• US-Bilanzsaison: Experte warnt vor Dominoeffekt
  • Großbritanniens Wirtschaft wächst stärker als erwartet
  • Trump sagt Reise nach Davos wegen Haushaltsstreits ab
  • Fed-Chef Powell hat keine Eile mit weiteren Zinserhöhungen
  • Verschiebung des Brexit immer wahrscheinlicher
  • VW-Konzern erzielt neuen Absatzrekord
  • Kuka schraubt Prognose nach unten
  • Hella wird angesichts der Probleme in der Autoindustrie vorsichtiger
  • Geely dementiert Verkauf von Daimler-Aktien
  • Apple: iPhones in China billiger
  • Deutsche Bank hat Kosten unter Kontrolle
  • BMW zuversichtlich für 2019

DAX

  • Dank Fed-Chef Jerome Powell ist die Laune an den Aktienmärkten über Nacht gestiegen. Powell hatte gestern Abend deutlich gemacht, dass Federal Reserve keine Eile mit weiteren Zinserhöhungen hat. Die Wall Street und Asien reagierten in der Nacht positiv, auch der DAX konnte sich vor diesem Hintergrund zu Handelsbeginn der Widerstandszone um 11.000 Punkten nähern. Doch die Gewinne schmolzen schnell wieder weg, der Leitindex rutschte ins Minus. Die Investoren machen die mageren Ergebnisse der Handelsgespräche zwischen den USA und China weiter zu schaffen. China zufolge habe man sich darauf verständigt, engen Kontakt zu halten. So mancher Marktteilnehmer hatte sich da wohl mehr erhofft. Doch es ist noch nicht aller Tage Abend. Nach Informationen des "Wall Street Journal" sollen die Gespräche zwischen den beiden größten Volkswirtschaften Ende des Monats fortgesetzt werden und zwar auf einer höheren Ebene. Zudem muss sich die Börse weiter mit dem leidigen Brexit-Thema beschäftigen. Kommenden Dienstag soll im Parlament in London über den von der Regierung mit der EU vereinbarten Austrittsvertrag abgestimmt werden. Eine Mehrheit für das Abkommen ist nicht in Sicht. Und so droht weiter ein Brexit ohne Deal am 29. März. Oder doch nicht zu diesem Zeitpunkt? Nach Informationen einer englischen Zeitung wird eine Verschiebung des Austritts Großbritanniens aus der EU zunehmend wahrscheinlicher.

Chartanalysen des Tages

Unternehmensnachrichten

  • Der Volkswagen-Aufsichtsrat hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur einer grundsätzlichen Einigung über die geplante Kooperation mit dem US-Autobauer Ford zugestimmt. Details sollen demnach erst in der kommenden Woche bekanntgegeben werden. Volkswagen äußerte sich gegenüber der dpa nicht dazu. VW und Ford wollen früheren Angaben zufolge vor allem mit einer Kooperation beim Bau kleinerer Nutzfahrzeuge Kosten sparen.
  • Der Windanlagenbauer Nordex hat sich einen weiteren Auftrag für ein größeres Projekt gesichert. Der Konzern liefert 48 Turbinen für einen 150 Megawatt-Windpark in die USA, wie Nordex am Freitag mitteilte. Die ersten Turbinen sollen dabei im dritten Quartal an den Standort in Texas geliefert werden hieß es.
  • Die Deutsche Bank hat nach den Worten von Finanzvorstand James von Moltke ihre Kosten im vergangenen Jahr deutlich gesenkt. 2018 habe die Deutsche Bank ihre Kosten „nachhaltig reduziert“, sagte der Manager „Wir haben unsere Kosten im Griff“. Das Institut hatte angekündigt, dass die Kostenbasis 2018 die Marke von rund 23 Milliarden Euro nicht überschreiten sollte.
  • Mehrere große Elektronikhändler Chinas haben ihre Preise für die neuen Apple iPhone-Modelle gesenkt. Dabei soll es Nachlässe von bis zu 118 Dollar für das neue iPhone XR in der Version mit 64 Gigabyte geben. Auch über das Wochenende sollte es Angebotsaktionen geben, hieß es in den Läden am Freitag. Solche Preissenkungen sind unüblich. Sie sind deswegen weitere Hinweise dafür, dass sich die iPhone-Nachfrageflaute in China auch zu Jahresanfang fortsetzt. Apple äußerte sich zunächst nicht dazu.
  • Der Dozent an der Yale School of Management, Stephen Roach, warnte bei der anstehenden US-Berichtssaison vor einem möglichen Dominoeffekt: Die Umsatzwarnung von Apple könnte nur die Spitze des Eisberges gewesen sein. „Apple ist wahrscheinlich der Kanarienvogel in der Kohlengrube", sagte Roach im Gespräch mit dem TV-Sender CNBC. Er zeigte sich überzeugt, dass das bei Apple enttäuschende China-Geschäft auch bei anderen Unternehmen bald deutliche Spuren hinterlassen wird.
  • Der Verwaltungsrat von Alphabet ist wegen seines Umgangs mit sexueller Belästigung im Unternehmen und mit einem Datenleck von Aktionären verklagt worden. Der Google-Mutter wird eine „Kultur der Verheimlichung“ vorgeworfen, wie aus der Klageschrift hervorgeht.
  • Investor Eddie Lampert möchte das Traditionskaufhaus Sears mit einer verbesserten Übernahmeofferte vor der Insolvenz bewahren. Darüber hinaus erklärt sich der größte Aktionär und zugleich Gläubiger von Sears zur Übernahme von Rechnungen bereit, die seit der Beantragung des Insolvenzschutzes im Oktober 2018 aufgelaufen sind. Das Angebot über 5 Mrd. Dollar wurde von einer Tochtergesellschaft seines Hedgefonds ESL abgegeben zusammen mit einer Einlage in Höhe von 120 Mio. Dollar, wie aus einer Mitteilung an die Börsenaufsicht hervorgeht.
  • Die Flugzeugbauer Boeing und Embraer sind ihrer geplanten Fusion näher gekommen. Brasiliens Präsident Jair Bolsonaro teilte mit, die Regierung werde kein Veto gegen das Geschäft einlegen. Boeing will für 4,2 Mrd. Dollar 80 % am Verkehrsflugzeug- und Service-Geschäft von Embraer übernehmen.
  • Der Anbieter von Videospielen, Activision Blizzard, hat die Rechte am Ego-Shooter Destiny an die Bungie Inc abgetreten.
  • Der Fernsehkonzern ProSiebenSat.1 will von einer Übernahme durch den Medienkonzern Axel Springer nichts wissen. „Wir arbeiten mit Springer operativ in einigen Bereichen gut und gerne zusammen. Die Gerüchte um eine mögliche Übernahme von ProSiebenSat.1 durch die Axel Springer SE sind jedoch falsch.” Mit der Stellungnahme bezieht sich ProSiebenSat. 1 auf einen entsprechenden Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.
  • Der chinesische Autobauer Geely soll seine Beteiligung am Autobauer Daimler um 5,4 Prozent reduziert haben, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtete. Geely dementierte den Bericht inzwischen. „Als langfristiger Investor hat Zhejiang Geely Holding keine Aktien verkauft", teilte das Unternehmen am Freitag im chinesischen Hangzhou mit. Der Anteil am Daimler-Konzern bleibe unverändert.
  • Der Volkswagen-Konzern hat das Jahr 2018 mit einem neuen Auslieferungsrekord abgeschlossen. Insgesamt lieferte der Autobauer mit seinem zwölf Marken weltweit 10,83 Millionen Fahrzeuge aus. Damit stieg der Absatz im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozent, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Im Dezember gab es allerdings einen Rückgang um 8,4 Prozent auf 916.200 Einheiten. In wichtigsten Teilmarkt China wurde die Gruppe im letzten Monat des vergangenen Jahres 12,5 Prozent weniger Autos los - insgesamt waren es 402.600. Im Gesamtjahr gab es noch ein kleines Plus von 0,5 Prozent auf gut 4,21 Mio. Stück.
  • Der im Besitz des chinesischen Midea-Konzerns befindliche Augsburger Roboterhersteller Kuka steht nach der verfehlten Prognose für das abgelaufene Jahr unter Druck. Die sich abschwächende Automobilindustrie belastet auch das Geschäft des Augsburger Roboterherstellers, so das Unternehmen am Donnerstagabend. Kuka rechnet beim Umsatz nun nur noch mit rund 3,2 Mrd., Euro. Die Ebit-Marge (Gewinn vor Zinsen, Steuern, Kaufpreisallokationen, Wachstumsinvestitionen und vor Reorganisationsaufwand) soll bei rund 3,0 Prozent liegen. Zuvor hatte das Unternehmen 3,3 Mrd. Euro an Erlösen und 4,5 Prozent Marge in Aussicht gestelt. Die vollständigen Zahlen für 2018 und einen Ausblick auf das laufende Jahr will Kuka am 28. März präsentieren.
  • Der Autobauer BMW hat im vergangenen Jahr mehr Autos ausgeliefert und erwartet für 2019 ein weiteres Wachstum. „Wir wollen trotz der herausfordernden Marktbedingungen unseren Erfolgskurs fortsetzen und profitabel wachsen", sagte Pieter Nota, Mitglied des Vorstands, zuständig für Vertrieb und Marke BMW. Der Konzern peilt im laufenden Jahr einen leichten Anstieg beim weltweiten Absatz im niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich an. Neue Modelle wie der BMW X7 und die siebte Generation der 3er Reihe sollen die Verkäufe dabei anschieben.
  • Nach dem Lichtkonzern Osram wird nun auch der Scheinwerferhersteller Hella angesichts der Probleme in der Autoindustrie vorsichtiger. Sollten sich die Bedingungen in der Branche nicht noch verschlechtern, rechnet der Zulieferer nun mit einem Umsatzwachstum am unteren Ende der anvisierten Spanne von 5 bis 10 Prozent, wie das im Unternehmen am Freitag mitteilte. Beim operativen Ergebnis geht Hella gleichfalls nur von einem Wachstum in der unteren Hälfte der angepeilten Bandbreite von 5 bis 10 Prozent aus. Gründe dafür seien ein weiter schwächeres Marktumfeld und sinkende Nachfrage in China. Im ersten Halbjahr hatte Hella Umsatz und Gewinn gesteigert.
  • Ein Zeitungsinterview von Osram-Vorstandschef Olaf Berlien ruft die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) auf den Plan. „Wir schauen uns das an", sagte eine Sprecherin der BaFin der „Börsen-Zeitung“. Geprüft werde, ob es Anhaltspunkte für einen Verstoß gegen die Ad-hoc-Pflicht gibt. Berlien hat in einem Interview mit der Augsburger Allgemeinen vor einer schlechten Geschäftsentwicklung gewarnt. Erste Daten deuteten darauf hin, dass das vergangene Quartal noch schwächer ausgefallen sei, als es manche Finanzexperten und das Unternehmen selbst erwartet hätten, sagte er. Die Aussage setzte den Aktienkurs des Lichttechnikkonzerns schwer unter Druck.
  • Der Elektronikhändler Ceconomy sucht bereits seit drei Monaten nach einem neuen Vorstandschef. Die Besetzung scheint schwierig, da sich Großaktionäre und Aufsichtsratsmitglieder in der Personaldebatte uneinig zeigen, so ein Bericht der „Süddeutschen Zeitung“. Christoph Vilanek, Chef von Freenet, einer der Ceconomy-Großaktionäre, habe klare Vorstellungen. Doch die stimmten nicht unbedingt mit denen des Aufsichtsratsvorsitzenden Jürgen Fitschen überein, der qua Amt eigentlich mit der Suche beauftragt sei, heißt es in dem Bericht.
  • Die Fusion der Bahntechniksparte von Siemens und Alstom steht wegen Bedenken der EU-Wettbewerbshüter auf der Kippe. Nach Informationen des „Handelsblatts“ prüfen die Unternehmen nun weitere Zugeständnisse, um die Zustimmung der EU-Kommission zu erreichen. Entscheidungen seien laut Insider-Kreisen aber noch keine gefallen, hieß es. Am 18. Februar endet die Frist für das Genehmigungsverfahren, aber laut der Zeitung dürfte schon in der kommenden Woche die Vorentscheidung fallen.
  • Volkswagen möchte frühere Manager zur Kasse bitten. Der Autobauer reichte kurz vor dem Jahreswechsel Klage gegen den in den USA inhaftierten Manager Oliver Schmidt ein. Hierbei möchte VW feststellen lassen, dass Schmidt schadensersatzpflichtig in Sachen Abgasskandal sei. Darüber hinaus verlangen die Wolfsburger die Rückzahlung von Anwaltskosten, heißt es in einem Bericht des „Handelsblatts“. In Deutschland sei ein Ende der Ermittlungen zum Dieselskandal vorerst nicht absehbar.
  • Ein Manager der chinesischen Technologie-Konzerns Huawei ist Medienberichten zufolge in Polen wegen Spionageverdachts festgenommen worden. Ihm werde vorgeworfen, mit chinesischen Geheimdiensten zusammengearbeitet zu haben, berichtete am Freitag der Sender TVP Info.
  • Die Credit Suisse will bis Ende Jahr eigene Aktien für bis zu 1,5 Milliarden Franken zurückkaufen. Das Aktienrückkaufprogramm starte am 14. Januar und dauere bis spätestens 30. Dezember 2019, teilte die Schweizer Großbank am Freitag mit

Konjunktur & Politik

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Der Bundeshaushalt hat im vergangenen Jahr dank einer guten Konjunktur und niedrigen Zinsen einen Überschuss von 11,2 Milliarden Euro erwirtschaftet, wie aus vorläufigen Zahlen des Finanzministeriums in Berlin hervorgeht. Das Geld soll erneut in die Rücklage zur Bewältigung des Flüchtlingszuzugs fließen. Nach Angaben der Union ist die Rücklage damit auf 22,4 Mrd. Euro gewachsen. Ökonomen rechnen für die kommenden Jahre mit geringeren Überschüssen in den Staatskassen. Unions-Haushälter Eckhardt Rehberg (CDU) sagte: „Unerwartete Steuermehreinnahmen wird es voraussichtlich in den nächsten Jahren nicht mehr geben. Wir müssen jetzt auf die Ausgabenbremse treten. Für neue Sozialausgaben, wie sie die SPD laufend fordert, ist kein Geld da."
  • Die US-Verbraucherpreise sind im Dezember laut Mitteilung des Arbeitsministerium wie erwartet um 0,1 Prozent zum Vormonat gefallen und lagen um 1,9 Prozent (November: 2,2) über dem Niveau des Vorjahresmonats. Die Kernrate (ohne Energiepreise) zog ebenfalls wie erwartet um 2,2 Prozent auf Jahressicht an.
  • Die Realeinkommen in den USA sind im Dezember gegenüber dem Vormonat um 0,7 Prozent gestiegen, wie das US-Arbeitsministerium mitteilte. Das durchschnittliche Wocheneinkommen belief sich auf 375,12 Dollar.
  • Nach Ansicht des stellvertretenden Vorsitzende der Fed, Richard Clarida, kann der geldpolitische Rat im laufenden Jahr „geduldig" sein und die Entwicklung der Konjunkturdaten abwarten. Zuvor hatte sich Fed-Präsident Jerome Powell ähnlich geäußert.
  • Im Handelskonflikt zwischen China und den USA sollen die Verhandlungen Ende Januar auf einer höheren Ebene weitergehen. Der chinesische Chefunterhändler und Vizepremier Liu He plane am 30. und 31. Januar eine Reise nach Washington, berichtete das Wall Street Journal. Dabei soll es zu Gesprächen mit US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und Finanzminister Steven Mnuchin kommen.
  • US-Präsident Donald Trump hat bei einem Besuch an der Grenze zu Mexiko erneut mit der Verhängung eines "Nationalen Notstands" gedroht. Es entspreche dem gesunden Menschenverstand, eine Mauer zu errichten, sagte Trump vor Journalisten in der Grenzregion im Rio Grande Valley.
  • Bisher ist der Brexit für den 29. März vorgesehen. Nach Informationen des "Evening Standard" wird nun aber einer Verschiebung des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union immer wahrscheinlicher. Mehrere Staatssekretäre aus der Regierung von Premierministerin Theresa May hätten diese Einschätzung gegenüber der Zeitung geäußert, heißt es auf der Internetseite des Blattes. Mindestens sechs wichtige Gesetze, die vor einem Austritt verabschiedet werden müssten, könnten aus zeitlichen Gründen kaum noch beschlossen werden, begründeten die Regierungsvertreter ihre Einschätzung.
  • Die britische Wirtschaft ist im November im Vergleich zum Vormonat um 0,2 Prozent gewachsen, wie das britische Statistikamt National Statistics am Freitag mitteilte. Volkswirte hatten einen Zuwachs wie im Vormonat von 0,1 Prozent erwartet. Das Statistikamt veröffentlicht seit Mai neben den vierteljährlichen auch monatliche Daten zum Wirtschaftswachstum.
  • Der Markt für Personal Computer hat sich nach Angaben des Marktforschungsunternehmens Gartner im Schlussquartal 2018 wieder abgeschwächt. Weltweit sanken die Verkäufe im vierten Quartal nach zwei Quartalen des Wachstums um 4,3 Prozent. Insgesamt sei der Markt 2018 im Jahresvergleich um 1,3 Prozent zurückgegangen.
  • Die Gesamtproduktion in der britischen Industrie lag im November nach Angaben des Statistikamts ONS um 0,4 Prozent unter dem Niveau des Vormonats. Analysten hatten dagegen einen leichten Zuwachs erwartet. Im Oktober war die Produktion noch um revidiert 0,5 Prozent gesunken. Im Jahresvergleich brach die Erzeugung im November um 1,5 Prozent ein.
  • Griechenland behält sich weiter Reparationsansprüche für Schäden aus dem 2. Weltkrieg gegenüber Deutschland vor. „Dies kann juristisch auf der europäischen Ebene geklärt werden", sagte der griechische Staatspräsident Prokopis Pavlopoulos bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in Athen.
  • Ein Positionspapier des Ost-Ausschusses der deutschen Wirtschaft fordert einen Neuanfang bei den schwierigen deutsch-russischen Beziehungen. „Ein isoliertes und von der Zusammenarbeit mit der EU ausgegrenztes Russland wird kein besserer Nachbar werden“, heißt es in dem Papier. Es sei höchste Zeit, wieder eine „gemeinsame, zukunftsorientierte Agenda" zu entwickeln.
  • US-Präsident Donald Trump hat seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum Ende Januar (WEF) in Davos wegen des Haushaltsstreits abgesagt. Er gab dafür auf Twitter den Demokraten die Schuld. Wegen deren Unnachgiebigkeit beim Thema Grenzsicherheit und der grossen Bedeutung von Sicherheit für das Land sage er diese sehr wichtige Reise ab, schrieb Trump. Imn schweizerischen Davos wollte sich Trump unter anderem mit Chinas Vizepräsident Wang Qishan treffen, um über den Handelsstreit zu beraten. Laut einem Bericht des "Wall Street Journal" sollen die Verhandlungen davon unabhängig aber Ende Januar auf einer höheren Ebene fortgesetzt werden. Der chinesische Chefunterhändler und Vizepremier Liu He plane nach aktuellem Stand am 30. und 31. Januar eine Reise nach Washington, berichtete die Zeitung am Freitag unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Dabei soll es nach WSJ-Informationen zu Gesprächen mit US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer und dem US-Finanzminister Steven Mnuchin kommen.
  • US-Notenbankchef Jerome Powell sieht trotz des Booms am Arbeitsmarkt keinen Grund zur Eile auf dem Weg zu höheren Zinsen. Die Notenbank könne angesichts des relativ gedämpften Preisauftriebs geduldig bleiben, sagte er am Donnerstagabend vor dem Economic Club of Washington. Er erwarte für 2019 eine Inflationsrate von rund zwei Prozent und die liege im Zielbereich der Fed. Im Mittel sind für 2019 zwei Zinsschritte vorgesehen, das sei aber kein festgelegter Plan, so Powell. Die Notenbank sei nicht auf eine bestimmte Zahl von Erhöhungen festgelegt und könnte flexibel und schnell reagieren, falls es die Konjunkturlage erfordere.
  • Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) möchte mit Steuererleichterungen weitere Wachstumsanreize setzen. Die Bundesregierung müsse „noch in diesem Jahr ein Gesetz anpacken, in dem wir eine Entlastung für alle hinbekommen […]“. Mein Ziel ist es, auch die wirtschaftlichen Leistungsträger in diesem Land zu entlasten," so Altmaier im Interview mit dem „Handelsblatt“.
  • Im Oktober 2018 meldeten die deutschen Amtsgerichte 1.694 Unternehmensinsolvenzen. Das waren nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 3,5 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Im Baugewerbe gab es im vergangenen Oktober mit 280 Fällen die meisten Unternehmensinsolvenzen. 274 Insolvenzanträge stellten Unternehmen des Wirtschaftsbereichs Handel. Im Gastgewerbe wurden 191 Insolvenzanträge gemeldet. Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus beantragten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte für Oktober 2018 auf rund 1,1 Mrd. Euro. Im Oktober 2017 hatten sie bei knapp 1,7 Mrd. Euro gelegen. Dieser Rückgang der Forderungen bei gleichzeitigem Anstieg der Zahl der Unternehmensinsolvenzen ist darauf zurückzuführen, dass die Gerichte im Oktober 2017 mehr Insolvenzen von wirtschaftlich bedeutenden Unternehmen registriert hatten als im Oktober 2018.
Termin des Tages: 14:30 Uhr - US: Verbraucherpreise Dezember

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