Trading ist letztlich ganz einfach. Profis werden Ihnen das bestätigen. Aber warum schaffen es die meisten dennoch nicht, erfolgreich an der Börse zu sein? Ganz einfach, weil sie nicht das richtige tun! Erfolgreich zu traden hat nicht viel mit der logischen Ebene zutun (Verstand), sondern mit der emotionalen Ebene. Vor allem mit Prägungen und den unbewussten Denk- und Verhaltensmustern.

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Wer Geld an den Märkten verdienen will, der braucht ein profitables Handelssystem. Das ist natürlich mit Hilfe des Verstandes entwickelt worden, der logischen Ebene also. Ist ein profitables Setup gefunden, muss man nur noch in der Lage sein, dieses konstant umzusetzen. Am Besten unterstützt mit dem Unbewussten. Doch genau hier, bei dem „nur noch“, entstehen die meisten Fehler!

Erfolglos sind die meisten nicht, weil sie kein profitables Einstiegssignal gefunden haben. Davon gibt es unzählige. Erfolglos sind die meisten, weil man sie diese Einstiegssignale nicht konsequent umsetzen und managen können. In der Praxis zeigt sich das in der Regel so: Stopps werden nicht gesetzt, Stopps werden unsinnig versetzt , oder wieder gelöscht. Kursen wird nachgelaufen, es wird keine Geduld für einen sinnvollen Einstieg aufgebracht. Es wird zuviel und zu unlogisch getradet, Gewinne werden zu früh mitgenommen. Es wird zu viel riskiert. Man hat zu wenig Mut für einen Wiedereinstieg. Verlustpositionen werden verbilligt. Es wird zu viel Hoffnung in einen Trade gelegt uvm.

Die Menschen glauben ihrem Verstand

Sie müssen sich richtiges Verhalten antrainieren, um erfolgreich an der Börse zu sein. Wer weiter auf gute Besserung durch Nichtstun hofft, der wird scheitern. Immerhin 95% der Anfänger tun das mehr oder weniger - über kurz oder lang. Die große Chance auf ein gutes Nebeneinkommen, oder die Verwirklichung eines Traumberufes, werden durch Unwissenheit oder Besserwisserei vertan. Meist ist es Trägheit. Menschen glauben ihrem Verstand. Obgleich dieser nur maximal 8-10 Prozent unserer Fähigkeiten beeinflusst. Dass die Schaltzentrale unseres Erfolges im Unbewussten liegt, ist für die Wissenschaft längst kein Geheimnis mehr. Der Trader wird vor allem von seinen Hormonen und Erfahrungen gesteuert, von seinen denk- und Verhaltensmustern. Wer diese Machtinstrumente für sich nutzt, hat sehr gute Chancen, seine Ziele zu erreichen. Doch das benötigt Einsatz, Wille, Demut, Zeit und ganz viel Mut. Mut, gegen seine hinderlichen Denkmuster zu agieren „Das wird sowieso nichts“, „hilft doch alles nichts“, „alles dummes Gequatsche, ich schaffe das alleine“.

Sie können es sich auch leicht machen und sagen, dass erfolgreiches Trading nur etwas mit Talent zu tun hat. Die weltbekannten Trader Richard Dennis und William Eckhardt haben in den 1980er Jahren mit ihrem Turtle Trader-Projekt das Gegenteil bewiesen. Trading ist erlernbar, doch es braucht Willenskraft und Durchhaltevermögen darin. Was die Erfolgreichen von den Erfolglosen bei dem Turtletraderprojekt unterschied, war ihr mentales Management. Wer sich von seinem Emotionen leiten ließ, schnitt wesentlich schlechter in der Performance ab. Einige mussten die Turtle-Trader-Gruppe deshalb sogar frühzeitig verlassen. Disziplin war das Erfolgsgeheimnis, nicht der heilige Gral.

Wie Disziplin funktioniert

Wer meint, dass es sinnvoll ist chinesisch zu sprechen, wenn er in China ist, hat damit durchaus recht. Das sagt uns unser Verstand. Aber können wir es deswegen? Nein, natürlich nicht! Das begreifen wir sofort. Denn wir brauchen dafür Fähigkeiten: Vokabeln, Aussprache, Betonung, Satzstellungen usw. Wenn wir über diese Fähigkeiten nicht verfügen, wie sollen wir dann chinesisch sprechen können? Was in unserem Gehirn nicht vorhanden ist, kann der Mensch nicht abrufen. Ganz einfach. Und genauso einfach ist es beim Trading! Wenn wir keine ausreichende Disziplin haben um die richtigen Dinge zu tun, wie sollen wir dann erfolgreich an der Börse werden? Wenn nicht ausreichend Disziplin im Gehirn vorhanden ist, dann kann sie auch nicht abgerufen werden.

Jeder muss selbst entscheiden, was er für seinen Erfolg bereit ist zu tun. Wichtig ist dabei zu wissen, je langer man das Falsche macht, desto schwerer wird es das Richtige zu tun!. Denn sich „schlechte“ Angewohnheiten abzutrainieren ist nachweislich schwerer als sich Nützliche von Beginn an anzueignen.

Wer sich beim Trading verbessern will, kann dafür jeden einzelnen Trade nutzen. Er muss sich dafür nur eine, für ihn passende Strategie überlegen.

Trading ist eine Reflektionsarbeit par Excellence! Denn der Börsenhandel zeigt uns glasklar auf, wie wir Denken und Handeln, weshalb wir etwas tun und warum wir etwas unterlassen. Für mich ist es eine Art Selbsttherapie. Man wird damit sozusagen zu seinem eigenen Coach. Wer die Leidenschaft für diese Arbeit aufbringt, und sich nicht von seinem Ego (logische Ebene) mit dessen inneren Sätzen überreden lässt, die einem einreden wollen: „Ach, das kriege ich auch alleine hin“, „Das wird schon...“, „Blödes Psychogelabere“.Der hat eine Chance ans Ziel zu kommen. wer nicht Willens ist, der braucht sich nur anzusehen, wo er bisher, ohne diese Arbeit, angekommen ist. Ich verspreche jedem, der diesen wichtigen Aspekt des Tradings vernachlässigt, er wird nicht erfolgreich werden. Trading ist einfach, das erkennen wir auf der logischen Ebene relativ schnell, wenn wir erstmal das Fachwissen verstanden haben. Doch nach dem Wissen folgt die Umsetzung. Und die ist immer individuell. So einzigartig wie Sie!

Mehr über diese spannenden Zusammenhänge erfahren Sie auch in meinem Buch, welches sich bereits im ersten Jahr schon in der 3. Auflage befindet.

http://www.m-vg.de/finanzbuchverlag/shop/article/2970-tradingpsychologie-so-denken-und-handeln-die-profis/

Praktische Hilfe finden Sie hier:

http://www.godmode-training.de/

Norman Welz

Angewandte Tradingpsychologie