• Euro-Inflation fällt in Richtung Null
  • Frankreichs Wirtschaft schrumpft kräftig
  • Japans Industrieproduktion bricht massiv ein
  • ifo-Fuest: Soli-Senkung vorziehen
  • DE: Einzelhandelsumsatz geht im April stark zurück
  • Volkswagen treibt E-Offensive in China voran
  • Trump reglementiert Twitter & Co.
  • BMW macht beim Stellenabbau Druck
  • Neuer Ärger für die Deutsche Bank
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DAX

  • Nach fünf Handelstagen mit Kursgewinnen hat der deutsche Aktienmarkt am Freitag den Rückwärtsgang eingelegt. Der DAX sank per Xetra-Schluss um 1,65 Prozent auf 11.586,85 Punkte. Die Anleger legen wieder eine gewisse Vorsichtshaltung an den Tag, nachdem die USA ihren Konfrontationskurs gegenüber Peking verschärft haben. US-Präsident Trump will sich am Abend zu China äußern. In dieser Woche hat Trump schon angekündigt, dass der Sonderstatus Hongkongs in Frage steht, nachdem der chinesische Volkskongress das neue Sicherheitsgesetz für die chinesische Sonderverwaltungszone erlassen hat. Im Raum stehen als mögliche Reaktionen der USA: Finanzsanktionen und die Aufhebung des bevorzugten Handelsstatus mit den USA. Sollte Trump heute Schritte dieser Art ankündigen, hat China bereits verlauten lassen, dass Einschränkungen der Handlungsfreiheiten für US-Unternehmen möglich wären. Es deutet somit alles darauf hin, dass sich die Beziehungen zwischen Washington und Peking damit weiter verschlechtern werden.

Chartanalysen & Artikel des Tages

Unternehmensnachrichten

  • GK Software hat im ersten Quartal 2020 nach vorläufigen Zahlen den Umsatz um 18,2 Prozent auf 29,02 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) legte von minus 2,8 auf plus 1,1 Millionen Euro zu. "Der Vorstand sieht die Gesellschaft sowohl umsatz- als auch operativ ergebnisseitig auf dem Kurs zur Erfüllung der Mittelfristprognose 2020", teilte das Unternehmen mit. Nach dem bisherigen Verlauf des Jahres erwarte man trotz Coronakrise "eine Steigerung der Umsätze und eine weitere signifikante Verbesserung der Ergebnisse", so das Unternehmen.
  • Siemens Gamesa hat einen Großauftrag für 62 Windturbinen in Frankreich erhalten. "Es geht um Windkraftanlagen mit einer Jahresleistung von je 8 Megawatt für den Offshore-Windpark Saint-Brieuc vor der Atlantikküste der Bretagne", teilte das Unternehmen mit.
  • Twitter spitzt den Konflikt mit dem US-Präsidenten weiter zu: Der Kurznachrichtendienst hat einen weiteren Tweet von Trump mit einem Warnhinweis bestückt. Der Tweet zu den Ausschreitungen in der Stadt Minneapolis nach dem Tod eines Afroamerikaners verherrliche Gewalt, hieß es. Deshalb sei er mit einer Notiz versehen worden, bleibe aber auf der Plattform, weil dies im öffentlichen Interesse sei.
  • Der Raumfahrtkonzern SpaceX von Elon Musk konnte auch in der letzten Finanzierungsrunde einen dreistelligen Millionenbetrag an Investorengeldern einsammeln. 346,2 Mio. Dollar frisches Kapital sind geflossen. Das geht aus Unterlagen hervor, die bei der US-Börsenaufsicht SEC Securities and Exchange Commission eingereicht wurden.
  • Der US-Software-Spezialist Salesforce hat seine Umsatzprognose für das laufende Geschäftsjahr (per Ende Januar 2021) gesenkt und erwartet jetzt Erlöse von 20 Mrd. Dollar. Ende Februar war Salesforce noch von mindestens 21 Mrd. Dollar ausgegangen. Im ersten Geschäftsquartal steigerte das Unternehmen den Umsatz um 30 Prozent auf 4,87 Mrd. Dollar.
  • Tesla-CEO Elon Musk hat sich die erste Tranche eine langfristigen Vergütungsplans verdient, der an das Erreichen bestimmter Zielmarken etwa beim Börsenwert oder bei der Umsatzentwicklung von Tesla gekoppelt ist. Das teilte das Unternehmen der SEC mit. Die erste Tranche umfasst demnach 1,7 Mio. Tesla-Aktien, die Musk nun zum Optionspreis von 350 Dollar erstehen könnte. Aus der Differenz zum letzten Schlusskurs von 806 Dollar würde sich ein Buchgewinn von rund 775 Mio. Dollar ergeben.
  • Der Computerhersteller Dell profitiert vom Trend zum Home Office und dem dadurch höheren Bedarf an Computern. In der Hardware-Sparte stieg der Umsatz im letzten Quartal um 2 Prozent auf elf Mrd. Euro. Der Umsatz des Rechenzentrums-Geschäfts sank dagegen um 8 Prozent auf 7,57 Mrd. Dollar. Konzernweit gingen die Erlöse leicht auf 21,9 Mrd. Euro zurück. Unter dem Strich blieb ein Nettogewinn von 143 Mio. Dollar (Vj.: 293 Mio.).
  • Der Chef des Vision Fund des japanischen Technologieinvestors Softbank, Rajeev Misra, hat im abgelaufenenen Geschäftsjahr trotz eines Rekordverlusts mehr als das Doppelte verdient. Seine Bezahlung sei auf 15 Mio. Dollar gestiegen, geht aus einer Mitteilung von Softbank hervor.
  • Der bayerische Autobauer BMW treibt seine Pläne zum Stellenabbau voran. Der Vorstand verhandelt mit dem Betriebsrat darüber, wie er ohne betriebsbedingte Kündigungen rund 6.000 der weltweit 126.000 Arbeitsplätze streichen kann. „Die bisher getroffenen Entscheidungen reichen nicht aus, um die BMW Group bestmöglich durch diese enorm schwierige Situation zu steuern“, sagte Finanzvorstand Nicolas Peter am Freitag auf dpa-Anfrage. Personalchefin Ilka Horstmeier sagte, neben dem Abbau von Zeit- und Urlaubskonten sowie Kurzarbeit „kommen wir nicht umhin, jetzt weitere Maßnahmen zu ergreifen".
  • Der Skandal um Manipulationen am Devisenmarkt hat für die Deutsche Bank und 14 andere Geldhäuser ein juristisches Nachspiel. Laut Reuters ließ ein US-Gericht die Klage institutioneller Investoren (u. a. Blackrock, Pimco) zu. Der Vorwurf sei plausibel, dass die Banken zwischen 2003 und 2013 Referenzkurse manipuliert hätten, um auf Kosten der Investoren Gewinn zu machen, hieß es zur Begründung.
  • Bei Thema Staatshilfen für die Deutsche Lufthansa hat die EU-Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager ihre strikte Haltung verteidigt. „Wir bauen keine zusätzlichen Hürden auf", sagte Vestager am Freitag in Brüssel. Es gehe darum, die durch die Staatshilfe entstehenden Wettbewerbsverzerrungen abzumildern. Eine Staatsbeteiligung sei anders zu bewerten als Kredite. Zu Details der laufenden Gespräche äußerte sie sich nicht, sagte aber: „Es hat hohe Priorität, eine Einigung zu erzielen. Wir sind in sehr engem Kontakt, aber ich kann nicht sagen, wann wir fertig sein werden."
  • Der Chemiekonzern BASF hat zwei Anleihen platziert und damit frisches Kapital im Gesamtvolumen von zwei Mrd. Euro eingesammelt. Die erste, drei Jahre laufende Tranche mit einem Emissionsvolumen von einer Milliarde Euro und einem jährlichen Zinskupon von 0,101 Prozent werde zur allgemeinen Unternehmensfinanzierung verwendet, so BASF. Zudem emittierte der Konzern zum ersten Mal eine grüne Anleihe. Das Papier hat ebenfalls ein Volumen von einer Milliarde Euro, eine Laufzeit von sieben Jahren und einen Kupon von 0,25 Prozent.
  • Der französische Autobauer Renault will in der Corona-Krise nach Angaben einer Gewerkschaft weltweit 15.000 Stellen abbauen. Allein Frankreich sei mit 4.500 Arbeitsplätzen betroffen, hieß es. Der französische Autobauer wird heute einen Plan zur Umstrukturierung vorstellen.
  • Der Volkswagen-Konzern erhöht in China seinen Anteil an dem Elektro-Joint-Venture JAC Volkswagen, wie der Konzern am Freitag in Peking mitteilte. An der Mutter von JAC, der staatlichen JAG, übernimmt VW zudem die Hälfte der Anteile. Die Investitionen liegen bei rund 2 Mrd. Euro. Die Hälfte davon entfällt wie bereits am Vorabend kommuniziert auf den Einstieg beim chinesischen Batteriehersteller Gotion High-Tech. „Zusammen mit starken und verlässlichen Partnern baut Volkswagen seine E-Offensive in China weiter aus", sagte Vorstandschef Herbert Diess laut Mitteilung.
  • Die Kaffee-Holding JDE Peet's um die Marken „Jacobs“ und „Douwe Egberts“ feierte ihr Debüt an der Amsterdamer Börse. Angesichts der großen Nachfrage zog das Unternehmen seinen Börsengang vor. Der Ausgabepreis wurde auf 31,50 Euro je Aktie festgelegt, wie der von der Reimann-Familienholding JAB an die Börse gebrachte Konzern am Freitag mitteilte. Der Erlös lag damit bei 2,3 Mrd. Euro. JDE Peet's wird insgesamt mit 15,6 Mrd. Euro bewertet.
  • Volkswagen und Ford Motor wollen ihre Zusammenarbeit intensivieren. Der Aufsichtsrat von VW hat am Donnerstag weiteren Projekten der globalen Allianz beider Konzerne zugestimmt. Die Verträge stehen laut Mitteilung vor dem Abschluss und sollen demnächst unterzeichnet werden. Zunächst sollen drei Projekte in den Bereichen Elektrifizierung und bei leichten Nutzfahrzeugen gestartet werden.
  • Der japanische Autobauer Nissan gab am Donnerstag bekannt, dass zum Bilanzstichtag am 31. März ein Verlust im vergangenen Geschäftsjahr von 671,2 Mrd. Yen (5,7 Mrd. Euro) anfiel. Im Vorjahr hatte der Konzern noch einen Gewinn von 319,1 Mrd. Yen erzielt. Nissan wollte wegen der Corona-Pandemie vorerst keine Prognose für das laufende Geschäftsjahr abgeben. „Die Zukunft ist weiterhin unklar", erklärte Nissan-Chef Makoto Uchida.
  • Der Gesundheitskonzern Fresenius übernimmt über seine Tochter Helios das Krankenhaus Seliger Gerhard in Bonn. Die Klinik verfügt über 400 Betten und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von rund 66 Mio. Euro, wie der Konzern mitteilte. Fresenius Helios wird zusätzlich auch zwei Medizinische Versorgungszentren (MVZ) erwerben.
  • Der angeschlagene französische Autobauer Renault will weltweit 15.000 Stellen streichen, rund 4.600 Jobs in Frankreich. Renault kündigte ein Sparprogramm mit einem Umfang von über zwei Mrd. Euro über drei Jahre hinweg an.
  • Teamviewer veranstaltet sein Aktionärstreffen aufgrund der Corona-Pandemie heute virtuell. Der Softwareanbieter profitiert vom Trend zum Homeoffice und hat deswegen kürzlich seine Umsatzerwartung für das laufende Jahr auf mindestens 450 Mio. Euro erhöht.

Konjunktur & Politik

  • Eine rechtzeitige Einigung auf ein Handelsabkommen mit Großbritannien könnte nach Einschätzung von EU-Unterhändler Michel Barnier extrem schwierig werden.
  • Das von der Uni Michigan ermittelte US-Konsumklima ist im Mai nach den am Freitag veröffentlichten endgültigen Daten auf 72,3 Punkte gestiegen. In einer ersten Schätzung waren 73,7 Punkte ermittelt worden, nach 71,8 Punkten im Vormonat.
  • Die Geschäftsstimmung in der Region Chicago hat sich im Mai weiter verschlechert. Der entsprechende Einkaufsmanagerindex sank von zuvor 35,1 auf 32,3 Punkte. Experten hatten eine Aufhellung auf 40,0 Punkte erwartet.
  • Die Konsumausgaben der US-Bürger sind im April verglichen mit dem Vormonat um 13,6 Prozent eingebrochen, wie das US-Handelsministerium mitteilte. Das ist das größte Minus seit Beginn der Datenreihe im Jahr 1959. Ökonomen hatten mit einem Rückgang von 12,6 Prozent gerechnet. Die Einkommen kletterten dagegen um 10,5 Prozent. Der starke Anstieg resultiere aus den staatlichen Sozialleistungen durch die Corona-Konjunkturprogramme, hieß es von der Behörde. Das von der Fed favorisierte Preismaß PCE fiel im April im Vergleich zum Vormonat um 0,5 Prozent. In der Kernrate ohne die Komponenten Nahrung und Energie sank der Index um 0,4 Prozent gegenüber dem Vormonat. Binnen Jahresfrist legte er um 1,0 Prozent zu.
  • Informanten liefern der US-Börsenaufsicht SEC zahllose Hinweise auf Betrügereien im Zusammenhang mit der Coronavirus-Krise. Zwischen Mitte März und Mitte Mai seien etwa 4000 Tipps eingegangen, sagte Steven Peikin, Co-Chef der Abteilung für Ermittlungen bei der SEC zu Reuters. Ein Anstieg um 35 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
  • Nach dem Tod des Schwarzen George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz ist es in mehreren US-Städten zu Protesten und auch Ausschreitungen gekommen. In Minneapolis, wo Floyd zu Tode kam, stürmten Demonstranten in der Nacht zum Freitag eine Polizeiwache und entzündeten dort Feuer, wie mehrere US-Medien berichteten.
  • In der Eurozone hat sich die Geldmenge M3 im April gegenüber dem Vorjahresmonat um 8,3 Prozent erhöht, wie die Europäische Zentralbank (EZB) mitteilte. Eine stärkere Wachstumsrate hatte es zuletzt im Oktober 2008 gegeben.
  • Die Inflationsrate lag im Euroraum nach Angaben des Statistikamts Eurostat im Mai nur noch um 0,1 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Das ist die niedrigste Rate seit Juni 2016. Die Kernrate blieb 0,9 Prozent hingegen unverändert. Im Monatsvergleich ging das Preisniveau im Mai um 0,1 Prozent zurück. „Der weitere Rückgang der Inflation in der Eurozone im Mai brachte die Jahresrate auf einen Wert von nahezu Null, und der Abwärtsdruck auf die Preise wird anhalten, während die Nachfrage schwach bleibt und die Arbeitslosigkeit steigt, kommentierte das Analysehaus Capital Economics. Die Kernrate blieb im Mai 0,9 Prozent hingegen unverändert.
  • Nach Einschätzung der DZ Bank koppeln sich die Finanzmärkte immer weiter von der Realwirtschaft ab. Die Assetklassen profitierten von den weltweit niedrigen Zinsen, den sehr niedrigen Zinserwartungen bei gleichzeitig unerschöpflicher Bereitstellung von Liquidität, hieß es in einem Kommentar von Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. Dazu kämen die staatlichen Hilfspaketen. Die Folge seien hohe Bewertungen in allen Assetklassen. „Hohe Bewertungen waren zu keiner Zeit ein Risikofaktor. Wichtig war, dass die Zentralbanken jederzeit bereit sind die Finanzmärkte zu stützen. Doch die Handlungsfähigkeit und die Glaubwürdigkeit der Zentralbanken werden im Zeitablauf sinken“, erwartet Bielmeier. Somit werde man in der Zukunft den Punkt erreichen, dass die Bewertung der Märkte durch den Glauben an die Zentralbanken nicht mehr gedeckt sei.
  • Die Opposition hat die Bundesregierung aufgerufen, gegen Chinas Sicherheitsgesetz für Hongkong deutlich zu protestieren. Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt sagte am Freitag im Bundestag, statt "windelweicher" Erklärungen brauche es eine grundsätzliche Neuorientierung beim Umgang mit China. Die FDP-Abgeordnete Gyde Jensen sprach von einer "Chronik des Scheiterns deutscher Außenpolitik".
  • Nach Einschätzung der EU-Kommission benötigen europäische Unternehmen in der Corona-Krise allein in diesem Jahr Finanz- und Kapitalhilfen im Umfang von 720 Mrd. Euro. Sollten die Ausgangsbeschränkungen länger dauern oder eine zweite Pandemiewelle eintreten, könnte der Betrag noch höher ausfallen.
  • Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban sieht den 750 Mrd. Euro schweren Wiederaufbau-Plan der EU-Kommission mit Skepsis: „Ich lehne ihn nicht von vornherein ab, obwohl sich instinktiv alles in mir dagegen sträubt. Vielmehr plädiere ich dafür, dass wir ihn nüchtern studieren und dann entscheiden, ob wir diesen Weg beschreiten wollen.“ Orban kritisierte, dass mit Italien und Spanien Länder zu den hauptsächlich Begünstigten würden, die reicher sind als Ungarn.
  • In Russland sind innerhalb eines Tages 232 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 gemeldet worden und damit so viele wie noch nie seit Beginn der Epidemie. Zuvor lag diese Zahl immer deutlich unter der Marke von 200. Damit gibt es insgesamt mindestens 4.374 Tote im Zusammenhang mit Sars-CoV-2. Die Dunkelziffer dürfte aber deutlich höher liegen. Es gab vielfach Medienberichte über angeblich geschönte Statistiken, was die russischen Behörden aber zurückweisen.
  • Spanien sieht sich als eine der treibenden Kräfte hinter dem Wiederaufbauplan der EU. Ministerpräsident Pedro Sánchez sagte laut der Frankfurter Allgemeinen Zeitung: „Der Vorschlag der Kommission greift viele unserer Forderungen auf. Es ist eine Grundlage für Verhandlungen. Wir müssen bald zu einer Einigung kommen, um (..) die Krise zu überwinden“. Spanien soll laut EU-Kommission 77,3 Mrd. Euro an Zuschüssen und 63,1 Mrd. als Kredite bekommen.
  • Bundesinnenminister Horst Seehofer geht davon aus, dass die deutsche Corona-Warn-App in etwa drei Wochen zur Verfügung stehen wird. Er habe dazu ein sehr gutes Gespräch mit den Projektträgern SAP und Deutsche Telekom geführt, sagte der CSU-Politiker in einer Video-Sitzung der Deutsch-Französischen Parlamentarischen Versammlung.
  • Clemens Fuest, Präsident des ifo Instituts, hat vorgeschlagen, die Senkung des Solis auf den 1. Juli vorzuziehen, den Unternehmen eine erweiterte Verlustverrechnung zu ermöglichen und die öffentlichen Investitionen vorübergehend zu erhöhen. „All dies sind sinnvolle Maßnahmen für ein Konjunkturpaket, die den Staatshaushalt kaum oder nur vorübergehend belasten“, sagte er am Freitag. „Steuerliche Entlastungen vor allem für die Bezieher geringer und mittlerer Einkommen könnten sich positiv auf die Konjunktur auswirken, weil diese Einkommensgruppen tendenziell eine höhere Konsumneigung aufweisen“, sagte Fuest weiter. „Da die Coronakrise einen gravierenden wirtschaftlichen Einbruch verursacht, ist es richtig, dass der Staat Anstrengungen unternimmt, um die Wirtschaft zu stabilisieren.“
  • Die französische Wirtschaftsleistung (BIP) lag nach Angaben des Statistikamts Insee vom Freitag im ersten Quartal 5,3 Prozent niedriger als im vierten Quartal 2019. In einer ersten Schätzung war ein etwas stärkerer Rückgang um 5,8 Prozent ermittelt worden. Die Konsumausgaben der privaten Haushalte gingen stark zurück, auch die Ausgaben des Staates fielen. Die Exporte waren ebenfalls stark rückläufig. Auch in Italien brach die Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn bis Ende März laut dem Statistikamt Istat um 5,3 Prozent ein. Beide Länder zählen nach Deutschland zu den größten Volkswirtschaften der Eurozone.
  • Aufgrund der Geschäftsschließungen in der Corona-Krise sind die Umsätze in einigen Einzelhandelsbranchen auch im April stark zurückgegangen. Gleichzeitig sorgte die weiterhin starke Nachfrage nach Gütern des täglichen Bedarfs zu erhöhten Umsätzen in anderen Bereichen, etwa in Supermärkten. Insgesamt setzten die Einzelhandelsunternehmen in Deutschland im April nach vorläufigen Ergebnissen des Statistischen Bundesamtes real (preisbereinigt) 6,5 Prozent weniger um als im gleichen Vorjahresmonat. Kalender- und saisonbereinigt war der Umsatz im April im Vergleich zum März real um 5,3 Prozent niedriger. Das war der stärkste Umsatzrückgang gegenüber einem Vormonat seit dem Januar 2007. Im März war der Umsatz real um 4,0 Prozent zum Vormonat gesunken.
  • Die Importpreise (für nach Deutschland eingeführte Güter) waren im April um 7,4 Prozent niedriger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Einen stärkeren Preisrückgang gegenüber dem Vorjahr hatte es zuletzt im Oktober 2009 mit minus 8,1 Prozent gegeben. Im März hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei minus 5,5 Prozent gelegen, im Februar bei minus 2,0 Prozent. Gegenüber dem Vormonat März fielen die Importpreise im April um 1,8 Prozent.
  • Nachdem der Kurznachrichtendienst Twitter zwei Tweets des US-Präsidenten als irreführend gekennzeichnet hatte, unterschrieb Donald Trump einen Erlass, mit dem das Haftungsrisiko für Plattformbetreiber erhöht wird und mehr Klagen gegen diese Unternehmen begünstigst. Er will damit eine als Section 230 bekannte Klausel überarbeiten lassen.
  • Die Industrieproduktion in Japan ist im April auf den tiefsten Stand seit sieben Jahren gesunken. Wie die Regierung am Freitag mitteitle, fiel die Erzeugung im Vergleich zum Vormonat um 9,1 Prozent. Es ist der dritte Rückgang des Ausstosses in Folge. Die Produktionsunternehmen des Landes rechnen auch für Mai mit einer weiteren Drosselung der Fertigung.
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) meldet am Freitagmorgen 741 Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Damit ist die Gesamtzahl der in Deutschland seit dem Beginn der Epidemie aufgetretenen Fälle auf rund 180’450 gestiegen. Das RKI schätzt, dass von ihnen gut 164.000 wieder genesen sind. Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 stieg im Vergleich zum Vortag um 39 auf 8.450.

Dividendenausschüttungen

  • E.ON (€0,46 je Aktie)
  • Merck KGaA (€1,30 je Aktie)
  • Dürr (€0,80 je Aktie)

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