Das diesjährige Oktoberfest soll stattfinden, allerdings nicht in München, sondern in Dubai! Was wie ein Scherz klingt, sehen Pläne des Veranstalterteams offenbar tatsächlich vor, wie u.a. die "Bild"-Zeitung und das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichten.

Auch wenn in Europa das Reisen im Sommer wohl nur eingeschränkt möglich sein wird, könnte die laufende Impfkampagne zumindest perspektivisch eine Rückkehr zur Normalität ermöglichen, was den Tourismus- und Freizeit-Sektor beflügeln könnte.

Dass sich die Lage auch im Tourismus- und Freizeit-Sektor früher oder später normalisieren wird, darauf setzen auch Anleger. Ein Branchen-ETF, der iShares STOXX Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF (ISIN: DE000A0H08S0), ist jetzt jedenfalls an einem markanten charttechnischen Widerstand angekommen, an dem sich der ETF bereits mehrere Jahre vor der Pandemie die Zähne ausgebissen hat. Der ETF ist ein ausschüttender ETF und hat eine Kostenquote von 0,46 Prozent p.a. (Eine billigere Alternative ist der ETF von Lyxor auf den selben Index mit der ISIN LU2082999132, der nur eine Kostenquote von 0,30 Prozent p.a. hat. Bei diesem ETF handelt es sich allerdings um einen synthetischen ETF, anders als beim iShares-ETF mit physischer Replikation).

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iShares STOXX Europe 600 Travel & Leisure UCITS ETF

Die gute Performance des ETFs seit dem Tief im vergangenen Jahr ist sehr überraschend, erklärt sich aber dadurch, dass im ETF nicht nur Aktien aus dem Tourismus-Sektor, sondern auch aus dem Freizeit-Bereich enthalten sind. Und dazu gehören auch die beiden Glücksspielanbieter Flutter Entertainment und Evolution Gaming, die mit Anteilen von rund 21 Prozent bzw. 19 Prozent die größten Positionen im ETF darstellen. Beide Unternehmen dürften von der Pandemie eher profitiert als darunter gelitten haben, bieten sie doch beispielsweise Handy-Spiele an.

Im ETF sind aber durchaus auch klassische Unternehmen aus dem Reisesektor enthalten, etwa Aktien der InterContinental Hotels Group, der nach Zimmerzahl größten Hotelgruppe der Welt, oder Aktien des Billigfliegers Ryanair.

Aus charttechnischer Perspektive könnte der ETF großes Potenzial bieten, sollte der langjährige Widerstand bei 26,40 Euro tatsächlich nachhaltig überwunden werden. Da der ETF bereits seit sechs Jahren an diesem Widerstand wieder und wieder gescheitert ist, hat sich zwischenzeitlich viel "Druck" aufgebaut, der bei einem nachhaltigen Überwinden des Widerstands durchaus zu einer explosiven Bewegung nach oben führen könnte.

Aus fundamentaler Perspektive könnte eine solche Bewegung dadurch befeuert werden, dass auch die Nachfrage nach Tourismus- und Freizeit-Angeboten wieder explodieren könnte, wenn die Corona-Beschränkungen wegfallen. Ob es aber tatsächlich dazu kommen wird und wann, bleibt natürlich abzuwarten.


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Bitte beachten Sie: Der Handel mit Derivaten ist mit einem erheblichen Risiko verbunden und kann unter Umständen zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals oder sogar zu einer Nachschusspflicht führen.