New York (GodmodeTrader.de) - Der Start ins neue Jahr ist von Volatilität und Unsicherheit geprägt. Die allgemeinen Wachstumserwartungen haben sich reduziert und risikoreichere Assets wurden verkauft. Eine Vielzahl von Faktoren sorgt für Gegenwind an den Märkten, wie Michael McEachern, Head of Public Markets bei Muzinich & Co., in einem aktuellen Kommentar zur Lage an den Kreditmärkten schreibt.

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In den USA habe die Federal Reserve (Fed) seit Ende November ihren geldpolitischen Ausblick (Forward Guidance) mehrfach geändert, was auf eine Pause ihrer Zinserhöhungspolitik hindeute. Aufgrund der politischen Spaltung des Kongresses dürfte es weniger fiskalpolitische Impulse geben. Die Staats- und Unternehmensverschuldung bleibe indes weiterhin weltweit hoch, hinzu kämen anhaltende geopolitische Unsicherheiten, heißt es weiter.

„In Europa scheint sich der anhaltende Rückgang der Arbeitslosenquote nicht mehr positiv auf das Verbrauchervertrauen auszuwirken, was die politische Instabilität bis zu den Europawahlen im Mai weiterhin fördern könnte. Das verlangsamte Wirtschaftswachstum erhöht zudem auch den Druck auf die Steuerpläne für 2019, die voraussichtlich von ihren ursprünglichen Zielen abweichen werden. Die Europäische Zentralbank fährt ihre ultralockere Geldpolitik zurück und hat ihre billionenschweren Anleihenkäufe beendet“, so McEachern.

Dieser Gegenwind sorge für ein schwierigeres Marktumfeld und trägt zu anhaltenden Schwankungen bei. Aus Anlegersicht hätten die Bewertungen im Kreditmarkt jedoch ein attraktiveres Niveau erreicht und böten interessante Anlagemöglichkeiten. Darüber hinaus erschienen die Fundamentaldaten der Unternehmen insgesamt weiterhin solide, heißt es weiter.

„Dennoch empfehlen wir Investoren, ihre Portfolios risikoärmer zu gestalten und potentiell schwächere Anleihen zu reduzieren. Grundsätzlich ist der Markt für Unternehmensanleihen allerdings gesund und kann sich auch nach stärkeren Rückschlägen gut erholen“, so McEachern.