Polen mit Wirkung ab Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Außerdem werden dann Malta und die Slowakei komplett sowie einzelne Regionen in neun weiteren EU-Ländern auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Donnerstag auf seiner Internetseite mitteilte. Die Niederlande wollen wieder Corona-Patienten ins benachbarte Deutschland schicken. Er erwarte, dass die ersten Patienten am Freitag oder Samstag verlegt werden könnten, sagte der Leiter des Netzwerkes Akute medizinische Versorgung, Ernst Kuipers, am Donnerstag
    • Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) am Freitagmorgen 7.334 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Am Vortag war noch mit 6.638 neuen Fällen der höchste Wert seit Beginn der Pandemie in Deutschland registriert worden. 24 weitere Todesfälle werden mit Covid-19 in Verbindung gebracht. Die Gesamtzahl der Gestorbenen steigt in Deutschland damit auf 9.734.
    • US-Präsident Donald Trump hat die EU im WTO-Streit um Subventionen für die Flugzeugbauer Boeing und Airbus davor gewarnt, Strafzölle zu verhängen. Sollte es dazu kommen, „werden wir viel härter zurückschlagen“, sagte er am Donnerstag in Washington. Die Welthandelsorganisation WTO hatte der EU wegen verbotener US-Beihilfen für Boeing am Dienstag Strafzölle im Volumen von 4 Mrd. Dollar pro Jahr genehmigt. Die Europäer hatten nach dem WTO-Entscheid angekündigt, zunächst abwarten zu wollen.
    • US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben zwar Schulden, doch sein Vermögen überwiegt diese. „Es ist ein winziger Prozentsatz meines Nettovermögens", sagte Trump im TV-Sender NBC. Er bestätigte auch die von der "New York Times" kürzlich berichtete persönliche Schuldenhöhe von 421 Mio. Dollar. Er wollte sich zwar auf Nachfrage der Moderatorin nicht festlegen und sprach dann von „400 Millionen Dollar“.
    • Im Jahr 2019 haben die Betriebe des Verarbeitenden Gewerbes und des Bergbaus in Deutschland 53,4 Mrd. Kilowattstunden Strom erzeugt, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dies entspricht einem Anteil von 13,8 Prozent an der von der amtlichen Statistik erfassten Bruttostromerzeugung von Kraftwerken in Deutschland von insgesamt 387 Mrd. Kilowattstunden. Der Anteil des Industriestroms an der Bruttostromerzeugung war damit 2019 um 1,2 Prozentpunkte höher als 2018. Industriekraftwerke dienen in erster Linie der Eigenversorgung der Betriebe, jedoch wird vielfach auch Elektrizität an andere Betriebe oder an das öffentliche Versorgungsnetz abgegeben.

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